Engagiert für Architektur: der Internationale Hochhaus Preis

Seit 2004 zeichnen die Deka, die Stadt Frankfurt am Main und das Deutsche Architekturmuseum (DAM) zukunftsweisende Hochhäuser aus.

Gebäude entwerfen, gestalten und konstruieren sind Aufgaben der Architektur. Sie prägt die Umwelt, formt Städte in Aussehen und Struktur, kann Heimat stiften und Identität schaffen. Architektur ist ein wichtiger Teil im Alltag der Menschen und einer der Förderschwerpunkte der Deka. Mit dem Internationalen Hochhaus Preis (IHP) prämieren wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern Gebäude, deren nachhaltige Bauweise beispielgebend ist, die auf innovative Technik setzen und die den Besuchern und Nutzern eine optimale Aufenthaltsqualität anbieten. Die Preisträger verbinden diese und weitere Kriterien mit außergewöhnlichem Design und treiben die Hochhausarchitektur international voran.

Der IHP ist der erste Preis für Hochhäuser weltweit. Seit 2004 wird er alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main in der Paulskirche feierlich verliehen. Initiiert, kuratiert und organisiert wird er in partnerschaftlicher Kooperation vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der Deka.
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Dr. Matthias Danne, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands

Mit unserem Engagement für den Internationalen Hochhaus Preis möchten wir den Fokus auf zukunftsweisendes, nachhaltiges und wirtschaftliches Bauen richten.

Fünf Projekte aus Europa und Asien im Rennen um den IHP 2020

Aus über 1.000 neuen Hochhäusern, die in den beiden vergangenen Jahren weltweit errichtet wurden, sind 31 Hochhäuser aus 14 Ländern nominiert und fünf Finalisten für den diesjährigen IHP ausgewählt. Der Gewinner wird am 29. Oktober um 17 Uhr in der Frankfurter Paulskirche ausgezeichnet. Aufgrund der Covid-19-Pandemie wird die Veranstaltung live im Internet übertragen.

Von den fünf Finalisten befinden sich drei in Europa und zwei in Asien:
 

Omniturm (Frankfurt am Main / Deutschland) von BIG – Bjarke Ingels Group, Kopenhagen / Dänemark, New York / USA

Der Omniturm ist einer der ersten gemischt genutzten Türme Deutschlands: Er vereint Gastronomie, Büros, Wohnungen und Geschäfte unter einem Dach und ist damit im internationalen städtebaulichen Vergleich auf der Höhe der Zeit. An der Stelle, an der die Nutzung des Hochhauses wechselt, sind die Geschoße seitlich nach außen geschoben.

Norra Tornen (Stockholm / Schweden) von OMA Office for Metropolitan Architecture, Rotterdam / Niederlande

Die Doppeltürme Norra Tornen („nördliche Türme“) markieren den Übergang zum neu entstehenden Stadtteil Hagastaden in Stockholm. Vorgefertigte Fassadenelemente sparten beim Bau Zeit und Kosten, was die differenzierte Fassadengestaltung mit Vor- und Rücksprüngen wirtschaftlich gesehen erst ermöglichte.

The Stratford (London / Großbritannien) von Skidmore, Owings & Merrill, London / Großbritannien

The Stratford ist ein optischer Akzent im gleichnamigen Londoner Stadtteil: Tiefe diagonale Einschnitte im quadratischen Turm schaffen Platz für gemeinschaftlich genutzte Terrassen. Ummantelt wird die eigenwillige Form von einer in Plisseefalten gelegten Fassade, die den Bau je nach Blickwinkel anders aussehen lässt.

Eden (Singapur) von Heatherwick Studio, London / Großbritannien

Eden, ein üppig bepflanzter Luxus-Wohnturm, versinnbildlicht Singapurs Stadtentwicklungskonzept „City in a Garden“. Die besondere Anordnung der Baumasse,  vorspringende Balkone mit muschelförmigen Pflanzkübeln und rückspringende Wandscheiben, ermöglicht es, auf elektronische Klimatisierung zu verzichten.

Leeza SOHO (Peking / China) von Zaha Hadid Architects, London / Großbritannien

Charakteristisch für Leeza SOHO in Peking ist der skulpturale Entwurf: Verborgen hinter einer Glashülle befindet sich eine Doppelturmanlage. Getrennt sind die beiden Türme durch ein über 190 m hohes Atrium, das höchste der Welt. Türme und Atrium sind in sich um 45 Grad gedreht und sorgen für beeindruckende räumliche Ein- und Ausblicke.
Aufgrund der Covid-19-Pandemie und der damit einhergehenden Reise- und Kontaktbeschränkungen fand in diesem Jahr eine digitale Jurysitzung statt. Unter dem Vorsitz von Anett-Maud Joppien (Architektin / Dietz Joppien Architekten AG in Frankfurt/Potsdam) schaltete sich aus Mexiko auch Benjamín Romano (Architekt / LBR&A Arquitectos, Mexiko Stadt, Mexiko), der Gewinner des IHP 2018, dazu.

Die weiteren Mitglieder der Jury sind:
 
  • Klaus Fäth (Bauingenieur / osd – office for structural design, Frankfurt am Main/Hamburg)
  • Ina Hartwig (Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main)
  • Andreas Moser (Architekt / ma cyrus | moser | architekten, Frankfurt am Main)
  • Peter Cachola Schmal (Direktor Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main)
  • Victor Stoltenburg (Geschäftsführer Deka Immobilien Investment GmbH, Frankfurt am Main)
 
Vom 31. Oktober bis zum 28. Februar 2021 widmet sich eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) dem IHP 2020. Die Ausstellung zeigt Modelle, Filme, Fotos und Zeichnungen des Gewinnergebäudes, der Finalisten und der Nominierten. Im Ausstellungskatalog finden Interessierte diese und weitere Informationen zum IHP 2020.

Weitere Informationen finden Sie unter https://international-highrise-award.com/

Straßenszene in New York vor dem prämierten Wohnhochhaus „VIA 57 West”. (Foto: © Kirsten Bucher)

Internationaler Hochhaus Preis - der erste Hochhauspreis weltweit

Der IHP zeichnet Hochhäuser aus, die mit mehr als ihrer reinen Höhe aus der Menge hervorstechen. Wichtige Kriterien sind neben Nachhaltigkeit, Technik und Wirtschaftlichkeit auch innovatives Design oder eine besonders gelungene Einbindung des Bauwerks in das jeweilige Stadtbild. Die wechselnde Jury besteht aus vier international renommierten Architekten, Ingenieuren und Architekturkritikern sowie je einem Vertreter der Deka, der Stadt Frankfurt am Main und des Deutschen Architekturmuseum (DAM).

Der Preis geht an den Architekten und den Bauherrn gemeinsam. Sie erhalten eine Skulptur des renommierten Künstlers Thomas Demand und ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro, das zum Beispiel der Ausbildungsförderung von Architektinnen und Architekten zugutekommt.

Ungewöhnliche Formen und herausragende Konzepte: Der IHP zeichnet die besten Hochhäuser der Welt aus. (Foto: © Hufton + Crow)

Alle Preisträger des IHP auf einen Blick

Bisher haben acht Architekten und Bauherren den Internationalen Hochhaus Preis erhalten. Das Deutsche Architekturmuseum (DAM), die Deka und die Stadt Frankfurt vergeben den Preis gemeinsam.