Katers Welt

Wie gewonnen, so zerronnen

Die vergangene Aktienwoche begann mit einem Paukenschlag. Mit 13.640 Punkten erreichte der DAX im Handelsverlauf ein neues Allzeithoch. Jedoch war der Jubel noch nicht verklungen, da zog sich das Börsenbarometer schon wieder zurück. Auch die Renditen an den Anleihemärkten sanken als Ausdruck einer Flucht der Anleger in sichere Häfen. Die Ängste vor den ökonomischen Auswirkungen der in China ausgebrochenen hoch ansteckenden Lungenkrankheit überschatteten den sonst eigentlich positiven Wirtschaftsausblick. Man dachte zurück an die SARS-Pandemie im Jahr 2003, die in einigen asiatischen Ländern die gesamtwirtschaftliche Entwicklung spürbar abgebremst hatte. Zum Wochenausklang erholten sich die Märkte allerdings wieder.

Die Nachrichten über die gesundheitliche Bedrohung aus China werden von den Börsianern weiterhin aufmerksam verfolgt, wenngleich die Erfahrung für eine allenfalls geringe mögliche Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung spricht. Über die Konjunktur im vierten Quartal 2019 bekommen wir in dieser Woche mit den Bruttoinlandsveröffentlichungen für die USA und Euroland mehr Informationen. Für die Aktienmärkte ist die Unternehmensberichtssaison ein wichtiges Thema dieser Woche. Sie ist in den USA schon in vollem Gange und nimmt in Europa Fahrt auf. Zudem entscheiden die US-Notenbank Fed und die Bank of England über ihre Leitzinsniveaus. Am Freitag ist dann endlich der Austrittstermin des Vereinigten Königreichs aus der EU erreicht und damit der Beginn eines neuen Kapitels der britischen und europäischen Geschichte.

Veröffentlicht am: 27.01.2020.

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Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

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