Nachhaltigkeit bei der DekaBank

Wie angekündigt, hat die Deka Investment GmbH auch Hauptversammlungen nochmals intensiver genutzt, um Impulse für eine nachhaltige Unternehmensführung zu setzen. 2017 stimmte die Deka Investment auf 314 Hauptversammlungen aktiv ab. Die Tatsache, dass die Deka Investment GmbH dabei im Durchschnitt bei mehr als 30 Prozent der Tagesordnungspunkte gegen die Vorschläge der Unternehmensleitungen stimmte, zeigt, dass sie die Rolle als aktiver Aktionär deutlich kritischer wahrnimmt. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 20 Prozent gelegen. Auf neun Hauptversammlungen meldeten sich die Vertreter der Deka Investment zu Wort. Zukünftig wird dieses Forum noch stärker genutzt, um sich konstruktiv, kritisch und mit einer langfristigen Perspektive mit dem Geschäftsmodell und der Unternehmensführung auseinanderzusetzen. Neben Strategie, Ertrag und Finanzen werden dabei Fragen einer guten Unternehmensführung sowie soziale und umweltbezogene Themen eine Rolle spielen.
 
In 2017 hatten Analysten und Fondsmanager der Deka Investment GmbH mehr als 1.500 Kontakte zu Unternehmen. Dabei wurden je nach Branche und Geschäftsmodell des jeweiligen Unternehmens neben Corporate Governance Themen regelmäßig auch soziale und umweltbezogene Aspekte der Geschäftstätigkeit angesprochen. In Fällen, in denen die Analysten der Deka im Rahmen ihrer Unternehmensanalysen auf Defizite im Umgang mit den Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung stoßen, werden diese im direkten Kontakt mit den Unternehmen angesprochen.
 
Für 2018 plant die Deka Investment GmbH einen weiteren Ausbau der Aktivitäten auf Hauptversammlungen. Neben dem Thema Corporate Governance soll dabei ein besonderes Augenmerk u. a. auf die Themen Klimastrategie, Digitalisierung und Cyber-Security gerichtet werden.
 
Mit der gleichen Überzeugung, mit der wir von den Unternehmen die Einhaltung sozialer, umweltbezogener und auf eine gute Unternehmensführung zielender Standards einfordern, entwickeln wir auch die nachhaltige Unternehmensführung der Deka-Gruppe weiter. Ein wichtiger Schritt hierbei war die Integration unserer Nachhaltigkeitsstrategie in die Geschäftsstrategie im Jahr 2014. Für die in diesem Bericht dargestellten fünf zentralen Handlungsfelder haben wir in der 2016 verabschiedeten Geschäftsstrategie zentrale Eckpunkte definiert und ambitionierte Ziele formuliert.
 
In Folge der Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz vom Dezember 2015 und der Einigung auf eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf maximal zwei Grad Celsius messen wir dabei dem Thema Klimawandel in der aktuellen Geschäftsstrategie besondere Bedeutung zu. An der Notwendigkeit, sich für den Klimaschutz zu engagieren, ändern nach unserer Überzeugung auch die kritischen Äußerungen zu Klimawandel und Klimaschutzpolitik nichts, die wir derzeit von unterschiedlichen Absendern hören. Dennoch können sie sich auf die internationalen Rahmenbedingungen und Zeitpläne auswirken. Wir werden diese Entwicklungen beobachten und im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit analysieren.
 
Rund 28,3 Milliarden Euro haben wir Ende 2017 unter Berücksichtigung von sozialen, umweltbezogenen und auf eine gute Unternehmensführung abzielenden Kriterien angelegt. Darin enthalten sind mehr als zehn Milliarden Euro unserer privaten und institutionellen Kunden, für die wir unser Angebot an nachhaltigen Anlagelösungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert haben. Der 2014 für unsere Eigenanlagen eingeführte Nachhaltigkeitsfilter hat sich in der Praxis bewährt. Der Filter schließt Unternehmen mit kontroversen Geschäftsaktivitäten von der Kapitalanlage aus.
 
Für dieses besondere Engagement im Bereich der nachhaltigen Kapitalanlagen, aber auch für unsere umfassenden Leistungen in den anderen Handlungsfeldern unseres Nachhaltigkeitsmanagements wurden wir auch 2017 von Nachhaltigkeitsanalysten positiv bewertet. Dabei freut es uns besonders, dass uns die renommierte Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research wieder mit dem begehrten oekom Prime Status ausgezeichnet hat. Er wird ausschließlich an Unternehmen verliehen, die den strengen Anforderungen der Agentur an ein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement genügen. Mit einem Rating von C+ erreicht die Deka-Gruppe unter den insgesamt 92 Unternehmen der Vergleichsgruppe eine Top 10-Platzierung. Die ebenfalls deutlich überdurchschnittlichen Bewertungen durch die auf Nachhaltigkeitsaspekte spezialisierten Ratingagenturen imug und MSCI ESG konnten wir im Berichtsjahr erfolgreich bestätigen.


Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltigkeitsbericht 2017 - Deka berichtet erstmals nach dem neuen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG)
 
Die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung haben sich im Berichtsjahr grundsätzlich geändert. Mit der Verabschiedung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG) durch Bundestag und Bundesrat im Frühjahr 2017 wurde das Handelsgesetzbuch (HGB) dahingehend geändert, dass gemäß § 289b HGB größere kapitalmarktorientierte Unternehmen seit Anfang 2017 verpflichtet sind, jährlich eine so genannte nichtfinanzielle Erklärung zu veröffentlichen. Dieser neuen Verpflichtung kommt die Deka-Gruppe mit dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht auf Basis der Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) nach. Der Bericht gibt zudem Auskunft darüber, wie wir bei der Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact vorankommen, zu denen wir uns bereits 2011 bekannt haben.
 
Der Deka-Gruppe hat im Berichtsjahr die UN Women´s Empowerment Principles unterzeichnet; ein starkes Signal zur Förderung von Mitarbeiterinnen in der Deka-Gruppe. Wir freuen uns zudem, dass externe Nachhaltigkeits-Ratingagenturen unsere Führungsrolle im Branchenvergleich bestätigen. Dabei freut uns insbesondere, dass die global tätige Agentur Sustainalytics ihr Rating deutlich nach oben gesetzt hat und die Deka-Gruppe nun erstmals in der bestmöglichen Kategorie „Leader“ einordnet. Dieses positive Bewertung bestärkt uns in der Rolle als Dialogpartner mit unseren Stakeholdern das Thema Nachhaltigkeit gemeinsam voranzutreiben. So hat die Deka Investment GmbH im Berichtsjahr auf einer Vielzahl von Hauptversammlungen verstärkt Impulse für eine nachhaltige Unternehmensführung gesetzt. Nicht zuletzt erreichten die Nachhaltigen Geldanlagen der Deka im Berichtsjahr ein Rekordniveau. So werden in der Deka-Gruppe zum 31.12.2017 rund 28 Mrd. Euro unter Anwendung von ESG-Kriterien verwaltet.

Zum aktuellen Nachhaltigkeitsbericht

Deka wird „Leader“ – Deutliche Ratingverbesserung bei sustainalytics
Grundsätze der Abstimmungspolitik bei Hautpversammlungen
Weiterführende Informationen zur Abstimmungspolitik der Deka bei Hauptversammlungen

Nachhaltigkeitsratings

Unabhängige Rating-Agenturen bestätigen die Umsetzung der nachhaltigen Agenden in der DekaBank.

MSCI Rating
oekom Rating
imug Rating
sustainalytics Rating

Zu den Nachhaltigkeitsratings


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