Presseinformation

DekaBank erzielt stabiles Halbjahresergebnis

28.08.2019
  • Wirtschaftliches Ergebnis mit 223 Mio. Euro auf Vorjahresniveau
  • Nettovertriebsleistung mit insgesamt 6,7 Mrd. Euro im Plus
  • 200.000 neue Wertpapiersparpläne abgeschlossen
  • Harte Kernkapitalquote (fully loaded) bei 15,2 Prozent

Die Deka-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2019 ein Wirtschaftliches Ergebnis in Höhe von 223 Mio. Euro, das damit stabil auf dem Vorjahresniveau liegt (1. Halbjahr 2018: 223 Mio. Euro). Trotz der hohen Marktvolatilität und des Börseneinbruchs im Dezember 2018 legten Sparer und institutionelle Investoren in den ersten sechs Monaten netto 6,7 Mrd. Euro zusätzliche Gelder an. Die Dynamik in der Nettovertriebsleistung war damit gleichwohl niedriger als im Vorjahr (10,6 Mrd. Euro). Im Retailgeschäft reagierten die Anleger auf die hohen Marktvolatilitäten im Jahr 2018 mit Zurückhaltung bei Renten- und Mischfonds sowie bei defensiven Vermögensmanagement-Produkten. Weiter nachgefragt waren dagegen insbesondere Immobilienfonds (1,5 Mrd. Euro), Aktienfonds (1,3 Mrd. Euro) und Zertifikate (2,8 Mrd. Euro). Ungebrochen ist der Trend zum Wertpapiersparen: Im ersten Halbjahr wurden netto 200.000 Sparpläne abgeschlossen; nach 173.000 im Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von rund 16 Prozent. Damit erhöhte sich der Bestand auf 4,7 Millionen Verträge (Ende 2018: 4,5 Millionen). Insgesamt summierte sich der Nettoabsatz im Retailgeschäft auf 4,4 Mrd. Euro (1. Halbjahr 2018: 6,6 Mrd. Euro). Im Institutionellen Geschäft lag die Nettovertriebsleistung bei 2,3 Mrd. Euro (3,9 Mrd. Euro). Die Total Assets der Deka-Gruppe stiegen im ersten Halbjahr 2019 um rund 8 Prozent auf 298 Mrd. Euro (Ende 2018: 276 Mrd. Euro).
 
Michael Rüdiger, Vorstandsvorsitzender der DekaBank: „Die Deka hat im ersten Halbjahr 2019 ein Wirtschaftliches Ergebnis erzielt, das sehr stabil auf dem Vergleichswert des Vorjahres liegt. Dank der klaren Ausrichtung auf die Sparkassen und ihre Kunden konnten wir Zins-, Provisions- und Finanzergebnis im Vergleich zum Vorjahreswert steigern. Das zeigt, dass die DekaBank im operativen Geschäft gut unterwegs ist. Wir sind mit dem bisherigen Geschäftsverlauf im Jahr 2019 zufrieden.“
 
Das Provisionsergebnis belief sich auf 591 Mio. Euro (1. Halbjahr 2018: 564 Mio. Euro) und machte damit wieder fast 80 Prozent der Erträge aus. Die Provisionen aus dem Investmentfondsgeschäft erhöhten sich vor allem aufgrund von im ersten Halbjahr gestiegenen bestandsbezogenen Provisionen. Das Zinsergebnis in Höhe von 98 Mio. Euro lag im Vergleich zum Vorjahr (78 Mio. Euro) deutlich im Plus. Die Risikovorsorge im Kredit- und Wertpapiergeschäft belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf -11 Mio. Euro (15 Mio. Euro). Dabei entfielen auf das Kreditgeschäft -10 Mio. Euro (6 Mio. Euro) und auf Wertpapiere knapp -2 Mio. Euro (10 Mio. Euro).
 
Das Finanzergebnis übertraf mit 148 Mio. Euro den vergleichbaren Vorjahreswert (97 Mio. Euro). Das Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen lag mit 121 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (139 Mio. Euro). Das Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen stieg dagegen auf 27 Mio. Euro (-43 Mio. Euro). Wesentlicher Grund für den Anstieg waren die positiven Bewertungseffekte aus Wertpapieren im Zuge der Spreadentwicklungen im ersten Halbjahr 2019. Im Vorjahreszeitraum kam es aufgrund der Spreadentwicklungen noch zu einem negativen Ergebniseffekt. Im Vorjahreswert ist eine Auflösung von pauschaler Vorsorge zur Abdeckung potenzieller Risiken in Höhe von 30 Mio. Euro enthalten. Die Bildung und Auflösung des pauschalen Vorsorgebetrags findet im Wirtschaftlichen Ergebnis außerhalb der IFRS-GuV und ohne konkrete Zuordnung auf die Geschäftsfelder Berücksichtigung.
 
Das Sonstige betriebliche Ergebnis betrug -54 Mio. Euro (-16 Mio. Euro). Negativ wirkten sich hier versicherungsmathematische Verluste bei Pensionsrückstellungen in Höhe von -57 Mio. Euro aus, welche aus dem marktbedingten Rückgang des Rechnungszinses auf 1,15 Prozent resultierten (Ende 2018: 1,90 Prozent). Die versicherungsmathematischen Effekte sind in der IFRS-GuV nicht enthalten, da sie direkt über das Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) gebucht werden, wohingegen sie im Wirtschaftlichen Ergebnis als Periodenergebnis erfasst werden.
 
Die Erträge konnten um rund 5 Prozent auf 771 Mio. Euro gesteigert werden (1. Halbjahr 2018: 738 Mio. Euro). Die Aufwendungen lagen mit 548 Mio. Euro um 6 Prozent über denen des ersten Halbjahres 2018 (515 Mio. Euro). Wie in den Vorjahren wurden der volle Jahresbeitrag (17 Mio. Euro) zur Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen sowie die europäische Bankenabgabe (40 Mio. Euro) bereits in den Aufwendungen berücksichtigt.
 
Das Aufwands-Ertrags-Verhältnis konnte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert leicht verbessert werden und lag bei 69,7 Prozent (71,3 Prozent). Die Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern) lag bei 9,3 Prozent (9,6 Prozent). 
 
Die Finanz- und Vermögenslage der Deka-Gruppe stellt sich weiterhin solide dar. Die harte Kernkapitalquote (fully loaded) stand zur Jahresmitte 2019 bei 15,2 Prozent (Ende 2018: 15,4 Prozent). Die Liquidity Coverage Ratio der Deka-Gruppe belief sich auf 137,9 Prozent und lag damit deutlich oberhalb der Mindestanforderung von 100 Prozent.


Wichtige Kennzahlen (nach IFRS)
1. Halbjahr
2019
Mio. Euro
1. Halbjahr
2018
Mio. Euro
Veränderung
in Prozent
 
Summe Erträge
771,4
737,8
4,6
 
  Zinsergebnis
97,5
77,6
25,6
 
  Risikovorsorge 
-11,4
15,4
-174,0
 
  Provisionsergebnis
591,4
563,9
4,9
 
  Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen 
120,9
139,4
-13,3
 
  Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen
27,2
-43,0
163,3
 
  Sonstiges betriebliches Ergebnis
-54,1
-15,5
-249,0
 
Summe Aufwendungen
548,3
515,1
6,4
 
Wirtschaftliches Ergebnis
223,1
222,6
0,2
 
Nettovertriebsleistung
6.703
10.570
-36,6
 

Online-Halbjahresfinanzbericht 2019

Über die Deka

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von rund 276 Mrd. Euro (per 31.12.2018) sowie rund 4,7 Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapier¬geschäft aus.

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