Sie nutzen aktuell den Internet Explorer. Dieser Webbrowser ist veraltet und entspricht nicht den aktuellen Sicherheitsstandards. Außerdem werden viele aktuelle Designstandards nicht unterstützt.

Für eine sichere und schnelle Nutzung unseres Angebots verwenden Sie bitte einen aktuellen Browser.

21.02.2022

|

1 Min.

"Inflationszug rechtzeitig stoppen"

Text:

Die Inflationsraten sind im Januar 2022 weiter gestiegen - in den USA auf 7,5 Prozent, in Euroland auf 5,1 Prozent. Diese Entwicklung können die Notenbanken nicht länger ignorieren.

Besonders in den USA rechnen die Volkswirte daher zeitnah mit mehreren Zinsschritten. Die Europäische Zentralbank hält sich hingegen mit konkreten Ankündigungen noch zurück, was Kritik hervorruft. „Zwei Prozent Inflation gelten als natürliche Körpertemperatur der Wirtschaft, bei der Unternehmen und Geldpolitik am besten arbeiten können. Die Gefahr liegt jetzt darin, dass sich die Akteure an die gegenwärtigen hohen Inflationsraten gewöhnen und sich damit die Inflation über zwei Prozent festsetzt. Dagegen sollte die Geldpolitik frühzeitig einschreiten. Denn je länger sich der Inflationszug schon in Bewegung gesetzt hat, um so aufwändiger und teurer wird es, ihn wieder zu stoppen“, warnt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka.

Dabei hat Kater auch Lob für die Krisenbewältigung der EZB parat: „Bei der Stabilisierung der Volkswirtschaften war die Geldpolitik in den letzten beiden Jahren richtig und erfolgreich. Mittlerweile ist jedoch die Erholung der Weltwirtschaft trotz Omikron sehr robust. Der Notfallmodus der Geldpolitik wird nicht mehr benötigt. Die Zinsen müssen normalisiert werden.“

Nach Ansicht von Kater werden im weiteren Jahresverlauf rückläufigere Preissteigerungsraten zu sehen sein. Diesem favorisierten Szenario steht allerdings das Risiko gegenüber, dass die hohen Inflationsraten spürbar höhere Lohnabschlüsse nach sich ziehen und Preis-Lohn-Spiralen in Gang gesetzt werden. Derzeit sieht es aber so aus, als würde sich der Aufschwung mit anhaltend guten Umsatz- und Gewinnperspektiven für die Unternehmen fortsetzen.

Aufgrund der Unsicherheit, wie die geldpolitische Normalisierung vonstatten geht, ist eine breite Aufstellung im Portfolio zielführender denn je – mit einer Nutzung der Renditechancen der Aktienmärkte wie auch der Diversifikationseffekte der Rentenanlage. „Trotz aller Renditeanstiege zeichnet sich dabei ab, dass auch mit der Zinswende liquide und sichere Zinsanlagen bis auf Weiteres nach Abzug der Inflation keinen positiven Ertrag erzielen werden, und zwar über die gesamten Zwanzigerjahre hinweg. Bei Anleihen erscheint ein schrittweiser Einstieg sinnvoll, insbesondere im höher verzinsten Segment. Am bequemsten sind aus Anlegersicht Mischfonds, bei denen die notwendigen Umschichtungen innerhalb des Fonds durchgeführt werden“, so Kater.

Artikel, die mit Namen oder Signets des Verfassers gekennzeichnet sind stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann die Redaktion für die Richtigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen. Die Angaben dienen der Information und sind keine Aufforderungen zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Herausgeber: DekaBank, Mainzer Landstraße 16, 60325 Frankfurt am Main, www.dekabank.de

Chefredakteur: Olivier Löffler (V. i. S. d. P.)

Projektleitung: Ralf Kustermann

Verlag: S-Markt & Mehrwert GmbH & Co. KG. - Ein Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe, Grenzstraße 21, 06112 Halle, www.deka.de/fondsmagazin, E-Mail: fondsmagazin@deka.de, Fax: +49 345560-6230 

Postanschrift: fondsmagazin Leserservice, Grenzstraße 21, 06112 Halle

Redaktion: Therese Dressel, Pamela Kapfenstein, Annekatrin Lacroix, Michael Merklinger, Diana Pfordte, Robert Thiel, Peter Weißenberg

Grafik/Infografiken: KD1 Designagentur, Köln

Sie möchten uns schreiben? Schicken Sie Ihre Anregungen, Ideen und natürlich auch Kritik einfach per E-Mail an fondsmagazin@deka.de.