Energieaudit nach DIN EN 16247

Am 5. November 2014 wurde vom Bundeskabinett ein Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) beschlossen, der Ende April 2015 in deutsches Recht umgewandelt wurde. Seither ist jedes Unternehmen mit Nicht-KMU-Status (kleine und mittlere Unternehmen) – und damit auch die Deka – dazu verpflichtet, sich alle vier Jahre einem Energieaudit nach DIN EN 16247 zu unterziehen. Das Energieaudit fungiert dabei als Beratungsaudit und zielt darauf ab, die Gesamtenergieeffizienz und damit einhergehende Verbesserungsmaßnahmen im Unternehmen zu ermitteln, um damit die Energiebilanz zu verbessern.
 
Im Vorfeld des Energieaudits hatte die Deka eine einheitenübergreifende „Task Force Energiemanagement“ eingerichtet, die den Prüfungsprozess vorbereitete und begleitete. Neben dem Umweltmanagement gehörten der Arbeitsgruppe Verantwortliche aus dem Geschäftsfeld Immobilien an, um wichtige Daten über die zu prüfenden Gebäude zur Verfügung stellen zu können.
 
In Zusammenarbeit mit den unabhängigen Energieauditoren der Firma Drees & Sommer wurden die genannten Liegenschaften dann eingehenden Prüfungen unterzogen. So konnte Ende 2015 und damit innerhalb der gesetzlichen Pflicht als eine der ersten Girozentralen ein Energieaudit nach DIN 16247 durchgeführt werden. Der abschließende Bericht von Drees & Sommer bescheinigt, dass sich „alle Liegenschaften baulich und technisch in sehr gutem Zustand befinden und grundsätzlich ein geringer Optimierungsbedarf besteht“.

Auf Basis der Ergebnisse des 2015 durchgeführten Energieaudits nach DIN 16247 konnte das Immobilienmanagement der Deka 2017 zahlreiche Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs durchführen. So wurden u. a. die Beleuchtung im Bürogebäude Trianon in Frankfurt sukzessive weiter auf LED-Technik um- und die Steuerung der Aufzüge energieeffizienter eingestellt. Am Standort Prisma wurde die Beleuchtung der Flure durch LED-Leuchtmittel ersetzt. Für die einzelnen Maßnahmen werden regelmäßig Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt. Danach amortisiert sich unter den dabei zugrunde gelegten Annahmen für die Nutzungszeiten und den Strompreis beispielsweise der Einbau von LED-Leuchtmitteln nach nur wenigen Jahren.

 
Durch diese und zahlreiche weitere Maßnahmen konnte der Energieverbrauch im Berichtsjahr um rund 3,8 Prozent auf rund 18,8 Mio. Kilowattstunden (kWh) gesenkt wer- den. Die Energieintensität lag im Jahr 2017 bei 5.357 kWh pro Mitarbeiter. Dies entspricht einem Rückgang von mehr als 9 Prozent (2016: 5.893 kWh pro Mitarbeiter).