Werbung. Ein Stahlwerk wirkt auf den ersten Blick wie ein Ort, an dem sich wenig verändert: gewaltige Anlagen, glühendes Metall, ein Rhythmus, der von Schichtplänen und schweren Maschinen bestimmt wird. Doch hinter den Werkstoren verschiebt sich gerade die Zukunft der Branche. Salzgitter will Stahl nicht länger vor allem mit Kohle und Koks erzeugen, sondern die Produktion schrittweise auf eine CO₂-ärmere Route umstellen. Das ist, als würde man einen großen Ozeandampfer auf eine neue Antriebsart umrüsten – und das, während er weiterfahren muss. Genau dieser Spagat macht den Konzern aktuell so spannend. Schauen wir uns also Salzgitter und die jüngsten Signale genauer an…
Die Transformation braucht Milliardeninvestitionen und verlässliche Energieversorgung; zugleich muss das laufende Geschäft durch eine schwierige Konjunktur navigieren. Nun kommen bessere Ergebnisse hinzu: Für die ersten neun Monate 2026 meldet Salzgitter deutlich höhere Erträge und hebt die Jahresprognose erneut an. Die Erholung ist ein willkommenes Polster für den Umbau, aber nicht gleichbedeutend mit einem risikofreien Kurs. Denn ein Teil des Ergebnisses hängt an der Beteiligung am Kupferkonzern Aurubis, und die Bedingungen im Stahlgeschäft bleiben herausfordernd.
Die stärkste Nachricht kommt aus den vorläufigen Zahlen für die ersten neun Monate 2026: Der Außenumsatz stieg auf 7,3 Milliarden Euro, nach 6,9 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA lag bei 659 Millionen Euro; ein Jahr zuvor waren es 224 Millionen. Vor Steuern drehte der Gewinn von minus 72,7 Millionen auf plus 353 Millionen Euro. Das ist ein deutlicher Sprung – allerdings kein reiner Beleg für eine gleichmäßig kräftige Erholung aller Stahlaktivitäten. Einen wichtigen Anteil hatte Salzgitter weiterhin an Aurubis: Der Ergebnisbeitrag dieser Beteiligung belief sich allein auf 252 Millionen Euro. Aber auch die Bereiche Stahlerzeugung und Handel entwickelten sich im dritten Quartal besser als zuletzt erwartet. Entsprechend hat das Unternehmen seine Prognose für 2026 angehoben. Rückenwind kommt auch aus der Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM), deren Ergebnisse nun in den Konzern einbezogen werden.
Für die langfristige Perspektive ist dabei auch das Transformationsprogramm SALCOS wichtig: Langfristig sollen die CO₂-Emissionen der Stahlproduktion gegenüber der konventionellen Hochofenroute um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Im ersten Halbjahr 2026 investierte der Konzern weiter in die erste Ausbaustufe; zugleich belief sich die Nettofinanzposition Ende Juni auf minus 792 Millionen Euro. Das zeigt den Zielkonflikt: Der Umbau kostet, bevor er seine volle wirtschaftliche Wirkung entfalten kann.
Die Risiken sind nicht verschwunden. Salzgitter nennt geopolitische Unsicherheiten und eine begrenzte Vorhersagbarkeit der Geschäftsentwicklung als Belastungsfaktoren. Die angehobene Prognose ist ein ermutigendes Signal, aber kein Freibrief. Salzgitter bringt bessere operative Ergebnisse, eine starke Beteiligung und konkrete Transformationsschritte zusammen. Gelingt es, den Umbau zu finanzieren und die übernommenen Aktivitäten gut zu integrieren, könnte aus dem schweren Stahlgeschäft ein wettbewerbsfähigerer, modernerer Konzern werden.
Anlegende, die diesen Weg mitgehen möchten, können entscheiden, ob sie in die Aktie selbst investieren oder die Umstrukturierung mit einem Risikopuffer und möglicher attraktiver Verzinsung begleiten möchten. Für Letztere könnte unser neues Express-Zertifikat eine interessante Alternative sein. Die nächste reguläre Veröffentlichung mit den Zahlen für die ersten neun Monate ist für den 12. November angekündigt. Der Termin liegt in der Zeichnungsfrist. Sollte der Preis der Aktie im Kontext der Veröffentlichung fallen, sinkt der Startwert und damit auch die Tilgungsschwelle des Zertifikats im Vergleich zu jetzt.
15,25 Prozent mögliche Zinsen pro Periode, vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit plus 50 Prozent Risikopuffer
Das DekaBank Salzgitter Express-Zertifikat Relax 03/2033 (WKN DK1LME) bietet die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung zum Festbetrag von 1.000 Euro inklusive der Zinsen von 152,50 Euro pro Zinsperiode. Eine vorzeitige Rückzahlung findet statt, wenn der Schlusskurs der Salzgitter-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage auf oder über der Tilgungsschwelle notiert (erste Beobachtungs- bzw. Zinsperiode 15 Monate, danach jeweils 12 Monate). Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag im Februar 2028 bei 100 Prozent des Startwerts und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent des Startwerts im Jahr 2032. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 30.11.2026.
Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung, werden im März 2033 der maximal mögliche Zinsbetrag von 915 Euro plus 1.000 Euro Festbetrag ausgezahlt – allerdings nur, wenn die Salzgitter-Aktie am finalen Bewertungstag (24.02.2033) nicht unterhalb der Barriere von 50 Prozent des Startwerts schließt.
Eine Unterschreitung der Barriere am finalen Bewertungstag führt hingegen zu Verlusten. In einem solchen Negativszenario werden keine Zinsen gezahlt und anstelle des Festbetrags werden Salzgitter-Aktien – deren Kurs dann niedriger ist – zu 100 Prozent des Startwerts übertragen. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten: Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank drohen Verluste bis hin zum Totalverlust.
Die Zeichnung läuft vom 02.11.2026 bis 30.11.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung. Der Emissionspreis beträgt 1.000 Euro.

Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.
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