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Dividenden bleiben stabil: DAX40-Unternehmen schütten knapp 53 Mrd. Euro aus
Frankfurt, 23.12.2025
Die DAX40-Unternehmen werden ihren Aktionären im Jahr 2026 voraussichtlich insgesamt 52,9 Mrd. Euro ausschütten. Dies geht aus der aktuellen Dividendenstudie der DekaBank hervor, die die Ausschüttungsprognosen der im DAX40 und MDAX gelisteten Unternehmen analysiert. Trotz konjunktureller Schwäche und Gewinnrückgängen in wichtigen Branchen rechnen die Volkswirte des Wertpapierhauses der Sparkassen mit nahezu stabilen Dividendenausschüttungen. Für die 40 im DAX notierten Unternehmen liegt das Dividendenvolumen mit erwarteten 52,9 Mrd. Euro fast auf dem Vorjahreswert von 53,3 Mrd. Euro. Fasst man DAX und MDAX zusammen, wird ein Ausschüttungsvolumen von 60,6 Mrd. Euro erwartet. 2025 lag es bei 62,3 Mrd. Euro.
„2026 werden zwar keine neuen Ausschüttungsrekorde erreicht, die Dividendenzahlungen der DAX-Unternehmen bleiben aber auf einem historisch hohen Niveau“, erklärt Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank. „Während die deutsche Wirtschaft schwächelt, bleiben DAX-Unternehmen verlässliche Dividendenzahler und liefern solide Erträge.“
Während in den vergangenen Jahren die Automobilbranche die höchsten Dividendenzahlungen ausschüttete, übernimmt 2026 der Finanzsektor die Spitzenposition. Allen voran die Allianz. Der Versicherer wird mit einer Ausschüttung von knapp 6 Mrd. Euro der größte Dividendenzahler im DAX sein. Im Gegensatz dazu müssen die großen Automobilkonzerne BMW, Mercedes und VW ihre Dividenden um insgesamt 4 Mrd. Euro kürzen, sodass ihre gemeinsamen Ausschüttungen auf 9,9 Mrd. Euro sinken. „Unter der Oberfläche ist ordentlich Bewegung. Bei den Automobilunternehmen stottert der Motor und mit einer schnellen Rückkehr zu alter Dividendenstärke ist nicht zu rechnen“, erläutert Schallmayer. „Während die Autoindustrie voll auf der Bremse steht, gibt der Finanzsektor Vollgas. Banken und Versicherungen sind mit 14,2 Mrd. Euro sowohl die Größten als auch die am schnellsten wachsenden Dividendenzahler.“
Beim Blick über die Republik zeigt sich, dass Bayern wie in den Vorjahren das ausschüttungsstärkste Bundesland ist. Unternehmen mit Sitz in Bayern werden 2026 voraussichtlich rund 18,5 Mrd. Euro an ihre Aktionäre auszahlen. Hessen folgt mit 13,5 Mrd. Euro, während Baden-Württemberg und Niedersachsen aufgrund der Kürzungen in der Automobilindustrie Rückgänge verzeichnen.
Trotz des leichten Rückgangs beim Gesamtvolumen erhöhen mehr als die Hälfte der DAX-Unternehmen ihre Dividenden oder halten sie konstant. Für 23 der 40 DAX-Mitglieder wird eine Anhebung erwartet, bei zehn weiteren eine stabile Ausschüttung, nur bei sieben Unternehmen dürften die Dividenden sinken.
Die Ausschüttungsquote ist in den vergangenen Jahren von einem niedrigen Niveau kommend gestiegen, liegt mit prognostizierten 43 Prozent weiterhin in einem Bereich, der bezüglich des Verhältnisses von Ausschüttung zum erwirtschafteten Ertrag als unkritisch und tragfähig eingestuft wird.
Die DAX-Unternehmen notieren bei aktuellen Kursen mit einer Dividendenrendite von 2,5 Prozent. „Die DAX-Dividenden bleiben auch ohne neue Rekorde eine bedeutende Ertragsstory für Anlegerinnen und Anleger“, betont Schallmayer. „Die Rendite beginnt auch 2026 mit der Ausschüttung.“ Vor dem Hintergrund, dass sich die Aktienkurse in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich besser entwickelt haben als die Erträge, stellt die Dividende 2026 eine wichtige Ertragskomponente der Aktie dar.
Anlegern empfiehlt der Experte, die erhaltenen Dividenden direkt wieder anzulegen, um langfristig vom Zinseszinseffekt zu profitieren. „Gerade in einem Umfeld moderater Gewinnsteigerungen und potenzieller Kursschwankungen bleibt die Dividende ein stabiler Ertragsbringer.“
Der Deka-Experte rät auch dazu, neben der Dividendenrendite die langfristigen Wachstumsperspektiven und die Stabilität der Geschäftsmodelle der Unternehmen zu berücksichtigen.
Über die Deka
Die Deka-Gruppe, bestehend aus der DekaBank Deutsche Girozentrale (DekaBank) und ihren Tochtergesellschaften, ist das Wertpapierhaus der deutschen Sparkassen und Teil der Sparkassen-Finanzgruppe. Mit einem verwalteten Vermögen in Höhe von 440 Mrd. Euro (per 30.09.2025) sowie rund 5,9 Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Die Deka-Gruppe bietet Investmentlösungen und Dienstleistungen für private und institutionelle Anleger an und richtet ihr Angebot an den Anforderungen ihrer Eigentümer, den Sparkassen, aus.
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