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26.09.2022

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1 Min.

Die Blätter fallen, die Preise steigen

Text:

Die Zinsen steigen, die Inflation liegt aber noch darüber. Aktien bleiben nach Expertenmeinung für den langfristigen Vermögenserhalt essenziell.

„Eine Inflationsrate von zehn Prozent im Herbst ist möglich“, sagte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel Ende August gegenüber der Tageszeitung „Rheinische Post“. Zweistellige Inflationsraten mögen im ersten Moment überraschen, wären aber erklärbar. Im August betrug die Inflationsrate hierzulande 7,9 Prozent und durch den Wegfall des 9-Euro-Tickets und des Tankrabatts dürften die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter anziehen – wodurch auch eine Inflationsrate von zehn Prozent denkbar ist.

„Positive reale Zinsen wird es beim Kontosparen auch in den kommenden Jahren nicht geben.“

Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka

Daher ist die Europäische Zentralbank gezwungen, den steigenden Preisen mit Zinsanhebungen zu begegnen. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka: „Inflation kann das ganze Wirtschaftsleben unterminieren. Bislang haben viele Kritiker der Staatswährungen auf die Instabilität des offiziellen Geldsystems geschimpft. Das Ironische daran war bislang, dass der Geldwert in den letzten 30 Jahren sehr stabil war. Und nun ist das System durch die Inflation bedroht. Da kann man nicht zur Tagesordnung übergehen. Das scheinen einige Marktteilnehmer noch lernen zu müssen.“ Dass sich mit steigenden Zinsen auch die wirtschaftlichen Aussichten eintrüben können, nimmt der Experte in Kauf: „Die Botschaften aus den Notenbanken seit der Konferenz in Jackson Hole lauten, dass sie im Zweifel eher die Konjunktur opfern als die Geldwertstabilität. Und es ist auch eher der Normalzustand, dass man zwischen den beiden Zielen nur eines auswählen kann. In den vergangenen Jahren konnten Notenbanken ausnahmsweise Wachstum und Staatshaushalte unterstützen und gleichzeitig ihren Auftrag der Geldwertstabilität einhalten. Aus diesem geldpolitischen Paradies sind die Notenbanker nun vertrieben worden.“

Ab wann können Sparerinnen und Sparer wieder mit positiven Realzinsen rechnen? Kater: „Die Skandal-Inflationsraten über vier Prozent werden sich im Lauf von 2023 verflüchtigen. Entscheidend für die Geldpolitik ist, wie viel Grundinflation dann noch übrig bleibt. Wahrscheinlich werden wir länger über zwei Prozent Inflation bleiben. Damit können die Zinsen auf keinen Fall wieder sinken. Positive reale Zinsen wird es beim Kontosparen auch in den kommenden Jahren nicht geben. Daher sind Aktien weiterhin essenziell für den langfristigen Vermögenserhalt.“

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