Die Plugins senden Daten an ihren Hersteller, sobald sie angezeigt werden - deswegen aktivieren wir sie erst, wenn Sie noch einmal klicken.

Einverstanden?

Sie können die Freigabe jederzeit wieder rückgängig machen.

Lustlos präsentierten sich die Aktienbörsen in der Karwoche. Wirtschaftliche Impulse gab es kaum, dafür jede Menge Streit auf der internationalen Bühne.
 
Das Eingreifen des US-amerikanischen Militärs in Syrien und das Säbelrasseln des nordkoreanischen Regimes trugen zu einer Stimmung der geopolitischen Verunsicherung bei. An den Finanzmärkten spiegelte sich diese in einer steigenden Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen. Diese gelten als sicherer Hafen. Anleihen anderer Euro-Staaten, insbesondere Frankreichs, verloren dagegen an Wert. Der Goldpreis legte weiter zu. Die weiterhin ordentlichen Wirtschaftsdaten kamen demgegenüber kaum zu Wort.
 
Und es geht weiter mit der Verunsicherung aus der Politik. Das anstehende Referendum in der Türkei ist eher für die dortigen Finanzmärkte relevant. Eine Entscheidung für das Präsidialsystem hat langfristig auch wirtschaftlich enorme Konsequenzen für die Türkei. Eine Entscheidung dagegen erhöht die Unsicherheit, wie es weitergehen soll. In Europa werfen die französischen Präsidentschaftswahlen in der kommenden Woche ihre Schatten voraus. Eine vorsichtige Positionierung der Marktteilnehmer ist wahrscheinlich. Starke Kurszuwächse an den Aktienmärkten sind unter diesen Umständen nicht zu erwarten.

Kater_960x540.jpg
Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank