Werbung. Heute befasse ich mich mit dem jüngsten DAX-Aufsteiger: Hochtief. Das Unternehmen ist damit auch das erste Mal in unserer Kolumne vertreten. Hochtief – das klingt nach deutscher Old Economy, nach Bagger, Beton und Bauhelm. Aber, wenn man genauer hinschaut, erkennt man eines der interessantesten Investmentthemen des Jahrzehnts. Lassen Sie uns doch mal gemeinsam „hinter den Bauzaun“ schauen…
Hochtief wurde 1874 in Essen gegründet und hat in 150 Jahren fast alles gebaut, was sich bauen lässt: Wolkenkratzer und Krankenhäuser, Straßen und Brücken, Flughäfen und Tunnel. Hinzu kommen Solarparks, Bergbauanlagen, militärische Infrastruktur und Anlagen für die Energiewende. Doch heute baut Hochtief vor allem eines: Rechenzentren. Und genau dort liegt der Schlüssel zur aktuellen Erfolgsgeschichte.
Knapp 68 Prozent des Konzernumsatzes von Hochtief generiert die US-Tochter Turner. Sie zählt zu den gefragtesten Bauunternehmen für KI-Infrastruktur in den Vereinigten Staaten. Tech-Konzerne wie Meta, Microsoft und Google stecken Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Rechenkapazitäten – und Turner baut diese Anlagen. Hinzu kommt die australische Hochtief-Tochter CIMIC, die rund 28 Prozent zum Umsatz beiträgt und ebenfalls stark von technologieorientierten Aufträgen profitiert. Den Großteil des Konzerngeschäfts tätigt Hochtief mittlerweile also über seine starken Auslandstöchter. Nur rund 4 Prozent des Umsatzes entfallen noch auf die Eurozone. Der Konzern beschäftigt rund 61.500 Menschen weltweit, davon knapp 3.700 in Deutschland. Kontrolliert wird Hochtief vom spanischen Bau- und Infrastrukturriesen ACS als Mehrheitsaktionär.
Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 sprechen eine klare Sprache. Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf knapp 9,4 Milliarden Euro. Noch eindrucksvoller: Der bereinigte Konzerngewinn legte um knapp 30 Prozent auf 217 Millionen Euro zu. Analysten hatten beim Erlös mit mehr und beim Gewinn mit weniger gerechnet. Hochtief überraschte positiv. Der Auftragseingang wuchs um mehr als 17 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro – 60 Prozent davon stammen aus den Wachstumsbereichen KI, Digitalisierung, Verteidigung und Tech. Der Auftragsbestand erreichte mit 79,3 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Konzernchef Juan Santamaría Cases sprach von einem „Rekord-Auftragsbestand“ bei gutem Jahresstart.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt Hochtief einen bereinigten Nettogewinn von 950 Millionen bis 1,025 Milliarden Euro an – nach 789 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspräche einem weiteren Gewinnplus von 20 bis 30 Prozent. Hochtief ist damit kein langweiliger Bauwert mehr, sondern ein Infrastrukturwert mit Technologie-Fantasie.
Dennoch geben Analysten zu bedenken, dass das Rechenzentrum-Engagement die Bewertung der Hochtief-Aktie in den letzten drei Jahren stark beflügelt hat und das Ertragspotenzial inzwischen weitgehend eingepreist sein dürfte. Die Aktie tritt nach einem historischen Lauf in eine Phase ein, in der weitere Kursgewinne aus fundamentalen Verbesserungen kommen müssen – Überraschungen nach oben werden schwieriger. Risiken wie Verzögerungen bei Technologie-Pipelines, starke Fremdwährungsabhängigkeit und Kosteninflation sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Wer an Rechenzentren, Energienetze und kritische Infrastruktur glaubt, kommt an Hochtief kaum vorbei. Für Anlegerinnen und Anleger, die nach der außergewöhnlichen Kursentwicklung der Hochtief-Aktie nun eine stabilere Wertentwicklung erwarten, lohnt sich ein Blick auf unser neues Express-Zertifikat auf Hochtief.
8 Prozent Zinsen pro Periode bei Behauptung der 65-Prozent-Barriere
Das DekaBank HOCHTIEF Express-Zertifikat Memory mit Airbag 09/2032 (WKN DK1KJF) bietet die Möglichkeit von 8 Prozent Zinsen pro Periode sowie einer vorzeitigen Rückzahlung zum Festbetrag von 1.000 Euro. Vorzeitig wird das Zertifikat zurückgezahlt, wenn der Schlusskurs der Hochtief-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage (erste Beobachtungs- und auch Zinsperiode 14 Monate, danach jeweils 12 Monate) auf oder über der Tilgungsschwelle notiert. Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag im September 2027 bei 100 Prozent des Startwerts und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent des Startwerts im Jahr 2031. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 27.07.2026.
Während die Tilgungsschwelle entscheidend für den Zeitpunkt der Rückzahlung ist, bestimmt die Barriere von 65 Prozent des Startwerts über die Zinszahlung. Der erzielbare Zinsbetrag wird automatisch überwiesen, wenn die Aktie am jeweiligen Beobachtungstag auf oder oberhalb der Barriere schließt. Die Memory-Funktion ermöglicht zudem, dass ausgefallene Zinszahlungen an den folgenden Beobachtungsterminen nachgeholt werden können, wenn die Barriere dann behauptet wird.
Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung und wird die Barriere am finalen Bewertungstag (30.09.2032) nicht unterschritten, erfolgt im September 2032 die Auszahlung des Festbetrags in Höhe von 1.000 Euro.
Anderenfalls drohen Verluste. Statt des Festbetrags wird Anlegenden in diesem Fall eine festgelegte Anzahl im Wert gesunkener Hochtief-Aktien übertragen. Die Airbag-Funktion definiert die Anzahl der Aktien (Referenzanzahl), diese ergibt sich auf Grundlage des Basispreises, der wie die Barriere ebenfalls bei 65 Prozent des Startwerts liegt. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Festbetrags drohen würden.
Die Zeichnung läuft vom 06.07.2026 bis 27.07.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung der Zeichnungsfrist. Der Emissionspreis beträgt 1.010 Euro, inkl. 1,00 % Ausgabeaufschlag.

Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.
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