Presseinformation

Sparkassen-Kunden kaufen mehr Deka-Wertpapiere

22.08.2018
  • 10,6 Mrd. Euro Gesamt-Nettoabsatz im ersten Halbjahr 2018, davon 6,6 Mrd. Euro mit Sparkassenkunden
  • Retail-Wertpapierabsatz getrieben durch Immobilien- und Aktienfonds sowie Zertifikate
  • Institutionelles Geschäft wächst mit plus 3,9 Mrd. Euro marktbedingt langsamer als im Vorjahr
  • Wirtschaftliches Ergebnis liegt bei 222,6 Mio. Euro
  • Harte Kernkapitalquote (fully loaded) bei 18 Prozent

Sparer und Profianleger haben im ersten Halbjahr 2018 erneut Wertpapiere der Deka in zweistelliger Milliardenhöhe gekauft. Nach dem Rekordabsatz­jahr 2017 (12,6 Mrd. Euro im ersten Halbjahr) lag die Gesamt-Nettovertriebsleistung der Deka-Gruppe 2018 bei 10,6 Mrd. Euro. Treiber war vor allem das Retailgeschäft mit 6,6 Mrd. Euro (Vorjahres­zeitraum: 5,7 Mrd. Euro). Hauptabsatzträger waren Aktienfonds (1,1 Mrd. Euro), Immobilienfonds (1 Mrd. Euro) und Zertifikate (3 Mrd. Euro). Auch die Nachfrage nach Sparplänen hält weiter an: In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden netto 173.000 neue Wertpapiersparpläne abgeschlossen. Die Differenz zum Vorjahreszeitraum (300.000 neue Sparpläne) liegt hauptsächlich daran, dass im ersten Quartal außergewöhnlich viele VL-Sparpläne ausliefen. Der Gesamtbestand erhöhte sich auf insgesamt 4,3 Millionen Verträge. Im institutionellen Geschäft hingegen verlangsamte sich das Wachstum marktbedingt auf 3,9 Mrd. Euro (6,9 Mrd. Euro). Die Total Assets der Deka-Gruppe stiegen auf 287,9 Mrd. Euro (Ende 2017: 282,9 Mrd. Euro). Davon entfielen 268,8 Mrd. Euro (265,3 Mrd. Euro) auf Fondsprodukte und 19,1 Mrd. Euro (17,6 Mrd. Euro) auf Zertifikate.
 
Das Wirtschaftliche Ergebnis der Deka-Gruppe liegt mit 222,6 Mio. Euro unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (241,3 Mio. Euro). Gründe für die Differenz waren marktbedingte negative Bewertungseffekte auf Wertpapierbestände und Pensionsrückstellungen.
 
Michael Rüdiger, Vorstandsvorsitzender der DekaBank: „Die Deka ist auch im ersten Halbjahr in stabilem Fahrwasser. Erfreulich ist, dass die Wachstumsdynamik insbesondere bei Retailkunden anhält. Der Trend im Sparplan-Geschäft ist ungebrochen.“
 
Fast 80 Prozent der Erträge entfallen auf das Provisionsergebnis, das sich Ende Juni 2018 auf 563,9 Mio. Euro (573,2 Mio. Euro) beziffert. Der leichte Rückgang resultierte insbesondere aus niedrigeren Provisionen im Kommissionsgeschäft der DekaBank. Dagegen konnten die Provisionen aus dem Investmentfondsgeschäft und aus dem Depotgeschäft gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert gesteigert werden. Das Zinsergebnis in Höhe von 77,6 Mio. Euro übertraf das des Vorjahres (73,1 Mio. Euro) um 6,2 Prozent. Der Risikovorsorgesaldo im Kredit- und Wertpapiergeschäft lag insbesondere aufgrund der Auflösung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen bei 15,4 Mio. Euro (12,6 Mio. Euro). Dabei entfielen auf das Kreditgeschäft 5,9 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro) und auf Wertpapiere 9,5 Mio. Euro (11,8 Mio. Euro).
 
Das Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen konnte mit 139,4 Mio. Euro den Vorjahreswert (167,5 Mio. Euro) nicht erreichen. Das Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen belief sich auf -43,0 Mio. Euro (Vorjahr: -94,9 Mio. Euro). Wesentliche Gründe waren negative Bewertungseffekte aus Wertpapieren im Zuge der Spreadentwicklungen im 1. Halbjahr. Aus der pauschalen Vorsorge zur Abdeckung potenzieller Risiken wurden 30 Mio. Euro aufgelöst. Die Bildung und Auflösung des pauschalen Vorsorgebetrags findet im Wirtschaftlichen Ergebnis außerhalb der IFRS-GuV und ohne konkrete Zuordnung auf die Geschäftsfelder Berücksichtigung. Der Vorjahreswert enthielt eine Erhöhung der pauschalen Vorsorge von 100 Mio. Euro.
 
Die Erträge verzeichneten einen leichten Rückgang um 2,9 Prozent auf 737,8 Mio. Euro (759,8 Mio. Euro). Die Aufwendungen lagen mit 515,1 Mio. Euro leicht unter denen des ersten Halbjahres 2017 (518,5 Mio. Euro). Wie schon im Vorjahr sind bereits der volle Jahresbeitrag (11,0 Mio. Euro) zur Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen sowie die europäische Bankenabgabe (29,6 Mio. Euro) in den Aufwendungen berücksichtigt.
 
Die Finanz- und Vermögenslage der Deka-Gruppe ist weiterhin solide. Die unter Berücksichtigung der CRR/CRD-IV-Anforderungen ohne Übergangsregelungen berechnete harte Kernkapitalquote (fully loaded) belief sich Ende Juni 2018 auf 18,0 Prozent (Ende 2017: 16,7 Prozent). Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) betrug zur Jahresmitte 136,6 Prozent und lag damit komfortabel oberhalb der seit Anfang 2018 geltenden Mindestanforderung von 100 Prozent.
 
Die DekaBank hält an ihrem Plan fest, im laufenden Jahr unverändert einen leichten Anstieg des Wirtschaftlichen Ergebnisses gegenüber Ende 2017 zu erreichen.

Wichtige Kennzahlen (nach IFRS)
 
1. Halbjahr 2018
1. Halbjahr 2017
Veränderung
in Prozent
Summe Erträge
Mio. €
737,8
759,8
-2,9
  Zinsergebnis
Mio. €
77,6
73,1
6,2
  Risikovorsorge
Mio. €
15,4
12,6
22,2
  Provisionsergebnis
Mio. €
563,9
573,2
-1,6
  Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen
Mio. €
139,4
167,5
-16,8
  Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen
Mio. €
-43,0
-94,9
54,7
Summe Aufwendungen
Mio. €
515,1
518,5
-0,7
Wirtschaftliches Ergebnis 1)
Mio. €
222,6
241,3
-7,7
Nettovertriebsleistung 2)
Mio. €
10.570
12.611
-16,2

1) Das Wirtschaftliche Ergebnis ist die zentrale Steuerungs- und Erfolgsgröße der Deka-Gruppe. Es beinhaltet neben dem IFRS-Ergebnis vor Steuern und der Veränderung der Neubewertungsrücklage vor Steuern insbesondere auch das zins- und währungsinduzierte Bewertungsergebnis aus dem originären Kredit- und Emissionsgeschäft, die nach den Vorschriften der IFRS nicht GuV-wirksam zu erfassen, jedoch für die Beurteilung der Ertragslage relevant sind. Ebenso wird der direkt im Eigenkapital erfasste Zinsaufwand der AT1-Anleihe (Additional Tier 1 Capital) im Wirtschaftlichen Ergebnis berücksichtigt.
2) Die im Halbjahresfinanzbericht und in der Presseinformation ausgewiesene Nettovertriebsleistung beinhaltet, wie auch die Total Assets, die Größen, die für das Wirtschaftliche Ergebnis ausschlaggebend sind. Diese Daten sind nicht mit dem vom BVI veröffentlichten Nettomittelaufkommen und Fondsvermögen vergleichbar. Die Nettovertriebsleistung und die Total Assets umfassen das gesamte Retail- sowie institutionelle Fonds- und Zertifikategeschäft inklusive Masterfonds und ETFs der Deka-Gruppe.  

Online-Halbjahresfinanzbericht 2018

Über die Deka

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochter-gesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von rund 288 Mrd. Euro (per 30.06.2018) sowie rund 4,5 Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapiergeschäft aus. 2018 feiert die DekaBank Deutsche Girozentrale ihr 100-jähriges Jubiläum.

Das Geschäftsfeld Immobilien bündelt die weltweite Immobilienkompetenz der Deka-Gruppe. Die Kapitalanlagegesellschaften Deka Immobilien Investment GmbH und WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH managen und betreuen gemeinsam mit der Servicegesellschaft Deka Immobilien GmbH ein Immobilienvermögen von rund 34 Mrd. Euro (per 30.06.2018).

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