Presseinformation

Deka-Prognose: Deutsche Wirtschaft im Herbst 2021 wieder auf Vor-Corona-Niveau

25.06.2020
  • Trotz starker Wirtschaftserholung: Vertrauen noch angekratzt
  • Weltweite Konjunkturpakete zeigen Wirkung
  • Gewinnerholung bei Aktien schreitet voran

Die Volkswirte der DekaBank rechnen für das Jahr 2020 mit einem Wachstumsrückgang der Weltwirtschaft von 3,5 Prozent. „Trotz aller gegenwärtigen Hürden erwarten wir, dass die deutsche Wirtschaft im Herbst kommenden Jahres wieder auf dem Vorkrisenniveau produziert“, prognostiziert Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. So sei im Jahr 2021 hierzulande mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 5,6 Prozent zu rechnen. „Wichtig für die schnelle Rückkehr zur Normalität ist, dass die Verbraucher und Unternehmen wieder Vertrauen schöpfen und aus dem Corona-Alptraum erwachen“, erklärt Kater. Die langfristigen Folgen der tiefen Wirtschaftskrise sieht der Deka-Chefvolkswirt insbesondere in einer angestiegenen Verschuldung, in einer beschleunigten Deglobalisierung sowie in einer weiter angeheizten Verteilungsdebatte.
 
Trotz des enormen Umfangs der Wirtschaftspakete und dem damit verbundenen ‚Geldregen‘ geht Kater von keiner unmittelbaren Inflationsgefahr aus. Zwar steige die Kreditvergabe und die breite Geldmenge deutlich an, aber auf absehbare Zeit hielten die Konsumenten lieber weiterhin ihr Geld, als es auszugeben. „Wir rechnen eher mit steigenden Preisen von Aktien und Immobilien als von Konsumgütern“, sagt Kater.
 
Gewinnfantasie beflügelt die Aktienkurse
Anders als bei den Konsumenten ist das Vertrauen in die Aktienmärkte bereits wieder zurückgekehrt. „Die schnellen und entschlossenen Eingriffe der Notenbanken haben den Boden für die Rallye an den Aktienmärkten bereitet", erklärt Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmarkt und Strategie der DekaBank. Dieses Vertrauen spiegle sich auch in der Aktienkursentwicklung der vergangenen Wochen wider: „Dank der stabilisierenden Maßnahmen sowie der stärkenden fiskalpolitischen Pakete nehmen die Aktienkurse eine rasche Gewinnaufholung der Unternehmen vorweg“, sagt Schallmayer. Zwar hätten sich die Aktienmärkte schon wieder deutlich erholt, allerdings werde es noch etwas dauern, bis die Gewinne wieder auf Vorkrisenniveau seien.
 
Stark angestiegen seien hingegen die Unternehmensbewertungen. Wurde der DAX Ende 2019 noch mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14,2 gehandelt, liege dieses derzeit bei einem geschätzten KGV von 17,1. Damit seien die Aktien im Moment zwar nicht mehr billig, Grund zur Sorge sieht Schallmayer aber nicht: „Aktuell sind die Kurse den erwarteten Gewinnentwicklungen etwas vorausgeeilt, so dass die Bewertungen die Kursdynamik nach oben etwas abbremsen können. Allerdings werden steigende Unternehmensgewinne auch weiter steigende Aktienkurse fundamental rechtfertigen.“
 
Aufgrund der vielfältigen Unsicherheiten seien eine breite Streuung und aktive Aktienauswahl wichtiger denn je. „Während die USA von der Stärke und Stabilität einiger weniger Technologie-Zugpferde profitieren, ergeben sich sowohl in Europa als auch in den Schwellenländern zyklische Chancen“, schildert Schallmayer. Dafür sprächen seiner Einschätzung nach vor allem die dort zum Teil niedrigeren Bewertungen. „Die Erholung der Aktienkurse wird auch dort nicht rückschlagfrei vonstattengehen. In einem solchen Umfeld bleibt die Aktie als Anlagebaustein unabdingbar, um an der Entwicklung der Realwirtschaft teilnehmen zu können.“

Über die Deka

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von rund 313 Mrd. Euro (per 31.12.2019) sowie rund 4,8 Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapier­geschäft aus.

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