Industrie 4.0

Smarte Produktion

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Illustration: Axel Pfänder

Die Fabrik der Zukunft setzt auf Industrie 4.0. Jede Anlage, jedes Fahrzeug und die komplette Logistik werden dann miteinander vernetzt und ständig online sein. Maschinen produzieren und kommunizieren, Menschen steuern und kontrollieren. fondsmagazin zeigt, wie das in der Praxis aussehen könnte.


1. Bestellung
Ein Kunde bestellt online einen maßgefertigten Stuhl. Seine Bestellung wandert vom Rechner in die Daten-Cloud. Von dort aus geht sie zur Prüfung in den Control Tower und in die Produktion.
 
2. Daten-Cloud
In der Cloud – der Datenwolke – gehen nicht nur Bestellungen von Kunden ein. Dort werden auch enorme Datenmengen von vernetzten Maschinen, Anlagen oder Zulieferern gespeichert. Von allen Standorten aus kann auf die Informationen zugegriffen werden.
 
3. Control Tower
Die Mitarbeiter überwachen im Control Tower die Kommunikation, Arbeitsabläufe und Materialverteilung. Wegen der Komplexität der Vorgänge ist die Kontrolleinrichtung wichtig. Sie sorgt für Transparenz und optimiert Prozesse.
 
4. Fertigung
Die Standardstühle werden in der automatisierten Produktion gefertigt. Dafür tauschen sich Maschinen untereinander aus. So gibt die Holz verarbeitende Maschine dem Roboterarm ein Signal, sobald er Stühle übernehmen kann. Der Roboter informiert dann den selbstfahrenden Gabelstapler, der die fertigen Möbelstücke abholt.
 
5. Machine-To-Machine-Communication
Technische Geräte, Maschinen, Fahrzeuge oder auch Container kommunizieren über das Internet miteinander. Auch der Beispielkunde tritt direkt in Kontakt. Seine individuelle Maßanfertigung wird vom Control Tower an den 3-D-Drucker geleitet, der die sofortige Fertigung („on demand“) übernimmt.
 
6. Augmented Reality
Augmented Reality erweitert die reale Wahrnehmung um virtuelle Aspekte. Dem Mitarbeiter werden zusätzliche Informationen präsentiert, etwa auf einem Tablet. So kann zum Beispiel für die Wartung das Innere des 3-D-Druckers gezeigt werden, und Reparaturschritte können eingeblendet werden.
 
7. Geofencing
Geofencing heißt so viel wie „geografischer Zaun“. Diese Technologie zieht mit GPS-Daten virtuelle Grenzen. Fährt der beladene Lkw über die Grenze, erhalten der Control Tower und die Käufer der Stühle automatisch den Lieferstatus.
 
8. Energieversorgung
Die Fabrik von morgen setzt nicht nur auf neue Technologien, sondern auch auf erneuerbare Energien. So versorgen Windräder und Solaranlagen auf dem Firmengelände die Maschinen mit Strom.
 

Quelle: fondsmagazin.de

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