Verantwortungsvolle Kapitalanlagen

Auch beim Management von Publikumsfonds kommen Nachhaltigkeitskriterien zum Einsatz. So investieren die von der Deka Investment GmbH gemanagten Fonds grundsätzlich nicht in Unternehmen, die Anti-Personen-Minen oder Cluster-Munition („Streubomben“) herstellen. Zudem emittiert die DekaBank keine Produkte, die die Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln abbilden.

Für private und institutionelle Anleger, die in besonderem Maße ESG-Kriterien berücksichtigen wollen, hat die Deka Investment GmbH in den vergangenen Jahren eine Reihe entsprechender Anlageprodukte aufgelegt. Die Fondsfamilie „Deka-Nachhaltigkeit“ umfasst derzeit die drei Fonds Deka-Nachhaltigkeit Aktien, Deka-Nachhaltigkeit Renten und Deka-Nachhaltigkeit Balance. Zum Angebot gehören zudem der vermögensverwaltende Fonds DekaSelect: Nachhaltigkeit sowie der Aktienfonds Deka-UmweltInvest, der ausschließlich in Unternehmen aus den Bereichen Klima- und Umweltschutz, Wasserwirtschaft und erneuerbare Energien investiert.

Ende 2015 hat die DekaBank in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research den Indexfonds Deka Oekom Euro Nachhaltigkeit UCITS ETF für institutionelle Anleger aufgelegt. An institutionelle Anleger richten sich auch die beiden Fonds Deka-Stiftungen Balance und der im Dezember 2015 aufgelegte Deka- Kirchen Balance. Im aktuellen Stiftungs-Fonds Ranking des Fondsberaters Fonds Consult ist der Fonds Deka-Stiftung Balance mit der Gesamtnote „sehr gut“ auf Rang drei der Gesamtwertung aufgestiegen. Ausführliche Profile aller Fonds finden sich auf der Website der Deka. Neben den Fonds bietet die DekaBank institutionellen Investoren individuelle Anlagelösungen, bei denen die jeweiligen nachhaltigkeitsbezogenen Anforderungen und Kriterien umfassend berücksichtigt werden.

Auszeichnungen für den Fonds Deka-Nachhaltigkeit Renten zeigen einmal mehr, dass sich Nachhaltigkeitskriterien und eine gute Performance nicht ausschließen. So wurde der Fonds Ende 2016 bei den FERI Awards 2017 in der Kategorie „Renten Euro“ als bester Fonds in Deutschland und Österreich ausgezeichnet und konnte dabei auch konventionelle Rentenfonds hinter sich lassen. Bei den Lipper Fonds Awards Austria wurde der Fond 2016 ebenfalls ausgezeichnet. In der Begründung stellte Lipper fest, dass der Fonds zeigt, dass nachhaltig investieren nicht ausschließt, hervorragende Anlageergebnisse zu erzielen.

Nachhaltige Wertpapieranlagen sind im DekaBank Depot ab 25 Euro möglich. Der Fonds Deka-Nachhaltigkeit Aktien eignet sich zudem zur Anlage vermögenswirksamer Leistungen. Ab Januar 2017 ist es für Kunden möglich, beim Abschluss des Deka-ZukunftsPlan, einem Riester-Fondssparplan, in der Variante Select als Aktienbaustein den Fonds Deka-Nachhaltigkeit Aktien und als Rentenbaustein den Fonds Deka-Nachhaltigkeit Renten zu wählen und somit in der Ansparphase in nachhaltig ausgerichtete Fonds zu investieren.

m Privatkundenbereich verwaltete die Deka Investment GmbH per Ende 2017 insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro in nachhaltigen Produkten, 30 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Für institutionelle Kunden belief sich das Volumen nachhaltiger Investments zum 31.12.2017 auf rund 5,3 Mrd. Euro. Insgesamt summiert sich das Volumen nachhaltiger Anlageprodukte bei der Deka Investment GmbH damit auf über 8,0 Mrd. Euro. Der Anteil der nachhaltigen Wertpapierfonds an den Total Assets im Wertpapierbereich lag zum Jahresende 2017 bei rund 3 Prozent. Addiert man die rund 2,9 Mrd. Euro Eigenanlagen in Spezialfonds hinzu, die unter Nutzung der Kriterien des Eigenanlagefilters verwaltet werden, ergibt sich ein Gesamtvolumen nachhaltig verwalteter Geldanlagen in der Deka-Gruppe in Höhe von 10,9 Mrd. Euro.
 
Berücksichtigt man zusätzlich die rund 17,1 Mrd. Euro Eigenanlagen in Wertpapieren, die unter Nutzung der Kriterien des Eigenanlagefilters verwaltet werden, errechnet sich ein Gesamtvolumen nachhaltig verwalteter Geldanlagen in der Deka-Gruppe in Höhe von rund 28 Mrd. Euro.

Unsere nachhaltigen Produkte finden sie hier.


UN Principles for Responsible Investment (UN-PRI)

Mit der Unterzeichnung der UN-Prinzipien für verantwortungsvolle Investments (UN-PRI) hat sich die Deka Investment GmbH verpflichtet, die von den Vereinten Nationen formulierten Richtlinien zu finanzmarktrelevanten Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen zu erfüllen. Dies beinhaltet eine aktive Einbeziehung dieser Aspekte in die Aktionärspolitik, zum Beispiel bei Abstimmungen auf Hauptversammlungen. Weiterer Punkt ist das Engagement für eine angemessene Offenlegung dieser Themen durch die Unternehmen und Körperschaften, in die investiert wird. Der Wortlaut der Prinzipien und weitere Informationen sind im Internet unter www.unpri.org abrufbar.

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Stimmrechtsausübung und Dialog mit Unternehmen

Neben der Anwendung von Ausschluss- und Positivkriterien sind die Ausübung des Stimmrechts auf Hauptversammlungen und der direkte Dialog mit den Unternehmen, deren Aktien und Anleihen ein Investor hält, weitere wichtige Instrumente der nachhaltigen Kapitalanlage.Im Berichtszeitraum hatten Analysten und Fondsmanager der Deka Investment GmbH über 1.500 Kontakte zu Unternehmen. Dabei wurden je nach Branche und Geschäftsmodell des jeweiligen Unternehmens neben Corporate Governance Themen regelmäßig auch soziale und umweltbezogene Aspekte der Geschäftstätigkeit angesprochen. Noch mehr Gehör will die Deka Investment GmbH ihren vier Millionen Fondsanlegern zukünftig auf Hauptversammlungen verschaffen. 2017 stimmte die Deka Investment auf 314 Hauptversammlungen aktiv ab. Die Tatsache, dass die Deka Investment GmbH dabei im Durchschnitt bei mehr als 30 Prozent der Tagesordnungspunkte gegen die Vorschläge der Unternehmensleitungen stimmte, zeigt, dass sie die Rolle als aktiver Aktionär deutlich kritischer wahrnimmt. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 20 Prozent gelegen. Auf neun Hauptversammlungen meldeten sich die Vertreter der Deka Investment zu Wort.
 
Für 2018 plant die Deka Investment GmbH einen weiteren Ausbau der Aktivitäten auf Hauptversammlungen. Neben dem Thema Corporate Governance soll dabei ein besonde res Augenmerk u. a. auf die Themen Klimastrategie, Digitalisierung und Cyber-Security gerichtet.

Die Deka greift mit diesen Aktivitäten bereits die neuen Anforderungen der Aktionärsrechterichtlinie auf, die im Frühjahr 2017 vom EU-Parlament gebilligt und vom Europäischen Rat verabschiedet wurde und nun bis Mitte 2019 in nationales Recht umgesetzt werden muss. Die Reform der Aktionärsrechterichtlinie soll das Engagement von Aktionären stärken und erleichtern sowie Anreize für langfristigere Investitionen von ausgewählten institutionellen Investoren und Asset Managern schaffen.
 
Die Aktionärsrechterichtlinie verpflichtet institutionelle Anleger und Vermögensverwalter auch dazu, mehr Transparenz in Bezug auf ihre Anlagestrategien, ihre Mitwirkungspolitik und deren Umsetzung zu schaffen. Die Deka Investment hat bereits heute zentrale Eckpunkte für ihr Abstimmungsverhalten in ihren „Grundsätzen der Abstimmungspolitik bei Hauptversammlungen“ festgelegt, die ebenso auf der Website der Deka veröffentlicht werden wie eine Übersicht über Hauptversammlungen, auf denen die Deka Investment GmbH im Jahr 2017 abgestimmt hat. Die Grundsätze basieren auf den umfassenden Erfahrungen der Deka als einem der großen Fondsanbieter und damit Aktionärsvertreter. Sie berücksichtigen die geltenden Gesetze, die jeweils aktuellen Analyse-Leitlinien für Hauptversammlungen des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI), den Deutschen Corporate Governance Kodex, die DVFA Scorecard für Corporate Governance, internationale Kodizes sowie einschlägige Umwelt- wie Sozial-Standards und die Anforderungen der Principles for Responsible Investment (PRI).