Mit 530 km/h zum Silbernen Lorbeerblatt: Marco Hepp auf Erfolgskurs

Marco Hepp ist Vertriebsbetreuer bei der Deka erhielt mit dem Silbernen Lorbeerblatt die höchste Auszeichnung Deutschlands für sportliche Leistungen. Im Interview blickt er auf den Beginn seiner Speed Skydiving-Karriere zurück und verrät, wie es sich eigentlich anfühlt aus tausenden Metern Höhe zu springen.

Startklar: Marco Hepp kurz vor dem Abflug

Sie waren 2022 Weltmeister im Speed Skydiving und haben jetzt das Silberne Lorbeerblatt überreicht bekommen: Was bedeutet Ihnen die Verleihung? 

Marco Hepp: Das bedeutet mir sehr viel. Ich fühle mich sehr geehrt die in Deutschland höchste Ehrung im Sport in einer nicht-olympischen Disziplin zu erhalten. Wir kämpfen jeden Tag um Anerkennung und Unterstützung. Da hilft jede Bühne, den Sport den Menschen näher zu bringen.

inline: Ein Blick zurück auf die Anfänge: Wie sind Sie zum Speed Skydiving gekommen?

Hepp: 2010 habe ich mit dem Fallschirmsport angefangen und meine Lizenz als Luftsportgeräteführer erworben. Daraufhin bin ich zu der Disziplin Speed Skydiving gekommen und war Feuer und Flamme. Nach ersten Teilnahmen an nationalen und internationalen Wettbewerben 2011 und an Welt- und Europameisterschaften 2014 wollte ich dann mehr erreichen. Erst ab 2018 erzielte ich dann die ersten Podeste und danach ging es für mich weiter steil bergauf.
inline: Sie sind zweifacher Weltmeister im Speed Skydiving und zugleich Vertriebsbetreuer bei der Deka: Wie vereinen Sie beides miteinander?  

Hepp: Das ist leider nicht ganz so einfach. Neben dem Sport bin ich auch seit 2022 Vater. Familie, Beruf und Sport sind mit viel Disziplin, Organisationsvermögen und hoher Leistungsbereitschaft gut zu vereinbaren. Man muss dafür aber die eigene Zeit effizient nutzen und sich fokussieren.

inline: Wie fühlt sich Speed Skydiving an? Sind Sie vor dem Speed Skydiving nervös? Wenn ja, wie gehen Sie mit Nervosität um? 

Hepp: Am Anfang sorgt Fallschirmspringen für richtiges Adrenalin. Wenn man gelernt hat, den freien Fall für sich zu nutzen, fühlt man sich sehr frei. Beim Speed Skydiving ist es differenzierter. Vor dem Absprung ist man hoch konzentriert und fokussiert. Mit dem Absprung versucht man ruhiger zu werden, denn jede Bewegung kann den freien Fall bremsen. Nach Messstrecke bremse ich innerhalb von drei Sekunden von 530 km/h auf 200 km/h runter. Da zwickt es auch mal kurz, wenn auf einen Schlag der Luftwiderstand den Körper trifft. In ca. 1.000 Meter Höhe bei der Fallschirmöffnung kommt die Freude auf, wenn alles funktioniert. Dann nur noch Konzentration auf die Landung und tief durchatmen.

Im Bundeskanzleramt: Marco Hepp erhält das Silberne Lorbeerblatt von Staatssekretärin Dr. Christiane Schenderlein