Die Plugins senden Daten an ihren Hersteller, sobald sie angezeigt werden - deswegen aktivieren wir sie erst, wenn Sie noch einmal klicken.

Einverstanden?

Sie können die Freigabe jederzeit wieder rückgängig machen.

Einschätzung unserer Experten

i Weitere Informationen

Zu schön, um wahr zu sein?

Von Dr. Holger Bahr, Leiter Volkswirtschaft DekaBank

An den Aktienbörsen war es ein goldener Oktober mit einem Deutschen Aktienindex über 13.000 Punkten. Die Berichtssaison läuft gut, die Unternehmen weisen Gewinn- und Umsatzsteigerungen aus. Die Stimmung ist bestens: Das ifo Geschäftsklima hat ein frisches Allzeithoch erreicht, und in Euroland stehen die Einkaufsmanagerindizes auf Mehrjahreshochs. Die privaten Haushalte sind ebenfalls in prächtiger Konsumlaune. Dazu passt, dass sich der langjährige konjunkturelle Aufschwung nun auch an den Arbeitsmärkten deutlicher bemerkbar macht. So sank die Arbeitslosenquote in der Eurozone im September auf unter 9 %, was zuletzt im Januar 2009, also in der Anfangszeit der Finanz- und Wirtschaftskrise der Fall war.
 
Ist das zu viel des Guten? Ist das zu schön, um wahr zu sein? Muss man sich für einen unmittelbar bevorstehenden Crash rüsten? Wir tendieren dazu, das Thema mit etwas weniger Dramatik und der nötigen Gelassenheit zu betrachten. Tatsächlich werden derzeit so gute Wirtschaftsdaten veröffentlicht, dass wir unsere Wachstumsprognosen für die eine oder andere Volkswirtschaft um den einen oder anderen Zehntelprozentpunkt nach oben revidieren. Am Ende bleibt es freilich dabei, dass das globale Wachstum mit um die 3,5 % in diesem und im kommenden Jahr ordentlich, aber nicht überschwänglich ist.
 
Vor diesem Hintergrund bleiben die Inflationsperspektiven bei nur schleichend zunehmender Lohndynamik in den großen Volkswirtschaften sehr moderat. In der Konsequenz lassen sich die Notenbanken mit ihrem Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik sehr viel Zeit. Dies war bis zuletzt eher marktfreundlich und überkompensierte die nach wie vor bestehenden politischen Risiken. Unbeschadet dieser Bewertung setzt die amerikanische Fed ihre Zinserhöhungen in lockerer Folge fort. Die Europäische Zentralbank wird ab Januar 2018 ihre monatlichen Anleihekäufe um die Hälfte auf ein Volumen von 30 Mrd. Euro verringern und diese mindestens bis September des kommenden Jahres weiterführen.
 
So sehr es gute Gründe für aktuell freundliche Kapitalmärkte gibt, so sehr tragen wir in unseren Marktprognosen dem Umstand Rechnung, dass es nicht immer nur aufwärts gehen kann. Wir rechnen mit einer Phase der Ernüchterung, in der zwar weiterhin mit steigenden Unternehmensgewinnen gerechnet wird, die Erwartungen bezüglich deren Anstiegen jedoch etwas niedriger ausfallen. Die Stimmungsindikatoren dürften ihre aktuell sehr hohen Niveaus nicht ganz halten können. Das geldpolitische Umfeld verändert sich im Jahr 2018 zwar langsam, aber doch unwiderruflich. Mithin wird Volatilität an die Märkte zurückkehren. Schlussendlich dürfte das Kapitalmarktjahr 2018 etwas ungemütlicher und etwas ruppiger werden. Einen Abriss zu erwarten, scheint freilich verfehlt, denn die weltwirtschaftliche Expansion bleibt erhalten. Daran werden auch die vorsichtigen Ausstiegsmaßnahmen der Notenbanken nichts ändern.
 
Insgesamt steht das Wertpapierbarometer auf „Konjunkturerholung / Expansion“. Damit sehen wir folgende Markttrends für 2017/2018: Die Erträge bei sicheren Zinsanlagen sind sehr gering, während risikobehaftete Anlageklassen eine konstruktive Perspektive für die Geldanlage bieten.

Die enthaltenen Meinungsaussagen geben unsere aktuelle Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung wieder. Die Einschätzung kann sich jederzeit ohne Ankündigung ändern. Stand: November 2017.

Inflation / Boom

Konjunkturerholung / Expansion

Deflation / Krise

Inflationsgeschützte Anleihen

Inflationsgeschützte Anleihen (auch inflationsindexierte Anleihen, Inflationsanleihe, inflation-linked Bond, Linker oder Inflationsbond genannt) sind Wertpapiere, deren Zinszahlung und/oder Nominalwert an einen Verbraucherpreisindex gekoppelt sind. Somit besteht bei dieser Art von Anleihen gegenüber Anleihen mit fixierter Zinszahlung der Unterschied, dass sie sich an die aktuell gültige Preis-/Inflationsentwicklung anpassen.

Passende Anlageprodukte:

Gold

Das Edelmetall ist einer der ältesten Vermögenswerte überhaupt. Schon früher sicherte das Edelmetall zum Beispiel die Finanzen von Staaten ab. Inzwischen sind Goldanlagen – vor allem durch die Börsenschwankungen im Umfeld der Lehman- und der Finanzkrise – auch wieder in das Interesse der Privatanleger gerückt.

Passende Anlageprodukte:

Aktien

Mit einer Investition in Aktien beteiligen Sie sich an einem Unternehmen und partizipieren so an dessen wirtschaftlicher Entwicklung. Dadurch bieten sich attraktive Chancen vor allem für langfristiger orientierte Anleger, wobei es im Zeitablauf zu unterschiedlichen starken Kursschwankungen kommen kann. Durch eine Investition in einen Aktienfonds, der die angelegten Gelder auf eine Vielzahl von Aktien aufteilt, besteht die Möglichkeit das Risiko gegenüber einer Einzelanlage zu senken und Schwankungen zu reduzieren. Zudem ist eine Geldanlage in der Regel bereits auch mit kleineren Anlagebeträgen möglich.

Passende Anlageprodukte:

Immobilien

Immobilien stellen eine wertbeständige und sachwertorientierte Anlageform dar. Eine Investition in Immobilien erfordert einen größeren Investitionsbetrag. Durch die Investition in einen Immobilienfonds können sich an einer großen Anzahl von unterschiedlichsten Gewerbeimmobilien wie z.B. Büros, Logistik und Einkaufszentren oder Hotels beteiligen. Erträge werden dabei überwiegend aus beständigen Mieteinnahmen und der Wertsteigerung der Immobilien erwirtschaftet. Die Investition in Immobilienfonds ist in der Regel bereits auch mit kleineren Anlagebeträgen möglich. Immobilientypische Risiken wie Mietausfall können zur Wertminderung der Anlage führen.

Passende Anlageprodukte:

Aktien

Mit einer Investition in Aktien beteiligen Sie sich an einem Unternehmen und partizipieren so an dessen wirtschaftlicher Entwicklung. Dadurch bieten sich attraktive Chancen vor allem für langfristiger orientierte Anleger, wobei es im Zeitablauf zu unterschiedlichen starken Kursschwankungen kommen kann. Durch eine Investition in einen Aktienfonds, der die angelegten Gelder auf eine Vielzahl von Aktien aufteilt, besteht die Möglichkeit das Risiko gegenüber einer Einzelanlage zu senken und Schwankungen zu reduzieren. Zudem ist eine Geldanlage in der Regel bereits auch mit kleineren Anlagebeträgen möglich.

Passende Anlageprodukte:

Rohstoffe

Rohstoffe gelten als sogenannte „Alternative Investments“ und bieten im Vergleich zu klassischen Anlageformen wie Aktien und Renten insbesondere einen diversifizierenden Effekt, da ihre Entwicklung nicht direkt mit der Entwicklung der klassischen Kapitalanlagemärkte zusammen hängt. Rohstoff-Investments werden zu überwiegenden Teilen nicht physisch, sondern werden meistens über sog. Derivate gehandelt. Rohstofffonds bündeln mehrere unterschiedliche Rohstoffarten und bieten so zusätzliche Streuung.

Passende Anlageprodukte:

Immobilien

Immobilien stellen eine wertbeständige und sachwertorientierte Anlageform dar. Eine Investition in Immobilien erfordert einen größeren Investitionsbetrag. Durch die Investition in einen Immobilienfonds können sich an einer großen Anzahl von unterschiedlichsten Gewerbeimmobilien wie z.B. Büros, Logistik und Einkaufszentren oder Hotels beteiligen. Erträge werden dabei überwiegend aus beständigen Mieteinnahmen und der Wertsteigerung der Immobilien erwirtschaftet. Die Investition in Immobilienfonds ist in der Regel bereits auch mit kleineren Anlagebeträgen möglich. Immobilientypische Risiken wie Mietausfall können zur Wertminderung der Anlage führen.

Passende Anlageprodukte:

Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen (auch Corporate Bonds genannt) werden im Gegensatz zu Staatsanleihen nicht von Staaten ausgegebenen, sondern von Unternehmen begeben. Sie dienen somit neben der klassischen Kreditaufnahme als Instrument zur Unternehmensfinanzierung und bieten in der Regel attraktivere Zinszahlungen als z.B. Staatsanleihen erstklassiger Aussteller. Die Kurse der Unternehmensanleihen können je nach Zahlungsfähigkeit des Schuldners höhere Schwankungen aufweisen. Durch eine Investition in einen Unternehmensanleihe-Fonds kann das Risiko auf unterschiedliche Papiere gestreut werden. Schwankungen sollen so verringert werden.

Passende Anlageprodukte:

Emerging Markets

Emerging Markets („emerging“ steht im Englischen für „aufstrebend“) bezeichnet aufstrebende Staaten jenseits der Industriestaaten. Diese haben oftmals eine stark wachsende Wirtschaft und bieten somit auch besonders interessante Anlagemöglichkeiten. Mit Investitionen in Emerging Markets-Aktien oder -Renten kann man an den wirtschaftlichen Entwicklungen in diesen Regionen partizipieren. Häufig unterliegen die Kapitalmärkte der Emerging Marktes stärkeren Schwankungen als die etablierten Weltbörsen. Durch die Streuung auf eine Vielzahl von Werten in unterschiedlichen Regionen lässt sich das Risiko über spezielle Investmentfonds reduzieren.

Passende Anlageprodukte:

Ausgewählte Anleihen

Anleihen sind kurz-, mittel- oder langfristige Schuldverschreibungen, die z.B. von der öffentlichen Hand oder Unternehmen ausgegeben werden. Auch in der Deflation/Krise gibt es Anleiheformen und damit auch Rentenfonds, die weiterhin Renditechancen ermöglichen.

Passende Anlageprodukte:

Wertpapiere mit Garantie

Fonds oder Zertifikate mit Garantie ermöglichen es, an der Entwicklung z.B. eines bestimmten Aktienmarktes nach einer vorgegebenen Logik zu partizipieren. Zudem bieten sie einen vollständigen oder teilweisen Schutz gegen Kursverluste am Ende der Laufzeit oder Anlageperiode, in dem ein bestimmter Prozentsatz des angelegten Kapitals (100 Prozent oder weniger) garantiert wird. Durch die zusätzliche Garantiekomponente sind die Ertragschancen im Vergleich zur Direktanlage allerdings geringer. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.

Passende Anlageprodukte: