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Die großen Themen des Jahres werden an den Finanzmärkten weitergesponnen. Die Regierung Trump kommt immer stärker unter Druck, den lauten Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen. Sie scheiterte in dieser Woche jedoch schon beim Versuch, die Gesundheitsreform zurückzudrehen.
 
Die Märkte irritierte das allerdings nur kurz. Überhaupt sollte man den Grund für die Stärke der Aktienmärkte in diesem Jahr nicht ausschließlich bei den Ankündigungen aus Amerika suchen. Die Weltwirtschaft ist einfach stark unterwegs, was in dieser Woche durch Stimmungsdaten aus Europa nochmals unterstrichen wurde. Man muss sich eher fragen, was ein solch gutes Fundament ins Wanken bringen kann. Neben den anstehenden Wahlentscheidungen sind es wohl am ehesten die Notenbanken, die sich vielleicht gezwungen sehen könnten, die Zinsen stärker anzuheben als bislang erwartet.
 
Zunächst hat die Europäische Zentralbank aber noch mal eine Runde Freibier ausgegeben: Bei der letzten großen Finanzierungsaktion im Rahmen ihres unkonventionellen Maßnahmenpakets nach der Finanzkrise bezogen die europäischen Banken noch einmal über 200 Milliarden Euro Liquidität zu äußerst günstigen Konditionen und übertrafen damit sämtliche Erwartungen. Es ist also auch die Geldpolitik, die die starken Aktienmärkte befeuert. Wenngleich sich die Inflationsdiskussion in den kommenden Monaten wieder etwas beruhigen wird, kann man schon einmal fest davon ausgehen, dass die geldpolitischen Rahmenbedingungen für die Märkte ab jetzt rauer werden.

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Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank