Zertifikate-Kolumne vom 10.08.2020

ProSiebenSat.1 baut auf das Herbstgeschäft

Werbung. Die Mediennutzung in den eigenen vier Wänden hat während des Corona-Lockdowns stark zugenommen. Davon profitierte auch das lineare Fernsehen. Gleichzeitig hielten sich Unternehmen aber mit der Schaltung von Werbung zurück, sodass der Medienkonzern ProSiebenSat.1 im zweiten Quartal des laufenden Jahres deutliche Umsatzeinbußen zu verkraften hatte. Zuwächse bei der konzerneigenen Streaming-Plattform Joyn und bei der Tochter Nucom mit Angeboten wie Parship, Verivox und Flaconi konnten den Rückgang der TV-Werbeeinnahmen nicht ausgleichen. Nun stehen Kostensenkungen auf dem Programm und das Management setzt auf eine Besserung der Lage im Herbst. Hierbei könnte der Konzern von der Saisonalität seines Geschäfts profitieren. Üblicherweise erwirtschaftet ProSiebenSat.1 nämlich die Hälfte seines operativen Ergebnisses in den Monaten September bis Dezember. Der neue Vorstandsvorsitzende Rainer Beaujean hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass die Rückgänge des bisherigen Jahresverlaufs noch aufgeholt werden können. Aufgrund der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie gab das Management weiterhin keine Gesamtjahresprognose ab.
 
Im jüngsten Bericht zum zweiten Quartal hat ProSiebenSat.1 aufgrund der Werbeflaute einen rund 25-prozentigen Umsatzschwund auf 709 Mio. Euro ausgewiesen und rutschte dadurch in die roten Zahlen. So kam es unter dem Strich zu einem Verlust von 61 Mio. Euro. Immerhin blieb das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) noch positiv, lag mit 23 Mio. Euro aber fast 90 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 213 Mio. Euro. Analysten hatten zwar mit entsprechenden Rückgängen gerechnet, kritisierten jedoch das erneute Ausbleiben einer Jahresprognose durch die Konzernleitung.
 
Rainer Beaujean, der erst Ende März den Vorstandsvorsitz übernommen hat, machte währenddessen leise Hoffnung auf eine Besserung des Geschäftsverlaufs. So hätten die Werbeerlöse im Juli nur noch 20 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen und würden für August eine weitere Aufhellung andeuten. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung sollen nach Aussage des Managements insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wirken. Dabei werden die TV-Programmkosten um 50 Mio. Euro zurückgefahren, nachdem vor der Krise noch eine ebensolche Ausweitung geplant war. Rainer Beaujean sieht ein großes Bedürfnis der Zuschauer nach mehr Unterhaltung und Information und will auf erfolgreiche Formate wie die Musiksendungen "The Voice of Germany" oder "The Masked Singer" setzen. Im kommenden Jahr erhofft sich der Medienkonzern zudem eine verstärkte Zuschauerbindung durch Fußball-Bundesliga-Spiele.
 
Die ProSiebenSat.1 Media-Aktie ist im krisengeprägten Frühjahr 2020 stark eingebrochen und konnte sich bisher nur teilweise von den Rückschlägen erholen. Angesichts dieser Schwankungen weist der Titel eine weiterhin erhöhte implizite Volatilität auf und ermöglicht somit Investmentalternativen wie DuoRendite Aktienanleihen mit hohen Festzinsen bei schneller Teilrückzahlung.

5,00 Prozent p.a. Festzins und schnelle Teilrückzahlung nach einem Jahr

Die DekaBank 5,00 % ProSiebenSat.1 Media DuoRendite Aktienanleihe Pro 09/2022 (WKN DK0XR0) zahlt nach einem Jahr 5,00 Prozent Zinsen bezogen auf den Nennbetrag in Höhe von 1.000 Euro. Gleichzeitig erhält der Anleger die Hälfte des Nennbetrags (500,00 Euro) marktunabhängig zurück. Der verbleibende Nennbetragsanteil (500,00 Euro) wird in der nachfolgenden Periode weiter zu 5,00 Prozent verzinst und ebenfalls vollständig zurückgezahlt, wenn die ProSiebenSat.1 Media-Aktie zur finalen Bewertung am 26.08.2022 auf oder über der Barriere (70,00 Prozent des Startwerts) schließt.

Anderenfalls drohen bei der Rückzahlung Verluste, weil statt der zweiten Hälfte des Nennbetrags im Wert gesunkene ProSiebenSat.1 Media-Aktien zu 100 Prozent des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Wie bei jeder Schuldverschreibung ist außerdem das Emittentenrisiko zu beachten. Dies bedeutet, dass insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 10.08.2020 bis 28.08.2020, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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Rating vom 25.09.2019

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