Kunst

MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main



Soziale Fassaden
Ein Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank

Im Jubiläumsjahr der Deka war im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main vom 30. Mai bis zum 9. September 2018 die Ausstellung "Soziale Fassaden. Ein Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank" zu sehen. Auf Einladung des MMKs wurden zentrale Werke der Deka in einer gemeinsamen Ausstellung gezeigt.
 
Das MMK und die DekaBank verbindet eine langjährige Partnerschaft beim Ausbau der Museumssammlung und als Gründungspartner des MMK 2. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der DekaBank erhielt das MMK vier Hauptwerke aus der Sammlung der Bank als Schenkung. Diese umfasst zum Teil großformatige Installationen von den Künstlern Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Michael Beutler, Tue Greenfort und Martin Kippenberger.
 
In der Sammlung zeitgenössischer Kunst der DekaBank finden sich vielschichtige Anknüpfungspunkte zur Sammlung des MMK. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sind in beiden Sammlungen mit umfangreichen Werkgruppen vertreten. Im Zuge der Schenkung es gab erstmals eine Ausstellung, die beide Sammlungen auf diese Bezüge hin untersuchte und in eine direkte Gegenüberstellung führte. Der Titel der Ausstellung „Soziale Fassaden“ ist einer Arbeit von Isa Genzken aus der Sammlung der DekaBank entlehnt. Er steht darüber hinaus auch für vielfältige Ausdrucksformen von gesellschaftspolitischen  und sozialen „Fassaden“, die in den Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler beider Sammlungen thematisiert werden. Die Ausstellung im MMK 1 umfasste Hauptwerke von Andy Hope, Cerith Wyn Evans, Sarah Morris, Franz West, Heimo Zobernig, Wilhelm Sasnal, Wolfgang Tillmans, Michael Pfrommer, Jonas Weichsel, Markus Sixay, Jeroen de Rijke/Willem de Rooij und Liam Gillick.


Eine langfristige Partnerschaft

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main gehört zu den international führenden Museen moderner und zeitgenössischer Kunst. Mittlerweile umfasst die Sammlung des 1991 eröffneten Museums über 5.000 Werke internationaler Kunst von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart.

Seit 2002 unterstützt die DekaBank als MMK Partner die Erweiterung der Museumssammlung. Die Spende von jährlich 40.000 Euro wird von der Stadt Frankfurt am Main noch einmal verdoppelt.
 

Gegenwartskunst für Frankfurt – an drei Standorten

Seit Herbst 2014 ist das MMK an drei Standorten in Frankfurt vertreten: Während im Haupthaus, dem MMK 1 in der Domstraße, Sammlungshighlights und Sonderausstellungen gezeigt werden, wird im MMK 3 (Zollamt) gegenüber junge, zeitgenössische Kunst ausgestellt. Der TaunusTurm im Herzen der Stadt beherbergt auf einer Etage das MMK 2. In dieser neuen Museumsdependance sind wechselnde Sammlungspräsentationen unter aktuellen thematischen Schwerpunkten zu sehen. Die DekaBank ist Gründungspartner des MMK 2 und stellt zusammen mit der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, Stefan Quandt und der Ernst Max von Grunelius-Stiftung den Ausstellungsbetrieb für zunächst 15 Jahre sicher. Sie war außerdem Schirmherrin der Eröffnungsausstellung „Boom She Boom. Werke aus der Sammlung des MMK“.

Die ausschließlich private Finanzierung des MMK 2 durch Stiftungen und Unternehmen ist ein gelungenes Beispiel für eine Public-Private-Partnership und ein innovatives und ökonomisch einzigartiges Modell der Museumserweiterung.

 


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Das MMK 2 im TaunusTurm, Foto: Dieter Schwer

Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt

Die „Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt“ wurde 2003 vom DSGV und der NordLB unter Beteiligung der DekaBank und der Deutsche Leasing AG ins Leben gerufen. Zielsetzung ist, das Werk des 2014 verstorbenen Künstlers Michael Schmidt zu erhalten, einer der renommiertesten Fotografen Deutschlands.

2014 beschlossen die DekaBank und weitere Institute der Sparkassen-Finanzgruppe, ein Fotografieprojekt von Michael Schmidt über insgesamt vier Jahre zu fördern. Im Gegenzug sollte ein Drittel der Fotografien des Editionssatzes, die im Rahmen des Projekts entstehen, nach Fertigstellung in die Bestände der beteiligten Institutionen, u.a. in die DekaBank Kunstsammlung übergehen. Durch den Tod Michael Schmidts und dem vorzeitigen Ende des Projekts erhalten die Förderer je ein Drittel einer Edition der Serie „Lebensmittel“. Für diese Serie gewann Michael Schmidt 2014 den „Prix Pictet“, eine renommierte Auszeichnung für Fotografie.

Darüber hinaus fördert die Deka-Gruppe von 2015 bis 2019 die Stiftung mit einem jährlichen Betrag, um die für 2020 geplante Retrospektive in der Neuen Nationalgalerie in Berlin umzusetzen.


Alte Nationalgalerie Berlin

Die Geschichte eines bedeutenden Gemäldes

Das 1824/25 in Dresden entstandene Gemälde „Der Watzmann“ von Caspar David Friedrich gehört zu den bedeutendsten Landschaftsbildern der Romantik und zählte ab 1937 zum Bestand der Alten Nationalgalerie Berlin. 2003 stellte sich heraus, dass der jüdische Eigentümer das Bild damals unter dem Druck nationalsozialistischer Verfolgung verkaufen musste. Gemäß ihren Grundsätzen gab die Stiftung Preußischer Kulturbesitz das Werk deshalb an die Erben des früheren Besitzers zurück.
 
 
Der Watzmann auf der Berliner Museumsinsel

Um das Gemälde als Teil nationalen Kulturguts zu erhalten, trat das Bundeskanzleramt an den DSGV-heran. 2004 gelang es der DekaBank den „Watzmann“ stellvertretend für die Sparkassen-Finanzgruppe zu erwerben und somit einen Verkauf ins Ausland zu verhindern. Durch die Leihgabe an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz kann das Bild auch in Zukunft einen zentralen Platz im Saal der Alten Nationalgalerie einnehmen, der sich ausschließlich dem Schaffen Caspar David Friedrichs widmet. Die feierliche Übergabe des Werks fand im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder statt. Im Jahr 2013 war „Der Watzmann“ als Leihgabe im Musée du Louvre in Paris in der Ausstellung zur deutsch-französischen Freundschaft „De l'Allemagne: de Friedrich à Beckmann, 1880-1939“ zu sehen.
 
 


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Caspar David Friedrich, Der Watzmann, 1824/25, Öl auf Leinwand, 133 x 170 cm, eine Leihgabe der DekaBank an die Staatlichen Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Sparkassen-Finanzgruppe Hauptförderer

Seit 2006 ist die Deka-Gruppe zusammen mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, dem Ostdeutschen Sparkassenverband mit allen sächsischen Sparkassen, der LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG und der Sachsen Bank, der Sparkassen-Versicherung Sachsen sowie dem Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Hauptförderer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Ziel ist es, dieses einzigartige kulturelle Erbe zu erhalten und seine außerordentliche Bedeutung noch stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Im Rahmen der Partnerschaft unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe nicht nur besondere Ausstellungsprojekte, sondern auch Projekte der Jugendbildung.


Unsere Unterstützung für Dresden

2016 unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe die neue Dauerausstellung „Weltsicht und Wissen um 1600“ im ersten Obergeschoss des Georgenbaus, wo Werke der Spätrenaissance aus der ehemaligen kurfürstlich-sächsischen Kunstkammer gezeigt
werden, sowie die große Sonderausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister „Das Paradies auf Erden. Flämische Landschaften von Bruegel bis Rubens“ (1. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017). Hier werden flämische Landschaftsgemälde des 16. und 17. Jahrhunderts aus dem Bestand der Dresdner Sammlung präsentiert. Sie zählt weltweit zu den bedeutendsten ihrer Art, ist jedoch in der Vergangenheit kaum ausgestellt worden. Ihre umfassende wissenschaftliche Bearbeitung sowie die Restaurierung von mehreren Hauptwerken kommen einer Wiederentdeckung gleich.


Kaum zu überbietende Vielfalt

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören zu den bedeutendsten Museen Europas. Insgesamt elf Museen, der Kulturfonds, die Kunstbibliothek sowie das Ausstellungsgebäude Lipsiusbau an der Brühlschen Terrasse bieten ein kunsthistorisches Spektrum, dessen thematische Vielfalt einzigartig ist.


 

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Jan Breughel d. J. und Werkstatt, Paradieslandschaft mit der Erschaffung der Tiere; Gemäldegalerie Alte Meister © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut