Katers Welt vom 09.12.2019

Angeschlagene Automobil-Branche

Nach wie vor beherrscht das Ping-Pong um eine erste Einigung im US-chinesi-schen Handelsstreit die täglichen Ausschläge an den Aktien- wie auch an den Anleihemärkten. Der Deutsche Aktienindex DAX hat sich im Verlauf der vergangenen Woche schnell wieder von seinem kurzzeitigen leichten Rückgang erholt, dem guten US-Arbeitsmarktbericht sei Dank. Die Nachrichten aus der Industrie hellen sich weiter auf, mit einer Ausnahme: In Deutschland zeigt sich immer deutlicher, dass die Probleme des Automobilsektors tiefer gehen als bislang wahrgenommen. Sowohl die Absätze als auch die Produktion in der deutschen Vorzeigebranche gehen deutlich zurück. Das verheißt nichts Gutes für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im laufenden vierten Quartal. Die grundsätzliche Richtung an den Aktienmärkten wird in den kommenden Monaten davon abhängen, ob die Weltwirtschaft den bisherigen moderaten Wachstums-kurs weiter fortsetzen kann.

Es ist wieder einmal eine Woche der Zentralbanken. Die amerikanische Noten-bank Fed wird bei ihrem letzten Zinsentscheid in diesem Jahr – nach drei Sen-kungen in Folge – keine Änderung an ihrem Leitzinsintervall mehr vornehmen. Etwas mehr Spannung versprechen hingegen die Leitzinserwartungen des US-Zentralbankrats, denn an den Märkten wird weiterhin eher mit nochmaligen Zinssenkungen gerechnet. In Europa richten sich die Blicke auf Frankfurt. Bei der ersten Ratssitzung der EZB mit Christine Lagarde als Präsidentin dürfte sich das Gremium um Kontinuität bemühen. Die Aussagen zu den zukünftigen Leitzinsen und Wertpapierkäufen sollten unverändert bleiben. Highlight aus britischer Sicht sind die vorgezogenen Neuwahlen am Donnerstag.

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Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

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