Dividenden

Dividende - der "neue Zins"?

In Zeiten niedriger Zinsen stehen Dividendenzahlungen von Unternehmen verstärkt im Fokus. Dabei handelt es sich nicht um einen kurzfristigen Trend. Im Gegenteil: Globale Dividenden konnten innerhalb der letzten Jahre ein stetiges Wachstum verzeichnen und Dividendenzahlungen gelten weltweit als ein Merkmal für gesunde Unternehmen. Nach bereits sehr erfolgreichen Dividendenjahren gehen Experten auch für 2019 von einer weiteren positiven Entwicklung der Dividendenzahlungen weltweit aus.

Die Deka erwartet ein weiteres Rekordjahr bei der Dividendenhöhe und prognostiziert allein von deutschen Unternehmen Ausschüttungen in Höhe von rund 52,4 Milliarden Euro, nach 44,6 Milliarden im Vorjahr. Auf den DAX entfallen rund 38 Milliarden Euro. Damit haben sich die Gewinnbeteiligungen für Aktionäre seit 2009 in etwa verdoppelt. Grundlage der Deka-Berechnung sind die Dividendenprognosen für die 160 im DAX, M-DAX und S-DAX gelisteten Unternehmen.


In Zeiten niedriger Zinsen eine Anlagealternative

Um laufendes Einkommen zu generieren, greifen Anleger hierzulande bisher insbesondere auf Sparbuch und Anleihen zurück. In Zeiten historisch niedriger Zinsen bieten diese Anlageformen jedoch nur noch bedingt einen ausreichenden Ertrag.

Staatsanleihen mit bester Bonität wie etwa deutsche Bundesanleihen werfen selbst bei einer längeren Laufzeit von zehn Jahren derzeit nur geringe jährliche Zinserträge ab.
 
Allein mit Anleihen oder Sparbüchern kann ein Anleger daher keine langfristig nachhaltige Vermögensbildung betreiben. Es bedarf auch der Beimischung von Produkten, die höhere Renditen - bei gleichzeitig aber auch höherem Risiko - abwerfen können. Denn der Effekt einer höheren Rendite ist beträchtlich (siehe nebenstehende Grafik).

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Anstelle von Zinsen an einer Dividende partizipieren

Anleger suchen deshalb vor dem Hintergrund der Renditeschmelze an den Renten- und Geldmärkten attraktive Anlagen. Eine gute Alternative zur Investition von Geldern kann die sogenannte Dividendenstrategie sein: das Investieren in dividendenstarke Aktientitel. Langfristig betrachtet weisen Aktien gegenüber Anleihen eine höhere Rendite auf und leisten damit gerade im Niedrigzinsumfeld einen wichtigen Beitrag zum Vermögensaufbau. Zudem ermöglichen sie die Teilhabe an Dividendenzahlungen.
 

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Was sind eigentlich Dividenden?

  • Gewinnausschüttung:
    Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet.
  • Dividenderendite:
    Die Dividendenrendite ist die Dividende, ausgedrückt als Anteil am Aktienkurs des Unternehmens.
  • Qualität ist wichtig:
    Nicht alle Unternehmen zahlen eine Dividende; umso besser, wenn sich ein erfahrenes Fondsmanagement-Team die Unternehmen gründlich anschaut.

Erklärfilm Dividenden

Auch als Fondsbesitzer partizipiert man an Dividendenzahlungen vieler Unternehmen. Damit sind vor allem zwei Vorteile für die Anleger verbunden: Zum einen fungieren Dividenden als Risikopuffer. Im Falle von Kursrückgängen kann der Wertverlust mit ihrer Hilfe aufgefangen bzw. minimiert werden. Zum anderen generieren die Ausschüttungen der Unternehmen laufende Erträge.


Die Dividendenstrategie als Investmentlösung ist eine richtige Strategie zur richtigen Zeit:

  • Dividendenstarke Aktien haben in der Regel eine geringere Schwankungsbreite als der breite Aktienmarkt. Sie kommen häufig aus defensiven, substanzstarken Sektoren.
  • Dividendenstarke Aktien sind ein wichtiger Bestandteil der Aktienrendite: Historisch betrachtet kommen 30 - 40 % der Erträge aus Dividendenzahlungen.
  • Dividendenrenditen sind aktuell häufig höher als die Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen. Wegen der durch die Zentralbanken immer tiefer gedrückten Zinsen sind Anleihen im Vergleich zu Aktien zunehmend unattraktiv geworden.
  • Das Thema Dividendenausschüttungen spielt nicht nur in Deutschland bzw. Europa eine bedeutende Rolle: Auch in Ländern wie den USA wird dies immer wichtiger.

Aber: Dividende ist nicht gleich Dividende

Eine hohe Dividendenrendite kann auch daraus resultieren, dass der Aktienkurs des Unternehmens stark gefallen ist. Daher muss man genauer hinschauen und das einzelne Unternehmen konkret analysieren.

Dazu zählen Aspekte wie:
Marktstärke/Marktposition, Substanz des Unternehmens, Profitabilität, Bilanzstärke, Entwicklung der Gewinne und Ausschüttungsquote. Aus allen diesen Faktoren bestimmt sich letztlich die Dividendenqualität eines Unternehmens.

Während die Renditen für Sparbuch und Anleihen immer neue Rekordtiefs markieren, erreichen die Unternehmen weltweit Ausschüttungen auf Rekordniveau.

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Gründe für die hohen Ausschüttungen

  • Viele Unternehmen stehen ausgezeichnet da: Gesunde Bilanzen, rekordhohe Barmittelbestände und überwiegend
    positive Geschäftsaussichten bieten Raum für Dividenden und/oder Aktienrückkäufe
  • Dividenden haben den Malus der Fantasielosigkeit bei Unternehmenslenkern verloren und gelten heute als ein Merkmal
    für gesunde Unternehmen
  • Die Konjunktur insbesondere in Europa belebt sich, die Gewinnmargen haben noch Luft nach oben
  • Quasi-Alternativlosigkeit durch weiterhin expansive Geldpolitik vieler Zentralbanken und Nullzinsen.
  • Experten prognostizieren einen weiteren Anstieg der globalen Dividenden. Dabei wird über alle Sektoren
    breit ausgeschüttet.
  • Dividenden haben seit Jahren weltweit an Attraktivität gewonnen.
     

Die Dividenden-Produktfamilie


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Hinweis: Die enthaltenen Meinungsaussagen geben unsere aktuelle Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung wieder.

Wesentliche Risiken:
Die Einschätzung kann sich jederzeit ohne Ankündigung ändern. Die Kurse der Vermögenswerte (insbesondere Aktien) im Fonds bestimmen den Fondspreis. Wertschwankungen mit einem damit einhergehenden Rückgang des Depotwertes können nicht ausgeschlossen werden. Die Marktentwicklung hängt stark vom konjunkturellen Umfeld ab. Ein Rückgang der Dividendenrendite kann nicht ausgeschlossen werden.

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