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Eine unspektakuläre Börsenwoche liegt hinter uns. An das Spektakel aus dem Weißen Haus haben sich die Märkte gewöhnt und blicken stattdessen lieber auf die Wirtschaftsdaten. Die lassen weiterhin auf eine kräftige Konjunktur schließen, sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa.
 
Auch die Schwellenländer haben sich von den negativen Einflüssen der Vorjahre erst einmal frei machen können: Aktien und Anleihen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften zählen gegenwärtig zu den erfolgreichsten Anlageklassen. Aber auch der „natürliche Gegner“ einer guten Konjunktur, die Inflation, schläft nicht. In dieser Woche wurden überraschend hohe Inflationszahlen aus den USA gemeldet. Wenngleich hier vorübergehende Saisoneffekte maßgeblich waren, ist die Preisentwicklung doch die Sollbruchstelle der gegenwärtigen guten Wirtschaftslage.
 
Zum Stolperstein für die Märkte könnte sich allerdings doch eine Initiative aus dem Weißen Haus entwickeln. Möglicherweise wird US-Präsident Trump auf dem Gebiet der Handelspolitik einschneidende Weichenstellungen vornehmen. Hatte er im Wahlkampf noch von hohen, aber selektiven Schutzzöllen gesprochen, favorisiert er nun womöglich eine sogenannte Border Adjustment Tax. Diese Steuer würde Importe durch US-Unternehmen diskriminieren und zugleich ihre Exporte steuerlich begünstigen. Das würde die Welthandelsordnung empfindlich beeinträchtigen – und damit auch die Aktienmärkte.

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Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank