Engagiert für Architektur: der Internationale Hochhaus Preis

Seit 2004 zeichnen die Deka, die Stadt Frankfurt am Main und das Deutsche Architekturmuseum (DAM) zukunftsweisende Hochhäuser aus.

Gebäude entwerfen, gestalten und konstruieren sind Aufgaben der Architektur. Sie prägt die Umwelt, formt Städte in Aussehen und Struktur, kann Heimat stiften und Identität schaffen. Architektur ist ein wichtiger Teil im Alltag der Menschen und einer der Förderschwerpunkte der Deka. Mit dem Internationalen Hochhaus Preis (IHP) prämieren wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern Gebäude, deren nachhaltige Bauweise beispielgebend ist, die auf innovative Technik setzen und die den Besuchern und Nutzern eine optimale Aufenthaltsqualität anbieten. Die Preisträger verbinden diese und weitere Kriterien mit außergewöhnlichem Design und treiben die Hochhausarchitektur international voran.

Der IHP ist der erste Preis für Hochhäuser weltweit. Seit 2004 wird er alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main in der Paulskirche feierlich verliehen. Initiiert, kuratiert und organisiert wird er in partnerschaftlicher Kooperation vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der Deka.
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Dr. Matthias Danne, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands

Mit unserem Engagement für den Internationalen Hochhaus Preis möchten wir den Fokus auf zukunftsweisendes, nachhaltiges und wirtschaftliches Bauen richten.

Der 'Torre Reforma'

Wo die Erde häufig bebt, müssen sich Gebäude und Menschen anpassen. Das gilt auch für die mexikanische Hauptstadt Mexiko City, in der Erdbeben keine Seltenheit sind. Der IHP-Preisträger von 2018, der „Torre Reforma” von L. Benjamín Romano, hat deshalb ein besonderes Tragwerk. Es verleiht dem 246 Meter hohen Büroturm sein einmaliges Aussehen.

Romano hat für das Gebäude eine Konstruktion aus Beton und Stahl gewählt, die sich zum nahegelegenen Park Chapultepec öffnet wie ein aufgeschlagenes Buch. Auf 2.310 Meter Höhe gelegen, schützen dieses massive Material und die hervorstehenden Fassadenteile die Menschen im Inneren vor der grellen Sonne. Im Inneren gruppieren sich Büros um mehrstöckige Innenhöfe mit grünen Gärten.

Dank einer natürlichen Lüftung braucht das Hochhaus weniger Klimaanlagen: In der Morgendämmerung öffnen sich die Fenster und lassen kühle Luft herein. Eine Anlage zur Aufbereitung von Regenwasser und gebrauchtem Wasser ist so konstruiert, dass die Wassertanks mit Schwerkraft funktionieren und keine Pumpen brauchen. Für sein Nachhaltigkeitskonzept hat der „Torre Reforma” das Umweltzertifikat LEED in Platin erhalten.

Die Entscheidung für den „Torre Reforma” traf eine hochkarätig besetzte Jury:

  • Sean Anderson, Kurator, Museum of Modern Art (New York)
  • Knut Stockhusen, Tragwerksplaner und Partner, sbp schlaich bergermann partner (Stuttgart)
  • Thomas Schmengler, Geschäftsführer bis 2019, Deka Immobilien GmbH und Horst R. Muth, Leiter Projektmanagement Immobilien, Deka Immobilien GmbH (Frankfurt)
  • Peter Cachola Schmal, Direktor, DAM Deutsches Architekturmuseum (Frankfurt)
  • Jette Cathrin Hopp, Projektleiterin und Leitende Architektin, Snøhetta (Oslo)
  • Kai-Uwe Bergmann, Architekt und Partner, BIG – Bjarke Ingels Group (New York / Kopenhagen)
  • Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin, Stadt Frankfurt am Main
  • Prof. Ulrike Lauber, Architektin und Geschäftsführerin, lauber zottmann blank architekten (München)
Juryvorsitzender Kai-Uwe Bergmann, Architekt und Partner bei BIG – Bjarke Ingels Group, gegründet vom dänischen Architekten Bjarke Ingels

Mexiko kann auf das Gebäude sehr stolz sein. Das Land ist auf dem besten Weg, sich zu einer Destination für Architekturliebhaber zu entwickeln.

Ungewöhnliche Formen und herausragende Konzepte: Der IHP zeichnet die besten Hochhäuser der Welt aus. (Foto: © Hufton + Crow)

Straßenszene in New York vor dem prämierten Wohnhochhaus „VIA 57 West”. (Foto: © Kirsten Bucher)

Internationaler Hochhaus Preis - der erste Hochhaus Preis weltweit

Der IHP zeichnet Hochhäuser aus, die mit mehr als ihrer reinen Höhe aus der Menge hervorstechen. Wichtige Kriterien sind neben NachhaltigkeitTechnik und Wirtschaftlichkeit auch innovatives Design oder eine besonders gelungene Einbindung des Bauwerks in das jeweilige Stadtbild. Die wechselnde Jury besteht aus vier international renommierten Architekten, Ingenieuren und Architekturkritikern sowie je einem Vertreter der Deka, der Stadt Frankfurt am Main und des Deutschen Architekturmuseum (DAM).

Der Preis geht an den Architekten und den Bauherrn gemeinsam. Sie erhalten eine Skulptur des renommierten Künstlers Thomas Demand und ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro, das zum Beispiel der Ausbildungsförderung von Architektinnen und Architekten zugutekommt.

Die nominierten Gebäude für den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) 2020 stehen inzwischen fest: Das DAM Deutsche Architekturmuseum hat aus über 1.000 neuen Hochhäusern der beiden vergangenen Jahre weltweit ausgewählt. Aus diesem Kreis werden im September die fünf Finalisten bekannt gegeben. Der Gewinner des Internationalen Hochhaus Preises wird am 29. Oktober 2020 in der Paulskirche in Frankfurt am Main gekürt.
 
Im Anschluss an die Preisverleihung in der Paulskirche widmet sich auch in diesem Jahr wieder eine Ausstellung im DAM Deutsches Architekturmuseum dem Wettbewerb. Im Ausstellungskatalog finden Interessierte alle Informationen zu den Finalisten und Siegern.
In diesem Jahr wurden 31 Projekte aus 14 Ländern für die Auszeichnung mit dem Internationalen Hochhaus Preis nominiert. Wie auch in den Jahren zuvor ist China das Land mit den meisten Hochhausprojekten. Aber auch in Europa und in Afrika werden zunehmend Hochhäuser gebaut. Mit dem Casablanca Finance City Tower in Marokko wurde erstmals ein Hochhaus auf dem afrikanischen Kontinent nominiert.

Im Ausstellungskatalog finden Interessierte alle Informationen zu den Finalisten und Siegern. 

Weitere Informationen finden Sie unter
https://international-highrise-award.com/

Alle Preisträger des IHP auf einen Blick

Bisher haben acht Architekten und Bauherren den Internationalen Hochhaus Preis erhalten. Das Deutsche Architekturmuseum (DAM), die DekaBank und die Stadt Frankfurt vergeben den Preis gemeinsam.