Beschaffungsmanagement

Der strategische Einkauf der DekaBank hat im Berichtszeitraum Waren und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 273 Mio. Euro brutto beschafft. Rund 95 Prozent der Vertragspartner des strategischen Einkaufs wurden in Deutschland beauftragt, der Rest bei europäischen Zulieferern. Aktuell befinden sich keine Dienstleister in Übersee. Für die Auswahl der Lieferanten hat die Deka nachhaltigkeitsbezogene Anforderungen sowohl an die Qualität der bezogenen Produkte und Leistungen als auch an die Unternehmensführung der Lieferanten und Dienstleister definiert. Zentrale Eckpunkte der unternehmensbezogenen Anforderungen sind in der Nachhaltigkeitserklärung fixiert, die die Lieferanten vor der Aufnahme der Geschäftsbeziehung unterzeichnen müssen. Darin verpflichten sie sich unter anderem dazu, die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einzuhalten. Per Ende 2017 hatten 270 Lieferanten die Erklärung unterzeichnet. Sie stehen für etwa 85 Prozent des Beschaffungsvolumens im strategischen Einkauf.
 
Auch bei der Auswahl von Produkten und Leistungen werden Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. So wurden beispielsweise bis Anfang 2016 alle Rechner der DekaBank durch energiesparende Geräte ersetzt. Alle neuen Lieferanten sind verpflichtet, im Einkaufsportal der DekaBank Angaben zu ihren Standards und Leistungen im Umweltmanagement zu machen. Dadurch haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Beschaffung die Möglichkeit, entsprechende Aspekte bei den Verhandlungen mit den Lieferanten zu berücksichtigen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 32 neue Lieferanten aus den Bereichen Beratung, Personal und IT anhand von umweltbezogenen Kriterien geprüft.
 
Sofern die DekaBank im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Lieferantenaudits Verstöße gegen in der Nachhaltigkeitserklärung festgelegte Anforderungen identifiziert oder auf anderen Wegen davon erfährt, erhält der Lieferant die Möglichkeit, die festgestellten Mängel zu beseitigen. Geschieht dies nicht oder in aus Sicht der DekaBank unzureichender Weise, wird ein mehrstufiger Prozess in Gang gesetzt, an dessen Ende die Kündigung des Vertragsverhältnisses stehen kann.
 
Im Zuge der stetigen Prüfung und Aktualisierung der Nachhaltigkeitserklärung für Lieferanten hat die verantwortliche Einheit Geschäftsservices in Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsmanagement in 2017 die Nachhaltigkeitserklärung für Lieferanten um einen zusätzlichen Absatz zur Zusammenarbeit erweitert. So haben aktuelle Entwicklungen in der Nachhaltigkeitsdebatte sowie die Anforderungen von Prüfern und Ratingagenturen erfordert, der DekaBank bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Nachhaltigkeitserklärung eine Sanktionierungsmöglichkeit bis hin zur Kündigung des Vertrags einzuräumen. Im Berichtsjahr kam es zu keiner Beendigung einer Lieferbeziehung aufgrund von Verletzungen der Nachhaltigkeitsverpflichtung. Die Verantwortung für diesen Prozess liegt beim Nachhaltigkeitsmanagement.