Presseinformation

Deka: hoher Wertpapierabsatz im Geschäftsjahr 2016

04.04.2017
  • Wachstumsdynamik intakt: Nettovertriebsleistung plus 16,9 Mrd. Euro
  • Steigender Trend zum Wertpapiersparen: knapp 300.000 neue Fondssparverträge
  • Wirtschaftliches Ergebnis in Höhe von 415 Mio. Euro erwartungsgemäß unter Vorjahr
  • Stabile Ausschüttung an die Anteilseigner in Höhe von 155 Mio. Euro, Dividendenrendite 3,4 Prozent
  • Kapitalausstattung weiter verbessert

Die Deka-Gruppe ist 2016 weiter gewachsen: Die Nettovertriebs­leistung bewegte sich mit 16,9 Mrd. Euro erneut auf einem hohen Niveau, wenn auch unter dem hohen Vorjahreswert (19,5 Mrd. Euro). Davon entfallen 9,2 Mrd. Euro (9,3 Mrd. Euro) auf das institutionelle Geschäft und 7,7 Mrd. Euro (10,2 Mrd. Euro) auf das Retailgeschäft. Gegen den Branchentrend entwickelte sich dabei die Nettovertriebs­leistung bei den Aktienfonds (inkl. ETF), die mit 2,4 Mrd. Euro netto im Plus lag (1,4 Mrd. Euro). Die Sparkassen schlossen 2016 rund 300.000 neue Deka-Sparpläne ab, im Schnitt knapp 1.400 Verträge pro Arbeitstag. Der Gesamtbestand erhöhte sich damit zum Ende des Berichtsjahres auf 3,5 Millionen (inkl. Altersvorsorge- und VL-Verträge). Der Trend hin zu Deka-Fondssparplänen hat sich im laufenden Geschäftsjahr weiter ver­stärkt. Bis Mitte März 2017 wurden jede Woche rund 10.000 Neuabschlüsse getätigt.
 
Die Total Assets der Deka-Gruppe erhöhten sich per 31.12.2016 um 17 Mrd. Euro auf 257 Mrd. Euro (240 Mrd. Euro), davon entfallen 242 Mrd. Euro auf Fondsprodukte (228 Mrd. Euro). Die Steigerung von 13 Mrd. Euro im Fondsgeschäft setzt sich aus 9 Mrd. Euro Netto­absatz und 8 Mrd. Euro Performance zusammen, darüber hinaus konnten 4 Mrd. Euro an die Anleger ausgeschüttet werden.
 
Michael Rüdiger, Vorstandsvorsitzender der DekaBank: „Das weiter hohe Momentum unserer Vertriebe ist erfreulich. Angesichts niedriger Zinsen wenden sich immer mehr Anleger Wertpapier­produkten zu und reduzieren Marktrisiken dabei über das regelmäßige Wertpapiersparen. Dies ist ein ermutigendes Zeichen für die Entwicklung der Wertpapierkultur in Deutschland, der Beratung in den Sparkassen kommt hier weiter eine wichtige Rolle zu. Das Geschäft mit institutionellen Investoren ist für die Deka infolge der Ausweitung unseres Angebots für Versicherungen und Pensions­kassen, Stiftungen und Unternehmen mittlerweile ein wichtiger Wachstumstreiber geworden.“
 
Das Wirtschaftliche Ergebnis der Deka-Gruppe lag im Geschäfts­jahr 2016 bei 415 Mio. Euro und damit erwartungsgemäß klar unter dem guten Vorjahreswert von 611 Mio. Euro. Der Rückgang des Ergebnisses beruht jedoch im Wesentlichen auf einer marktbedingt deutlich höheren Zuführung zur Risikovorsorge in Höhe von 210 Mio. Euro (80 Mio. Euro), die zum größten Teil auf Schiffsfinanzierungen entfallen, die vor dem Jahr 2010 abgeschlossen wurden.
  
Die harte Kernkapitalquote (fully loaded) stieg deutlich um 4,3 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent (Ende 2015: 12,4 Prozent).
 
Auf der Grundlage dieser Entwicklung werden unverändert 155 Mio. Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet. Die Dividenden­rendite liegt damit bei 3,4 Prozent.
 
„Das Zahlenwerk der Deka ist solide“, so der Vorstandsvorsitzende Michael Rüdiger weiter. „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Deka ist unsere klare Ausrichtung als Wertpapierhaus der Sparkassen; wir sind in unseren Geschäftsfeldern Asset Management und Kapitalmarkt operativ gut unterwegs. Auf der Basis einer soliden Bilanz­struktur und guten Ertragskraft können wir weiter in die Zukunft investieren und gleichzeitig eine attraktive Dividendenrendite erzielen.“
 
Das Provisionsergebnis, die wesentliche nachhaltige Ertrags­komponente, lag mit 1,1 Mrd. Euro auf dem Niveau des guten Vorjahres­wertes (1,1 Mrd. Euro) und war erneut der wichtigste Ertragsbringer. Dazu trugen die hohe Nettovertriebsleistung, die solide Wertentwicklung und die damit verbundene Erhöhung der Total Assets bei. Erwartungsgemäß ging das Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahreswert auf 139 Mio. Euro (183 Mio. Euro) zurück. Das liegt am verringerten Volumen der zinstragenden Aktiva, vor allem aber am weiter gesunkenen Ertrag aus der kurzfristigen Liquiditätsanlage. Im Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen (253 Mio. Euro) konnte der hohe Vorjahres­wert (293 Mio. Euro) nicht erreicht werden.
 
Der Risikovorsorgebedarf nahm deutlich auf 210 Mio. Euro (80 Mio. Euro) zu. Davon entfielen 195 Mio. Euro (65 Mio. Euro) auf das Kredit­geschäft. Die Risikovorsorge auf Wertpapiere der Kategorien Loans and Receivables (LaR) und Held to Maturity (HtM) belief sich auf 15 Mio. Euro (Vorjahr: 14 Mio. Euro).
 
Die Erträge der Deka-Gruppe lagen nach Risikovorsorge mit 1.404 Mio. Euro unter denen des Vorjahres (1.524 Mio. Euro). Die Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß um 8 Prozent auf 989 Mio. Euro an (914 Mio. Euro). Der Personal­aufwand nahm gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent auf 488 Mio. Euro (470 Mio. Euro) zu. Gründe dafür sind der Anstieg der Mitarbeiter­kapazitäten, unter anderem im Zusammenhang mit dem Ausbau des Digitalen Multikanalmanagements und der Übernahme des S Brokers, sowie tarifliche Gehaltssteigerungen. Der Sachaufwand (ohne Bankenabgabe und Abschreibungen) verzeichnete einen Anstieg um 9 Prozent auf 429 Mio. Euro (393 Mio. Euro) unter anderem für Projekte zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen.
 
Beim Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 rechnet die DekaBank mit einem Wirtschaftlichen Ergebnis, das auf dem Niveau des Jahres 2016 liegen wird.

Wichtige Kennzahlen (nach IFRS)
2016
Mio. Euro
2015
Mio. Euro
Veränderung
in Prozent
Summe Erträge
1.403,7
1.524,1
-7,9
  Zinsergebnis
139,2
182,7
-23,8
  Risikovorsorge 1)
-209,8
-79,5
-163,9
  Provisionsergebnis
1.107,4
1.111,0
-0,3
  Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen
252,8
292,9
-13,7
  Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen
78,9
-77,5
+201,8
Summe Aufwendungen
988,6
913,5
+8,2
Wirtschaftliches Ergebnis 2)
415,1
610,6
-32,0
Nettovertriebsleistung 3)
16.914
19.505
-13,3

1) Darin enthalten ist die Risikovorsorge auf Wertpapiere der Kategorien Loans and Receivables und Held to Maturity in Höhe von -15,2 Mio. Euro (Vorjahr -14,3 Mio. Euro).
2) Das Wirtschaftliche Ergebnis ist die zentrale Steuerungs- und Erfolgsgröße der Deka-Gruppe. Es beinhaltet neben dem IFRS-Ergebnis vor Steuern und der Veränderung der Neubewertungsrücklage vor Steuern insbesondere auch das zins- und währungsinduzierte Bewertungsergebnis aus dem originären Kredit- und Emissionsgeschäft, die nach den Vorschriften der IFRS nicht GuV-wirksam zu erfassen, jedoch für die Beurteilung der Ertragslage relevant sind. Ebenso wird der direkt im Eigenkapital erfasste Zinsaufwand der AT1-Anleihe (Additional Tier 1 Capital) im Wirtschaftlichen Ergebnis berücksichtigt.
3) Die in der Presseinformation ausgewiesene Nettovertriebsleistung beinhaltet, wie auch die Total Assets, die Größen, die für das Wirtschaftliche Ergebnis ausschlaggebend sind. Diese Daten sind nicht mit dem vom BVI veröffentlichten Nettomittelaufkommen und Fondsvermögen vergleichbar. Die Nettovertriebsleistung und die Total Assets umfassen das gesamte Retail- sowie institutionelle Fonds- und Zertifikategeschäft inklusive Masterfonds und ETFs der Deka-Gruppe.  

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