Vermögensbildung

Fünf Anlageideen für 2020

Von traditionellen Investmentstrategien bis zu weltbewegenden, aktuellen Themen – auch das neue Jahr bietet vielfältige Renditechancen.



Zumindest über eine Sache braucht man sich beim Projekt „Geldanlage 2020“ keine Gedanken machen: übers Zinssparen. Bei Tagesgeld, Sparbriefen und inzwischen sogar vielen Anleihen dürfte noch über Jahre die Null stehen. „In dieser neuen Zinswelt verursachen sichere, festverzinsliche Sparformen spätestens nach Abzug der Inflation Kosten anstatt Erträge abzuwerfen“, sagt Deka-Stratege Joachim Schallmayer im Interview.


Etwas Risikobereitschaft muss sein

Aber wohin dann mit dem Ersparten? Das Umfeld aus moderatem Wachstum, mäßiger Inflation und expansiver Geldpolitik spricht nicht nur für dauerhaft niedrige Zinsen. Es spricht auch für Investments in Wertpapiere – allen voran in Aktien. „Dabei sollten Anleger aber nicht alles auf einen Schlag investieren, sondern „Schritt für Schritt, aber gleichwohl konsequent vorgehen“, so Schallmayer.

Doch auch Offene Immobilienfonds haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie die Inflation schlagen können. Zertifikate wiederum punkten mit ihrer Flexibilität, denn sie bieten in nahezu jedem Marktumfeld attraktive Anlagemöglichkeiten. Für welche Optionen sich Anleger auch entscheiden, sie müssen etwas Risikobereitschaft mitbringen. Denn absolute Sicherheit kostet in der neuen Zinswelt richtig Geld. Hier sind fünf Anlageideen für das neue Jahrzehnt:

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1. Nachhaltig investieren

Der Klimawandel ist allgegenwärtig und stand auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos wieder vorn auf der Tagesordnung – aus gutem Grund. Nach aktuellen Messungen der Nasa war 2019 weltweit das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1880. Dabei sind es weniger einzelne Spitzenwerte, die die Forscher der Weltraumbehörde beunruhigen, sondern der Langfrist-Trend. „Seit 1960 ist jede Dekade wärmer als die vorige“, so Nasa-Experte Gavin Schmidt. „Wir wissen, dass vor allem die Treibhausgase hinter dem Anstieg stecken.“ Für die 2020er prognostizieren die Forscher eine Fortsetzung des Temperaturanstiegs. „Es ist höchste Zeit, den Trend aufzuhalten“, sagt Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei der Deka.


So schreitet die Erderwärmung voran

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Animation: KD1

Hier können auch Wertpapiersparer mithelfen. Wer sich für Nachhaltigkeitsfonds entscheidet, unterstützt Unternehmen, die ökologisch und sozial verantwortungsvoll wirtschaften – was auch für den langfristigen Erfolg ihrer Aktien spricht. Und je mehr Anleger ihr Geld in nachhaltigen Investments anlegen, desto stärker wird der Druck auf Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung noch nicht stellen.

Der neue Fonds Deka Portfolio Nachhaltigkeit Globale Aktien investiert weltweit und breit gestreut in Firmen, die nach Kriterien wie Umweltmanagement, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung ausgewählt werden. Außerdem legt das Fondsmanagement besonderen Wert darauf, dass die Aktien für das Portfolio in der Vergangenheit unterdurchschnittliche Kursschwankungen aufwiesen – auch wenn sich der Fonds nicht den typischen wirtschaftlichen und politischen Risiken der Aktienmärkte entziehen kann. Wertschwankungen, die das Anlageergebnis belasten können, sind nicht auszuschließen. Was diesen Nachhaltigkeitsfonds so besonders macht, lesen Sie hier.



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2. Auf Dividenden setzen

Back to the Basics, hat sich die Deka schon im Sommer 2010 gesagt und den Aktienfonds Deka-DividendenStrategie aufgelegt. Fondsmanager Ralf Dietl investiert rund um den Globus in Unternehmen mit bewährten Geschäftsmodellen, die dauerhaft und mit möglichst steigender Tendenz ihre Aktionäre an den Gewinnen teilhaben lassen.

Heute wird zwar häufig mehr über die Kursentwicklung von Aktien gesprochen, ursprünglich war aber meist die Dividende der Hauptgrund für den Aktienkauf. Wie Langzeitstudien belegen, machen Dividenden bis in die Gegenwart je nach Markt und Zeitraum der Untersuchung etwa 40 bis 60 Prozent der Gesamterträge von Aktien aus.


Fast 50 Milliarden Euro für die Anleger

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Grafik: KD1

Wie attraktiv die Dividendenzahlungen sein können, zeigt auch der Deka-DividendenStrategie. Der Fonds reicht die Dividenden der Unternehmen, in die er investiert hat, im Frühjahr und im Herbst an die Anleger weiter. Wer bei der Auflegung im August 2010 Fondsanteile im Wert von 10.000 Euro gekauft hatte, kann sich heute über insgesamt 3.822 Euro an Ausschüttungen freuen.

„Nach aktuellem Stand werden 2020 weltweit wieder sehr hohe Dividenden gezahlt. Im Deka-DividendenStrategie beträgt die Ausschüttungsrendite in Relation zum aktuellen Fondskurs rund 3 Prozent“, so Fondsmanager Ralf Dietl. Allerdings sind Dividenden anders als Zinsen nicht in Stein gemeißelt. Bei schlechter Geschäftslage können Unternehmen sie kürzen oder gar komplett streichen. Hinzu kommt wie immer bei Aktien das Risiko von Kursrückgängen. Daher sind auch Dividendenfonds ein Investment für die lange Frist.



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3. Wachstumsmotor Asien

Die USA und China haben sich wenigstens auf eine Teillösung im Handelsstreit geeinigt und auch das Coronavirus sollte hoffentlich nicht längerfristig bremsen. Die Fundamentaldaten in der Region können sich jedenfalls sehen lassen. Die Deka prognostiziert für Asien – Japan ausgenommen – ein Wirtschaftswachstum von gut 5 Prozent im laufenden Jahr. „Asien bleibt der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft“, kommentiert Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater.

Schon bald wollen sich überdies 15 asiatische Staaten, die für etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung stehen, zu einer Freihandelszone zusammenschließen. Mittelfristig dürfte ihr Gewicht an der Weltwirtschaft deutlich steigen. Weil die Aktienmärkte in der Region noch dazu vergleichsweise günstig bewertet sind, hat Asien auch für Anleger Potenzial.

Der Aufstieg der Schwellenländer verläuft allerdings nicht geradlinig, ein paar Stolpersteine gehören dazu. Daher schwanken die Kurse an den Börsen der Emerging Markets meist überdurchschnittlich. Asiatische Aktien sind vor allem als Beimischung für chancenorientierte Anleger interessant, die bereit sind höhere Kurs- und Währungsrisiken zu tragen.


Asien zieht davon

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Grafik: KD1

Mit dem DekaLuxTeam-Aktien Asien investieren Anleger breit diversifiziert in Länder von China über Indien und die Philippinen bis Südkorea. Gegenwärtig ist die IT-Branche mit Unternehmen wie dem Chiphersteller Taiwan Semiconductor, den Internetgiganten Alibaba und Tencent sowie Samsung mit Abstand am höchsten im Fondsportfolio gewichtet.



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4. Das Zeitalter der Metropolen

1920 wohnte weniger als ein Drittel der Weltbevölkerung in Städten, 2050 werden es laut einer Prognose der Vereinten Nationen mehr als zwei Drittel sein. Vor allem Großstädte – die Metropolen dieser Welt – gewinnen an Einfluss. Am stabilen Trend zur Urbanisierung können Anleger mit Offenen Immobilienfonds teilhaben.


Metropolen als wirtschaftliche Zentren

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Grafik: KD1

„Je mehr Menschen in Städten leben und arbeiten, desto stärker steigt dort die Nachfrage nach Büros, Hotels, Logistik- und Einzelhandelsflächen“, erklärt Immobilien-Experte Esteban de Lope von der Deka: „Genau auf solche Arten von Gewerbeimmobilien setzt auch unser neuer Fonds Deka-ImmobilienMetropolen.“ Der Fonds investiert in Metropolen, die in punkto Urbanisierung, Globalisierung, New Work oder Ökologie zu den Top-30-Standorten der Welt gehören. Dazu zählen bekannte Namen wie New York, Paris und Tokio, aber auch aufstrebende Metropolen wie Prag und Oslo qualifizieren sich. Im Dezember hat das Fondsmanagement in London mit dem Bürohaus „Moorgate 51“ das erste Objekt für den Deka-ImmobilienMetropolen erworben. Bald sollen weitere Ankäufe folgen.



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5. Das fehlende Puzzlestück

Was Chancen und Möglichkeiten angeht, unterscheiden sich Zertifikate grundlegend von Investmentfonds; deshalb ergänzen sich die Anlageformen so gut. „So gibt es zum Beispiel Zertifikate mit fester Verzinsung und kurzen Laufzeiten schon ab sechs Monaten“, erklärt Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking, Produktmanagement und Product Sales bei der DekaBank. „Weit verbreitet sind auch Zertifikate, die selbst bei leicht fallenden oder seitwärts laufenden Märkten positive Erträge erzielen können und mit Risikopuffer ausgestattet sind.“

Bei den Risiken sollten Anleger beachten, dass es sich bei Zertifikaten um Inhaberschuldverschreibungen handelt. Wenn der Emittent eines Zertifikats pleitegeht, sind davon auch die Anleger betroffen – im schlimmsten Fall mit einem Totalverlust. Ein Minus kann aber auch auftreten, wenn der Basiswert eines Zertifikats, beispielsweise ein Aktienindex oder eine Einzelaktie, so stark fällt, dass der Risikopuffer nicht ausreicht.

Zwei Beispiele die zeigen, was mit Zertifikaten möglich ist: Express-Zertifikate richten sich an Anleger, die eher mit einem Seitwärtstrend an den Börsen rechnen. Denn Zinsen fließen in der Regel auch, wenn der Basiswert auf der Stelle tritt. Je nach Marktentwicklung können Express-Zertifikate zudem vorzeitig inklusive Zins zurückgezahlt werden – oder sie laufen bis zum Ende der meist vier- bis sechsjährigen Laufzeit. Express-Zertifikate sind mit Risikopuffer ausgestattet; außerdem gibt es weitere Varianten mit sinnvollen Extras wie Airbag oder Memory-Mechanismus. Die Sparkassenberater wissen, welche der Optionen zum einzelnen Anleger passen.

Auch mit Details zu Tresor-Anleihen können die Berater helfen. Diese Zertifikate-Gattung verknüpft für eher konservative Anleger interessante Gewinnmöglichkeiten mit klar definierten Absicherungsmechanismen. Bei Tresor-Anleihen mit Cap partizipieren Investoren bis zu einer Obergrenze an steigenden Notierungen des zugrunde liegenden Basiswerts – wie beispielsweise dem Aktienindex Euro Stoxx 50®. Dabei haben sie ein hohes Absicherungsniveau gegen fallende Kurse des Basiswerts zum Laufzeitende. Auf der Zertifikate-Website der Deka bekommen Interessierte einen Überblick über das aktuelle Angebot.

Schon diese fünf Anlageideen zeigen, dass Wertpapiersparern auch in der neuen Zinswelt genügend Optionen bleiben. Für welche davon sie sich entscheiden, hängt von den individuellen Zielen, Bedürfnissen und Vorlieben ab. Für jedes Wertpapierdepot gilt aber, dass die einzelnen Bestandteile sich gut ergänzen sollten. Das ist schon mit einigen wenigen Fonds und Zertifikaten machbar. Auf welche Weise es am besten geht, können Sparkassenberater mithilfe moderner Beratungstools ermitteln.

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, Verkaufsprospekte und Berichte, die in deutscher Sprache bei der Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de, erhältlich sind.

Vor einer Anlageentscheidung in Zertifikate wird potenziellen Anlegern empfohlen den Wertpapierprospekt zu lesen, um mögliche Risiken und Chancen der Anlageentscheidung vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts durch die zuständige Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Der Wertpapierprospekt und eventuelle Nachträge können heruntergeladen werden.Sämtliche Wertpapierinformationen sowie die aktuellen Basisinformationsblätter sind ebenfalls bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt kostenlos erhältlich. Hinweis: Sie sind im Begriff ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Quelle: fondsmagazin.de, 29.01.2020
Text: Daniel Evensen

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Bild: iStock

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