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Family Offices sind private Gesellschaften, deren Aufgabe die langfristige Verwaltung und Sicherung großer privater Vermögen wohlhabender Familien ist. Bis um die Jahrtausendwende waren Family Offices in Deutschland relativ unbekannt. Doch spätestens die Finanzkrise 2007 hat zu steigender Beliebtheit von Family Offices geführt. Neben der Vermögensverwaltung übernehmen Family Offices auch eine Vielzahl von Bürotätigkeiten. Dies sind vor allem Sekretariatsaufgaben für die Mitglieder der Eigentümerfamilie wie Buchführung, Controlling, Verwaltung oder Reiseplanung. Weitere Aufgaben sind die Mediation zwischen einzelnen Familienmitgliedern oder die generationenübergreifende Nachlassplanung.

Kommt ein Family Office für mich in Frage und was kostet dies?

Family Offices unterliegen keiner speziellen gesetzlichen Definition. Demzufolge sind die Strukturen von Family Offices sehr unterschiedlich. Hauptunterschied ist die Unterteilung in Single Family Offices (SFO), Multi Family Offices (MFO) und Virtual Family Offices (VFO). Das Single Family Office kümmert sich um das Vermögen einer einzelnen Familie. Es ist entweder in das Familienunternehmen integriert oder wird als eigenständige Gesellschaft geführt. Ein SFO muss für eine Familie eine komplette Gesellschaftsstruktur aufbauen. Die sind Anlagespezialisten, Buchhalter, (Steuer-)Anwälte und Assistenten. Daher ist die Unterhaltung eines SFO sehr teuer und lohnt sich nur für sehr große Vermögen von 100 Mio. EUR und mehr. Die Kosten sind sehr individuell und richten sich nach den Anforderungen der Familie. Sie liegen jedoch in der Regel zwischen 0,75% und 1,50% des gesamten Familienvermögens. So kommen schnell Beträge in Richtung 1 Million Euro zusammen.

Im Vergleich zum SFO bietet das MFO seine Dienste mehreren Familien an. Es ist unabhängig von einer Familie und deren Inhabern und fungiert als externer Berater. Da ein MFO mehrere Familien vertritt, können die Gemeinkosten reduziert und so erhebliche Skaleneffekte erreicht werden. In der Folge bieten MFO ihre Dienste deutlich günstiger an. Es wird unterschieden zwischen den beratenden MFOs ohne eigene Vermögensverwaltung sowie Vermögensverwaltende. Beratende MFOs rechnen in der Regel nach Stunden ab und bieten zuweilen auch All Inclusive-Pakete an, die sich zwischen 20.000 Euro und 40.000 Euro bewegen. Wählt man die Dienste einer vermögensverwaltenden MFO, erfolgt die Abrechnung wie beim SFO in der Regel als Prozentsatz des verwalteten Vermögens. Hier ist von einem Richtwert von 0,2-0,5% auszugehen, wobei aufgrund der Komplexität meist Mindestgebühren von mehreren Zehntausend Euro fällig werden.

Möchte man die Exklusivität eines SFO nutzen, aber legt Wert auf Flexibilität und Kostenbewusstsein, dann ist ein virtuelles Family Office (VFO) vielleicht das Richtige. Ein VFO ist ein schlankes Single-Family-Office, das ein hohes Maß an Outsourcing nutzt, um sein Personal so kostengünstig und flexibel wie möglich zu halten. Dieses kann, wie bei jedem ortsunabhängig arbeitenden Unternehmen, weltweit sitzen.

Wie investieren Family Offices?

Der Großteil des Vermögens von Family Office ist in langfristige Werte wie Aktien, Anleihen oder Immobilien mit einer stabilen positiven Wertentwicklung investiert. Eine eiserne Regel von Family Offices ist der langfristige nachhaltige Vermögensaufbau. Somit hat eine nachhaltige Rendite den Vorzug vor schnellen Gewinnen mit hoher Volatilität. Die UBS Bank geht in ihrem Global Family Office Report genau dieser Frage nach. Demnach investieren Family Offices fast ein Drittel in Aktien aus Industrie- und Schwellenländern. Mit 17% folgen fest verzinste Anleihen, 14% sind in Immobilien investiert. Diese drei Anlageklassen stellen mit 60% fast zwei Drittel der Vermögenswerte.

Ein großes Plus der Family Offices ist, dass sich die Unternehmerfamilien am Markt gut auskennen, eine sehr gute Risikobewertung vornehmen und meist früh den Zugang zu technologischen Innovationen haben. Dies ist der Grund, warum viele Family Offices neben den klassischen Anlageformen auch oftmals mit Risikokapital an der Entwicklung vielversprechender Startups beteiligt sind. Doch auch Kryptowährungen werden bei Family Offices im Rahmen einer Diversifizierungsstrategie immer beliebter.

Was ist nachhaltige Vermögensverwaltung und wie können Family Offices zur Nachhaltigkeit beitragen?

Nachhaltiges Investieren wird immer wichtiger. Laut einer Befragung der Berenberg Bank sind fast 93% der Millenials der Meinung, dass ökologische Gesichtspunkte bei Investments mit einbezogen werden sollten. Und auch bei Family Office spielt diese Entwicklung eine entscheidende Rolle. Denn auch hier legen jüngere Familienmitglieder mittlerweile großen Wert auf die Aufnahme nachhaltiger Anlagen in die Portfolios. Ein wichtiger Bestandteil bei der Auswahl der Anlagen ist der Bereich Sustainable Finance sowie die ESG-Kriterien für nachhaltige Investments.

Dank dieser Entwicklung können Family Offices und die sich dahinter verbergenden Unternehmerfamilien entscheidend zur Nachhaltigkeit und dem Wohl unserer Gesellschaft beitragen. Denn ihr Wort und ihre Entscheidungen haben oft eine große Strahlkraft in gesellschaftlichen Debatten; ihre Vorbildfunktion kann entscheidend zur Meinungsbildung in der Bevölkerung beitragen. Dank ihrer enormen finanziellen Ausstattung lassen sie ihren Worten auch Taten folgen und investieren substantielle Werte in gesellschaftliche Projekte. So planen laut einer Studie der UBS Group mehr als 85% der befragten Family Offices in Folge der Corona-Pandemie mehr Geld in Gesundheitstechnologie zu investieren. Gleiche gilt für die ökologischen Herausforderungen. Die gesellschaftliche Teilhabe und die Sinnhaftigkeit der Investitionen spielen für Family Offices eine immer größere Rolle.

Rechtliche Hinweise

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Aussagen gemäß aktueller Rechtslage, Stand: Januar 2022.

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