Katers Welt vom 11.12.2017

Rückenwind aus der Politik

Das US-Repräsentantenhaus hat die Steuerreform der Trump-Regierung durchgewunken – die Aktienmärkte reagieren positiv.

Rückenwind für die Märkte aus der Politik: Nach der Verabschiedung der Steuerreform in den USA hat das US-Repräsentantenhaus sogar noch die Finanzierung der Regierung für weitere zwei Wochen bis zum 22. Dezember sichergestellt, so dass es zunächst nicht zu einem Shut-Down kommt. In Europa einigten sich die Europäische Union und das Vereinigte Königreich auf Bedingungen zur Aufnahme von Verhandlungen über die Zeit nach dem Brexit, wobei hierfür wesentlich längere Übergangsfristen notwendig sind als bislang eingeplant. Starke Handelszahlen aus China sowie eine deutliche Aufwärtsüberraschung beim japanischen BIP für das dritte Quartal unterstreichen die hohe Dynamik beim globalen Wachstum zum Ende des Jahres. Das stabile und positive Makroumfeld ist der Grundpfeiler für die hohen Börsenbewertungen der Unternehmen.

In der kommenden Woche liegt der Fokus wieder einmal auf der Notenbankpolitik: Die dritte Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) in diesem Jahr ist hinreichend vom dortigen Zentralbankrat im Vorfeld angekündigt worden und dürfte keine Überraschung mehr sein. Das Hauptaugenmerk liegt hingegen auf dem weiteren Leitzinsausblick. Auch in der Eurozone tagt der Zentralbankrat. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) bereits eine Verlängerung ihrer Wertpapierkäufe bis mindestens September 2018 angekündigt hat, ist auf dieser Ratssitzung mit keinen neuen Entscheidungen zu rechnen. Ein zentrales Thema der Pressekonferenz dürfte auch hier der makroökonomische Ausblick sein.

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Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank