Zertifikate-Kolumne vom 11.10.2021

DAX-Newcomer Airbus: Investoren können wieder einsteigen

Werbung. „The world is a beautiful place” – lautet der neue Slogan von Airbus. Clever gewählt! Der Leitspruch assoziiert Natur- und Umweltverbundenheit und weckt positive Erinnerungen, denken wir doch gleich an herrliche Landschaften oder tolle Reisen. Aber sind Flugreisen in Anbetracht des Klimawandels überhaupt noch zeitgemäß und Flugzeughersteller ein zukunftsträchtiges Investment?

Damit die Menschen in Zukunft ohne schlechtes Gewissen an die schönsten Plätze dieser Welt fliegen können, hat Airbus nicht nur das Motto, sondern auch die Strategie geändert. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern will CO2-neutrale Flugzeuge bauen und arbeitet an der Umstellung von Kerosin auf Wasserstoffantrieb. Ein aufwändiger Prozess, da nicht nur Technologie und Triebwerke verändert, sondern die Flugzeuge neu konzipiert werden müssen. Wasserstoff benötigt nämlich deutlich mehr Platz als Kerosin: in flüssiger Form ist das Volumen von Wasserstoff viermal größer als von Kerosin. Bis die Flugzeuge 2035 in Dienst gestellt werden, setzt Airbus auf nachhaltige Kraftstoffe. Sogenannte SAF (Sustainable Aviation Fuels) wie zum Beispiel Biomasse können die CO2-Emissionen im Flugverkehr signifikant senken. Ganz so einfach ist das allerdings nicht, denn bisher sind nachhaltige Treibstoffe noch teuer und nicht in ausreichender Menge verfügbar. Zudem können Flugzeuge, die für den Einsatz von SAF zertifiziert sind, derzeit nur bis zu 50 Prozent nachhaltige Treibstoffe einsetzen. Airbus will diesen Anteil bis zum Ende des Jahrzehnts auf 100 Prozent erhöhen. Trotz aller Anstrengungen, im Bereich Flugzeugbau nachhaltiger zu werden, gilt Airbus aber aufgrund seiner Rüstungssparte nicht als nachhaltiges Investment.

Was die Erträge betrifft, startet der Airbus-Konzern, der seit September Mitglied im DAX40 ist, wieder durch. Ende Juli überraschte das Airbus-Management mit einem Ergebnis, das deutlich über den Markterwartungen lag, und verdoppelte die Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr. Nach den beiden Verlustjahren 2019 und 2020 zeigt sich nun, dass sich der Flugzeughersteller vom Coronaschock schnell erholt und die hohen Kosteneinsparungen in den Bereichen Fertigung sowie Verwaltung für Rückenwind auf der Ertragsseite sorgen. Mehr Auslieferungen der Sparte Airbus hievten im ersten Halbjahr 2021 den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro nach oben. Rund 72 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf die Sparte Airbus (Zivilflugzeuge), rund 10 Prozent auf Airbus Helicopters und rund 18 Prozent auf Airbus Defence and Space. Für das Gesamtjahr rechnen Analysten beim Konzernergebnis mit einem dicken Gewinn: Gut 2,8 Milliarden Euro sollen dann zu Buche stehen. Das entspricht einem Gewinn von 3,63 Euro je Aktie, woraus sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 30 ergibt. Das ist stattlich, aber angesichts der Dynamik nicht ungewöhnlich nach einem Turnaround.

Hoch ist auch die erwartete Schwankungsbreite der Aktie, die sogenannte implizite Volatilität. Diese, wiederum, begünstigt attraktive Konditionen von Investmentalternativen wie DuoRendite Aktienanleihen. In Anbetracht der Unsicherheit, sowohl in einem allgemein unsicheren Börsenumfeld als auch im Hinblick auf das Unternehmen, das aufgrund der Pandemie viele Auftragsstornierungen hinnehmen musste und dessen Klientel nach wie vor unter der Pandemie leidet, bieten die Papiere ein gewisses Maß an Sicherheit. Nach einem Jahr erhalten Anleger nämlich auf jeden Fall die Zinsen sowie die Hälfte des Nennbetrags zurück und reduzieren so das Investmentrisiko.

Zweimal 2,25 Prozent p.a. Festzins und Marktrisiko nur für den halben Nennbetrag

Die DekaBank 2,25 % Airbus DuoRendite Aktienanleihe 11/2023 (WKN DK03G9) zahlt nach einem Jahr 2,25 Prozent Zinsen bezogen auf den Nennbetrag in Höhe von 1.000,00 Euro. Gleichzeitig erhält der Anleger nach einem Jahr die Hälfte des Nennbetrags (500,00 Euro) zurück – und zwar unabhängig von der Marktentwicklung. Der verbleibende Nennbetragsanteil (500,00 Euro) wird in der nachfolgenden Periode weiter mit 2,25 Prozent verzinst und ebenfalls vollständig zurückgezahlt, wenn die Airbus-Aktie am finalen Bewertungstag (27.10.2023) mindestens in Höhe des Basispreises (85,00 Prozent des Startwerts) schließt.

Anderenfalls drohen bei der Rückzahlung Verluste, weil statt der zweiten Hälfte des Nennbetrags im Wert gesunkene Airbus-Aktien zu 85 Prozent des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Wie bei jeder Schuldverschreibung ist außerdem das Emittentenrisiko zu beachten. Dies bedeutet, dass insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 11.10.2021 bis 29.10.2021, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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Rating vom 16.10.2020

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