Stand: 14. August 2026
Inflationspause.
Ein Seufzer der Erleichterung ging in der abgeschlossenen Handelswoche durch die Kapitalmärkte, als die Zahlen zur Verbraucherpreisentwicklung in den USA für den Juli eine leichte Entspannung des Inflationsklimas anzeigten. Zusammen mit dem recht schwachen Arbeitsmarktbericht aus der Vorwoche bedeutete dies, dass sich die Gefahr einer Überhitzung der US-Wirtschaft etwas geringer darstellte. Die US-Notenbank müsste entsprechend zumindest im September nicht an der Zinsschraube drehen. Die Aktien- und Anleihemärkte reagierten freundlich. In Deutschland kletterte der Dax auf neue Höchststände. Allerdings muss klar gesehen werden, dass sich solche Einschätzungen gegenwärtig im Wochentakt ändern. Viele Volkswirtschaften werden seit Jahren von ungewöhnlichen Faktoren beeinflusst. Energiepreissteigerungen, die Technologierevolution durch Künstliche Intelligenz oder die Einführungen von Handelsschranken erhöhen massiv die Unsicherheiten, wie sich Wachstum, Inflation und Finanzmärkte langfristig entwickeln werden. Dazu kommen kurzfristige Einflüsse wie die große Trockenheit in Europa, die Produktion und Preise für einige Monate kräftig durcheinanderwirbeln. Trotz dieser Belastungsfaktoren zeigen die Stimmungsbarometer für die deutsche Konjunktur nach oben. Zwar kommen sie alle aus dem tiefroten Bereich, aber Konsum und Investitionen zeigen auch in Deutschland leichte Anzeichen einer Erholung. Weiterhin kaum ein Thema an den Märkten ist der unklare Status der Straße von Hormus. Obwohl offiziell geschlossen, zeigt sich, dass doch erhebliche Mengen an Rohöl aus dem Persischen Golf über diesen Transportweg die Weltmärkte erreicht. Zusammen mit einem immer noch hohen Rohölpreis, der die Nachfrage zurückdrängt, ist der Weltrohölmarkt nicht mehr so stark gestresst wie noch vor einigen Monaten.
Trotz diverser Belastungsfaktoren zeigen die Stimmungsbarometer für die deutsche Konjunktur nach oben.


