Sie nutzen aktuell den Internet Explorer. Dieser Webbrowser ist veraltet und entspricht nicht den aktuellen Sicherheitsstandards. Außerdem werden viele aktuelle Designstandards nicht unterstützt.

Für eine sichere und schnelle Nutzung unseres Angebots verwenden Sie bitte einen aktuellen Browser.

17.09.2022

|

1 Min.

Kalte Dusche für die Börsianer

Text:

Der Dax erlebte in den letzten Tagen eine Achterbahnfahrt.

Mit etwa 13.000 Punkten in die Woche gestartet, legte der Deutsche Aktienindex zur Wochenmitte um 500 Punkte zu, gab diese Gewinne jedoch schlagartig wieder ab. Der Grund für den plötzlichen Rückschlag lag in neuen Inflationszahlen aus den USA, die sich als kalte Dusche für die Börsianer entpuppten. Zwar sank die Inflationsrate leicht auf 8,5 Prozent, jedoch war der Rückgang geringer ausgefallen als die Inflationsbeobachter erwartet hatten.

Allgemein wurde diese negative Überraschung so interpretiert, dass das Inflationsproblem eben doch hartnäckiger ist, als viele und insbesondere die Zentralbanken bislang wahrhaben wollten. Damit gerät auch die bisherige Annahme einer „weichen Landung“ der US-Wirtschaft, also die Vermeidung einer Rezession, ins Wanken. 

Foto: Deka

Wenn die noch immer zu hohen Inflationserwartungen in der Volkswirtschaft nur durch eine tiefe Rezession zu brechen wären, dann trübt sich der Konjunkturausblick für die gesamte Weltwirtschaft erheblich ein. Dies erklärt die starke negative Reaktion der Aktienmärkte auf eine einzige Wirtschaftszahl.

Näheren Aufschluss darüber, wie es weitergeht, erwarten sich die Marktteilnehmer von der nächsten Notenbanksitzung der US-Zentralbank Fed. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Notenbanker Entwarnung geben, indem sie die geldpolitischen Zinsen wieder lockern. Das bedeutet, dass die bisherigen Zinssteigerungen bis auf Weiteres bestehen bleiben und sich sogar noch fortsetzen sollten. Dies gilt nicht nur für die USA, sondern auch für den Euroraum.

Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen

Artikel, die mit Namen oder Signets des Verfassers gekennzeichnet sind stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann die Redaktion für die Richtigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen. Die Angaben dienen der Information und sind keine Aufforderungen zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Herausgeber: DekaBank, Mainzer Landstraße 16, 60325 Frankfurt am Main, www.dekabank.de

Chefredakteur: Olivier Löffler (V. i. S. d. P.)

Projektleitung: Ralf Kustermann

Verlag: S-Markt & Mehrwert GmbH & Co. KG. - Ein Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe, Grenzstraße 21, 06112 Halle, www.deka.de/fondsmagazin, E-Mail: fondsmagazin@deka.de, Fax: +49 345560-6230 

Postanschrift: fondsmagazin Leserservice, Grenzstraße 21, 06112 Halle

Redaktion: Therese Dressel, Pamela Kapfenstein, Annekatrin Lacroix, Michael Merklinger, Diana Pfordte, Robert Thiel, Peter Weißenberg

Grafik/Infografiken: KD1 Designagentur, Köln

Sie möchten uns schreiben? Schicken Sie Ihre Anregungen, Ideen und natürlich auch Kritik einfach per E-Mail an fondsmagazin@deka.de.