Zertifikate-Kolumne vom 09.12.2019

TOTAL macht sich fit für die Zukunft

Große Ölkonzerne investieren seit Jahren verstärkt ins Gasgeschäft. Hierbei konzentriert sich der französische Branchenriese Total insbesondere auf Flüssigerdgas (LNG). Dahinter steht das Kalkül, dass die Bedeutung von Gas als Brückentechnologie der Energiewende weiter zunimmt. Schließlich ist der flexibel einsetzbare und vergleichsweise saubere Energieträger gut geeignet, um die witterungsabhängige Stromerzeugung aus Sonne und Wind zu ergänzen sowie den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu begleiten. Kurzfristig leiden die verstärkten Gas-Sparten der Konzerne allerdings unter der erheblichen Angebotsausweitung durch das US-amerikanische Fracking in Verbindung mit den neuen Möglichkeiten des Flüssiggas-Transports auf dem Seeweg. Das entsprechende Überangebot gilt als einer der Gründe für die sinkenden Erdgaspreise im laufenden Jahr. Laut Analysten gilt der Gasmarkt aber ohnehin als volatil. Zudem werde sich das Überangebot langfristig abbauen, sodass die verstärkte Ausrichtung auf das Gasgeschäft bisher nicht in der Kritik steht.

Die Erwartungen von Analysten an die diesjährige Gewinnentwicklung der Ölmultis sind ferner durch die lahmende Weltkonjunktur gedrückt und liegen deutlich unter den Rekordniveaus von 2018. Mit seinen Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Jahres hat Total die Marktprognosen sogar übertroffen. Zwar schrumpfte das bereinigte Nachsteuerergebnis im Vorjahresvergleich um fast 24 Prozent auf 3,02 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten dem Konzern aber im Mittel nur 2,79 Mrd. US-Dollar zugetraut. Die Downstream-Aktivitäten, also die Kraftstoffherstellung in den Raffinerien, die Petrochemie sowie der Vertrieb unter anderem über das weit gespannte Tankstellennetz mussten dabei kaum Einbußen hinnehmen. Dank verbesserter Margen gab es hier nur eine gut dreiprozentige Gewinnabnahme. Verantwortlich für die geringeren Profite waren somit wie erwartet die Upstream-Aktivitäten, also die Exploration und Förderung, sowie die eigens für das Flüssigerdgas-Geschäft und die erneuerbaren Energien gebildete Sparte "Integrated Gas, Renewables & Power (iGRP)". Bei den konzernweiten Produktionsmengen erreichte Total währenddessen einen neuen Rekord. Dank des Anlaufs neuer LNG-Projekte kletterte die Rohöl- und Erdgas-Förderung im Vorjahresvergleich um 8,4 Prozent auf über drei Mio. Barrel Öläquivalent pro Tag. Damit wurde die eigene Zielvorgabe einer jährlichen Volumensteigerung um fünf Prozent deutlich übertroffen.

Analysten zählen Total mit seiner Flüssigerdgas-Produktion in Sibirien und Australien sowie nach diversen Übernahmen zu den weltweit führenden LNG-Akteuren und erwarten in den kommenden Jahren leicht wachsende Dividendenzahlungen. Das Management des Konzerns präsentierte zuletzt eine Planung bis 2025, die jährliche Dividendensteigerungen um fünf bis sechs Prozent anstrebt. Bisher wurden den Aktionären nur Zuwächse um drei Prozent pro Jahr in Aussicht gestellt. Der Cashflow des Konzerns, also der Zufluss an liquiden Mitteln, soll im selben Zeitraum um mehr als fünf Mrd. US-Dollar klettern. Allerdings ist die Realisierung solcher Ziele untrennbar mit der Ölpreisentwicklung verbunden. Total rechnet hier mit mittleren Notierungen von 60 US-Dollar je Barrel.

5,75 Prozent Zinsen pro Periode bei vorzeitiger Rückzahlung und 35 Prozent finaler Puffer

Das DekaBank Total Express-Zertifikat Relax 03/2026 (WKN DK0VWD) bietet bei sinkenden Tilgungsschwellen die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zuzüglich des maßgeblichen Zinsbetrags. Anderenfalls ist bei Endfälligkeit im März 2026 die maximale Auszahlung von 1.345,00 Euro je Zertifikat erreichbar, wenn der Aktienschlusskurs am Bewertungstag die Barriere (65,00 Prozent des Startwerts) behauptet.

Eine Barrierenunterschreitung am Bewertungstag führt hingegen zu Verlusten. In einem solchen Negativszenario werden keine Zinsen gezahlt und an den Anleger werden statt des Nennbetrags im Wert gesunkene Total-Aktien zu 100 Prozent des Startwerts übertragen. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 09.12.2019 bis 03.01.2020, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking, Produktmanagement und Product Sales




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Rating vom 25.09.2019

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