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Sustainable Finance bezeichnet alle Formen nachhaltiger Finanzierung von Projekten, die Sustainability, also Nachhaltigkeit sowie eine kohlenstoffarme Wirtschaft zum Ziel haben. Beispiele sind Projekte zur Verringerung von Umwelt- und Klimaschäden, aber auch zur Förderung nachhaltiger Unternehmensführung oder sozialer Teilhabe. Grundlage von Sustainable Finance ist das Pariser Klimaschutzabkommen, in dem sich 195 Staaten zur Begrenzung der Erderwärmung bekannt haben. Zur Erreichung der von der Staatengemeinschaft definierten Klimaschutzziele ist Sustainable Finance von entscheidender Bedeutung. Nur so kann der Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft zum Erfolg zu führen.

Welche Ansätze und Instrumente für Sustainable Finance gibt es?

Einen großen Schwerpunkt wird das Thema Sustainable Finance auf der Agenda der deutschen G7-Präsidentschaft 2022 erhalten. Hier sind Treffen der Finanzminister und der Arbeitsminister geplant, um wichtige Impulse zu setzen. Somit ist sicher, dass Sustainable Finance weltweit ein immer größeres Gewicht bekommt. Auch bei Entwicklungshilfemaßnahmen der Bundesregierung wird Sustainable Finance immer wichtiger. So sollen Maßnahmen unterstützt werden, welche die Finanzströme der Entwicklungsländer mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens in Einklang bringen.

Um diese Ziele zu erreichen, gibt es eine Vielzahl von Ansätzen und Instrumenten. Diese sind sowohl für Privatanleger als auch für institutionelle Anleger geeignet. Ein Schwerpunkt sind nachhaltige Finanzprodukte wie nachhaltige Aktien, nachhaltige Aktienfonds, Ethikfonds oder Aktien nachhaltiger Rohstoffe. Doch nicht nur nachhaltige Elemente werden gefördert. Im Umkehrschluss sollen Finanzmittel von Unternehmen, Sektoren und Projekten, die als nicht nachhaltig eingestuft wurden, gezielt abgezogen werden. Eine große Rolle spielen in diesem Zusammenhang Förderinstrumente der öffentlichen Hand.

Was ist der Unterschied zu Green Finance?

Green Finance ist der Teilbereich von Sustainable Finance, der sich primär mit Umwelt- bzw. Klimaspekten befasst. In Bezug auf die ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) also mit dem Bereich "E". Demgegenüber befasst sich Sustainable Finance mit der gesamten, simultanen Betrachtung aller ESG-Kategorien.

Wie erfolgt die Umsetzung und wie hat sich der Sektor bisher entwickelt?

Auf europäischer Ebene gibt es bereits konkrete Gesetzesvorhaben. Das prominenteste ist die sogenannte EU-Taxonomie, ein Klassifikationssystem für nachhaltige Finanzen. Die EU-Taxonomie wurde von der EU-Kommission entwickelt, um für eine bessere Transparenz auf dem Markt für nachhaltige Finanzierung zu sorgen. Mit ihrer Hilfe können Investoren in Zukunft erkennen, ob wirtschaftliche Aktivitäten von Unternehmen auch wirklich nachhaltig sind. Konkret legt die EU-Taxonomie sechs verbindliche Umweltziele fest:

  • Eindämmung des Klimawandels
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Nachhaltige Nutzung und Schutz der Wasser- und Meeresressourcen
  • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
  • Vermeidung und Kontrolle der Umweltverschmutzung
  • Schutz und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme

So können die Kapitalströme der Zukunft in ökologische Finanzierungen gelenkt werden – für eine nachhaltige Wirtschaft.

In Deutschland haben Bundesfinanzministerium, Bundesumweltministerium und Bundeswirtschaftsministerium als Konsequenz aus dem Pariser Klimaschutzabkommen im Jahr 2019 eine gemeinsame Strategie entwickelt. In der Folge wurde der Sustainable Finance-Beirat einberufen. Aufgabe des Beirats ist es, konkrete Ziele zu entwickeln und sich daraus ergebende Handlungsempfehlungen abzuleiten. Ziel ist es, den Standort Deutschland zu einem Sustainable Finance-Standort auszubauen. Hierbei verfolgt die Regierung fünf Hauptziele. Sustainable Finance weltweit und europäisch voranbringen, Chancen ergreifen, Transformationen finanzieren und Nachhaltigkeitswirkung verankern. Die gezielte Verbesserung des Risikomanagements der Finanzindustrie sowie die Gewährleistung der Finanzmarktstabilität. Schließlich die Stärkung des Finanzstandorts Deutschland, den Ausbau der Expertise sowie die Etablierung des Bundes als Vorbild im Finanzsystem. Im Februar 2021 hat der Beirat der Bundesregierung 31 Empfehlungen vorgelegt. Diese zeigen, wie die Transformation der deutschen Wirtschaft durch ein nachhaltiges Finanzsystem finanzierbar wird.

Was sind die Vor- und Nachteile?

Die Vorteile von Sustainable Finance für unseren Planeten, aber auch für die Weltwirtschaft sind offensichtlich. Nachhaltige Unternehmen erwirtschaften kurz- und langfristig finanzielle Erträge. Sie schaffen gleichzeitig einen positiven Wert für die Gesellschaft und halten sich an ökologische Vorgaben. Organisationen, die sich nicht mit ökologischen und sozialen Risiken auseinandersetzen, sind weniger widerstandsfähig gegenüber diesen Herausforderungen. In der Konsequenz gefährden sie damit ihre eigene Existenz.

Doch wie überall gibt es nicht nur Vorteile. So braucht die Umstellung auf umweltfreundliche Technologien Zeit und ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Zudem sind fortlaufende Überwachung und Anpassungen notwendig, um den Erfolg sicherzustellen. Auch die Anfangskosten sind in der Regel deutlich höher, da neue Technologien zum Einsatz kommen, die sich erst amortisieren müssen. In der Konsequenz sind umweltfreundliche Produkte oft teurer. In den Augen der meisten Unternehmen und Kunden ist es die Mühe jedoch auf jeden Fall wert. Zum einen schädigt man weniger die Umwelt, zum anderen baut man ein nachhaltiges Unternehmen für kommende Generationen auf.

Rechtliche Hinweise

Diese Inhalte wurden zu Werbezwecken erstellt. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten. Bitte lesen Sie diese, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
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Die Verwaltungsgesellschaft des Investmentfonds kann jederzeit beschließen den Vertrieb zu widerrufen.

Aussagen gemäß aktueller Rechtslage, Stand: Januar 2022.

Die steuerliche Behandlung der Erträge hängt von den persönlichen Verhältnissen der Kundinnen und Kunden ab und kann künftig auch rückwirkenden Änderungen (z.B. durch Gesetzesänderung oder geänderte Auslegung durch die Finanzverwaltung) unterworfen sein.