Werbung. Beim Morgen-Kaffee überflog ich neulich eine Randnotiz, bei der ich kurz die Kaffeetasse absetzen musste: NVIDIA – dieses „Millennial Kind“, geboren in den 90er Jahren – ist an der Börse rund doppelt so viel wert wie alle 40 DAX-Konzerne zusammen. Zur Einordnung: SAP, Siemens, Allianz, Deutsche Telekom und der Rest des deutschen Leitindex kommen zusammen auf gut zwei Billionen Euro Börsenwert. Was…? Ein kalifornisches Chip-Unternehmen, das vor gut 30 Jahren mit Grafikchips für Computerspiele und Multimedia begann, bringt es heute auf mehr als vier Billionen Euro? Natürlich ist Marktkapitalisierung kein Qualitätsurteil und schon gar keine Garantie für die Zukunft. Aber sie zeigt, wie stark die Kapitalmärkte Rechenleistung, KI-Infrastruktur und Plattformmacht bewerten. Für mich ist genau das der spannende Punkt: NVIDIA ist nicht nur ein Techwert, sondern ein Maßstab dafür, wie sich wirtschaftliche Schwerkraft verschiebt. Lassen Sie uns deshalb dieses gigantische Unternehmen erneut genauer unter die Lupe nehmen…
Unter der Führung von Mitgründer und CEO Jensen Huang hat sich der einstige Gaming-Grafikkartenhersteller zum zentralen Ausrüster der KI-Revolution entwickelt. Seine Chips und Chipsysteme liefern die Rechenleistung, mit der große Sprachmodelle trainiert und betrieben werden. Daneben ist NVIDIA weiterhin in den Bereichen Gaming, professionelle Visualisierung und Automotive aktiv, unter anderem mit Technik für autonomes Fahren und Robotik.
Wie sehr die Nachfrage nach KI-Rechenleistung weiterhin anzieht, zeigen die jüngsten Zahlen: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres stiegen Umsatz und Nettogewinn auf mehr als das Doppelte, auf 96,2 beziehungsweise 59,7 Milliarden US-Dollar. Für das laufende dritte Quartal stellt der Konzern einen Umsatz von 108 Milliarden Dollar in Aussicht.
Vergleicht man die Zahlen mit denen deutscher Unternehmen, sieht man, wie gewaltig sie sind: Umgerechnet setzte NVIDIA innerhalb von nur drei Monaten rund 83 Milliarden Euro um – mehr als Siemens im gesamten Geschäftsjahr 2025 mit 78,9 Milliarden Euro. Allein NVIDIAs Geschäft mit Rechenzentren kam in diesem einen Quartal auf umgerechnet knapp 77 Milliarden Euro Umsatz und damit beinahe auf den gesamten Siemens-Jahresumsatz. Noch bemerkenswerter ist die Ertragskraft: NVIDIAs Quartalsgewinn von umgerechnet gut 51 Milliarden Euro entspricht mehr als dem Siebenfachen dessen, was der Volkswagen-Konzern im gesamten Jahr 2025 nach Steuern verdiente. Dimensionen, die zeigen, welche wirtschaftliche Wucht der weltweite Ausbau der KI-Infrastruktur inzwischen entwickelt hat.
Rückenwind soll NVIDIA künftig die neue Prozessor-Architektur Vera Rubin liefern, die gegenüber der Vorgängergeneration Blackwell insbesondere bei komplexen, sogenannten agentischen KI-Anwendungen und bei der KI-Inferenz Effizienzvorteile bieten soll. Finanzchefin Colette Kress stellte für das kommende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von rund 70 Prozent in Aussicht, und auch Analysten trauen dem Unternehmen dieses Potenzial zu.
Ganz ohne Stirnrunzeln geht es dabei allerdings nicht. Konkurrenten wie AMD, Intel, Broadcom und Marvell drängen ebenso in den Markt für KI-Chips wie auch hauseigene Entwicklungen von Großkunden wie Amazon, Microsoft und Meta. Hinzu kommt die zunehmend enger verflochtene Finanzierung der Branche: NVIDIA sichert Kunden wie OpenAI milliardenschwere Rechenzentrumsprojekte mit Garantien ab und beteiligt sich zugleich an Unternehmen, die mit dem Geld wiederum NVIDIA-Chips kaufen. Das ist ein Kreislauf, der zur Vorsicht mahnt. Zuletzt hat der Konzern mit Partnerschaften unter anderem mit Blackrock, Goldman Sachs und KKR versucht, Kapital von außen einzuwerben, was diese Sorge etwas dämpfen könnte. Gleichzeitig steigen auch die operativen Aufwendungen deutlich; im zweiten Quartal lagen sie bei 8,4 Milliarden US-Dollar, 55 Prozent über dem Vorjahr. Wachstum in dieser Größenordnung braucht eben neben Nachfrage auch Lieferfähigkeit, Energie, Kapitaldisziplin und politische Navigationskunst. Geopolitische Risiken, wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China und mögliche Zölle, bleiben ebenso im Blick. So weist NVIDIA in seinem Ausblick darauf hin, dass keine Datacenter-Umsätze aus China berücksichtigt sind. Das zeigt, wie sensibel das Geschäft gegenüber Exportregeln, geopolitischen Spannungen und strategischer Technologiepolitik bleibt.
Dennoch: NVIDIA ist augenscheinlich das Maß aller Dinge im KI-Boom. Der DAX-Vergleich ist deshalb mehr als eine nette Zahlenspielerei. Er zeigt, dass NVIDIA an der Börse derzeit wie ein ganzer Wirtschaftsraum behandelt wird – nicht wegen eines einzelnen Produkts, sondern weil der Konzern die Werkzeuge für den globalen KI-Ausbau liefert.
Die entscheidende Frage für Anleger ist, wie lange das außergewöhnliche Wachstumstempo anhalten, ob der Konzern seine Stellung im Zentrum des KI-Booms behaupten kann und wie viel davon in den heutigen Kursen bereits vorweggenommen ist. Wer grundsätzlich an NVIDIA glaubt, die zwischenzeitlich deutlichen Kursschwankungen aber nicht in voller Stärke mitgehen möchte, kann deshalb auch über alternative Wege der Beteiligung nachdenken. Eine Möglichkeit ist unser neues Express-Zertifikat auf NVIDIA, das attraktive Ertragschancen mit einem Risikopuffer verbindet.
7 Prozent Zinsen pro Periode bei Behauptung der 65-Prozent-Barriere
Das DekaBank NVIDIA Express-Zertifikat Memory mit Airbag 12/2032 (Quanto) (WKN DK1K3Q) bietet die Möglichkeit von 7 Prozent Zinsen pro Periode sowie einer vorzeitigen Rückzahlung zum Festbetrag von 1.000 Euro. Vorzeitig wird das Zertifikat zurückgezahlt, wenn der Schlusskurs der NVIDIA-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage (erste Beobachtungs- und auch Zinsperiode 15 Monate, danach jeweils 12 Monate) auf oder über der Tilgungsschwelle notiert. Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag im Dezember 2027 bei 100 Prozent des Startwerts und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent des Startwerts im Jahr 2031. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 28.09.2026.
Während die Tilgungsschwelle entscheidend für den Zeitpunkt der Rückzahlung ist, bestimmt die Barriere von 65 Prozent des Startwerts über die Zinszahlung. Der erzielbare Zinsbetrag wird automatisch überwiesen, wenn die Aktie am jeweiligen Beobachtungstag auf oder oberhalb der Barriere schließt. Die Memory-Funktion ermöglicht zudem, dass ausgefallene Zinszahlungen an den folgenden Beobachtungsterminen nachgeholt werden können, wenn die Barriere dann behauptet wird.
Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung und wird die Barriere am finalen Bewertungstag (22.12.2032) nicht unterschritten, erfolgt im Dezember 2032 die Auszahlung des Festbetrags in Höhe von 1.000 Euro. Anderenfalls drohen Verluste. Statt des Festbetrags erhalten Anlegende eine Rückzahlung entsprechend der negativen Wertentwicklung der NVIDIA-Aktie im Verhältnis zum Basispreis (Airbag-Funktion), der wie die Barriere ebenfalls bei 65 Prozent des Startwerts liegt. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Festbetrags drohen würden.
Die Zeichnung läuft vom 07.09.2026 bis 28.09.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung der Zeichnungsfrist.

Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.
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