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"Bedürfnisse der heute lebenden Menschen zu erfüllen, ohne dabei spätere Generationen in ihren Fähigkeiten einzuschränken, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen". Diese Definition von Nachhaltigkeit stellte bereits 1987 die World Commission on Environment und Development in ihrem Bericht "Our Common Future" fest. Seitdem hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit als Handlungskonzept in allen Bereichen des gesellschaftlichen, aber auch des wirtschaftlichen Lebens ausgebreitet. Immer mehr Anleger in Deutschland wollen ihr Geld nachhaltig anlegen. Eine gute Möglichkeit für ethische Investments bieten Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen. Bereits 2019 waren in Deutschland, Österreich und der Schweiz 838,83 Milliarden Euro in solchen Fonds angelegt. Weltweit sind es heute fast 4.000 Milliarden. Die Nachfrage nach sinnvollen, ethischen Investments ist sehr hoch.

Ethisch-ökologische Fonds fokussieren auf drei Kernthemen. Umwelt, Soziales und Verantwortung sind hier die Stichworte, entsprechend der englischen Begriffe Environment, Social und Governance auch "ESG-Kriterien" genannt. Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen sind entsprechend nicht nur auf das Erzielen einer möglichst großen Rendite ausgerichtet. Menschen, die über ein ethisches Investment nachdenken, wollen Umweltschutz, soziale Verantwortung und ethisches Handeln unterstützen. Eine wesentliche Motivation des nachhaltigen Investierens ist es, die Transformation der Wirtschaft in eine nachhaltige Ökonomie zu befördern.

Bei der Gestaltung nachhaltiger Fonds setzen Banken insbesondere auf die folgenden drei Instrumente:

  • Den Ausschluss von Unternehmen oder Staaten, die einem oder mehreren der drei Kriterien Ökologie, Soziales und verantwortungsvoller Unternehmensführung, bzw. Geschäftsethik nicht genügen, wie z.B. Waffenhersteller, Atomkraftproduzenten oder Unternehmen, die Arbeitnehmerrechte verletzen.
  • Das normbasierte Screening, bei dem Investments nach ihrer Übereinstimmung mit internationalen Standards überprüft werden.
  • Die Integration von ESG-Kriterien als Grundlage für Anlageentscheidungen. Die Faktoren Umwelt, Soziales und Unternehmensführung spielen bei den Strategien der Anlageprozesse eine immer bedeutendere Rolle.

Gibt es verbindliche Standards für Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen?

Durch die steigende Bedeutung umweltpolitischer und sozialer Themen nimmt das Interesse der Anleger an nachhaltig ausgerichteten Finanzprodukten stetig zu. Auch die Anzahl der Produkte, die sich als nachhaltig bezeichnen, steigt stetig. Doch wie lässt sich vermeiden, dass Anleger auf Greenwashing hereinfallen. Also das Investment in vermeintlich nachhaltige Geldanlagen, die in Wahrheit in ihrer Zusammensetzung Nachhaltigkeitsgesichtspunkten gar nicht oder nur rudimentär genügen. Aus diesem Grund haben die BaFin für Deutschland, sowie MiFID II auf europäischer Ebene Leitlinien für nachhaltige Investmentvermögen entwickelt. Diese verlangen beispielsweise eine Mindestinvestitionsquote oder bestimmte Mindestausschlüsse. So soll gewährleistet werden, dass ein wesentlicher Beitrag zur Verwirklichung der Umwelt- und Sozialzielen geleistet wird.

Welche Kriterien sollten nachhaltige Fonds erfüllen?

Bei der Entwicklung von Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen wird neben ökonomischen Aspekten die Unternehmensperformance in den drei Handlungsfeldern Umwelt, Soziales und Unternehmensführung betrachtet. Fonds mit einem starken Augenmerk auf Umweltthemen werden oft Öko-Fonds genannt. Liegt ein Hauptaugenmerk auf sozialem Wohlverhalten und guter Unternehmensführung, spricht man auch von Ethikfonds.

Im Themenfeld Umwelt geht es um den effizienten Umgang mit Rohstoffen, Wasser und Boden, die Nutzung erneuerbarer Energien oder um Fragen von Treibhausemissionen oder der Abfallerzeugung. Typische Fragen sind hier z.B: Welche Anstrengungen unternimmt das betrachtete Unternehmen, um einen möglichst geringen Beitrag zum Klimawandel zu leisten? Wie verantwortungsbewusst geht das Unternehmen mit Energie um? Wird ein hoher Anteil an erneuerbaren Energien eingesetzt? Wird der Energieverbrauch durch kluges Energiemanagement aktiv minimiert? Welche sonstigen Anstrengungen werden hinsichtlich Umweltschutzes und Öko-Effizienz unternommen? Wie steht es um Wasserverbrauch und Abwasserentsorgung? Was sind die Auswirkungen auf biologische Vielfalt und Kreislaufwirtschaft? Bemüht sich das Unternehmen um möglichst kurze Lieferwege für die verarbeiteten Ressourcen?

Im Themenfeld Soziales geht es um das Respektieren von Mitarbeiter- und Menschenrechten, den Konsumentenschutz und die Übernahme von Produktverantwortung. Werden die Arbeitnehmer fair bezahlt, können sie sich gewerkschaftlich organisieren? Sind die Arbeitsplätze ergonomisch und sicher und wird Weiterbildung und Fortbildung ermöglicht? Wird auf gute Arbeitsbedingungen bei Subunternehmern und Lieferanten geachtet? Ausschlusskriterien sind z.B. Kinder- und Zwangsarbeit oder Unternehmen, die mit Diktaturen oder autoritären Regierungen zusammenarbeiten.

Im Bereich Governance schließlich geht es um ein verantwortliches Verhalten des Unternehmens firmenintern ebenso wie in der Gesellschaft. Um das zu beurteilen, werden zum Beispiel folgende Fragen gestellt: Werden Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption ergriffen? Welchen Stellenwert haben Diversität und Chancengleichheit? Werden Steuern pünktlich und in korrekter Höhe bezahlt? Schafft das Unternehmen Transparenz gegenüber Investoren? 

Welche Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen gibt es und wer gibt sie aus?

Es gibt eine große Vielfalt an Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen. Im September 2020 gab es bereits knapp 2.900 ESG-Fonds und ESG-EFTs. Seither sind mehrere Hundert neue Produkte auf den Markt gekommen. Praktisch jede Bank gibt heute Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen aus und bietet ihren Kunden Impact- oder ESG-Fonds an. ESG-Fonds berücksichtigen das Unternehmensverhalten in allen drei Themenfeldern. Bei Impact-Fonds stehen die messbaren Effekte nachhaltiger Unternehmen in Vordergrund. Wie ausgeprägt die Vielfalt des Angebots an Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen ist, zeigt das Produktportfolio der Deka. Darunter sind derzeit über 20 verschiedene Fonds für Privat- und Firmenkunden. So können Sparkassenkunden mit ihren Geldanlagen die ihnen wichtigen Werte und Ziele unterstützen.

Wie sicher sind Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen?

Nachhaltige Geldanlagen sind grundsätzlich den gleichen Risiken unterworfen wie klassische Wertpapiere. Dazu zählen mögliche kapitalmarktbedingte Wert- und Währungsschwankungen. Allerdings sind nachhaltig handelnde Unternehmen oft besser auf die Herausforderungen der Zukunft eingestellt. Mit ressourcenschonenden Verfahren reduzieren Unternehmen ihre Kosten und steigern die Effizienz. Eine verantwortungsvolle Geschäftsführung motiviert Mitarbeitende und wirkt hoher personeller Fluktuation entgegen. Langfristige Risiken wie regulatorische Änderungen oder Krisenszenarien in Produkt- und Lieferkettensicherheit werden strukturell umgangen. Das Innovationspotenzial erhöht sich durch Forschung und Entwicklung im Bereich umweltfreundlicher Produkte und Prozesse. 

Grundsätzlich sollte ein Anleger nur in nachhaltige Angebote investieren, die hinsichtlich Risiko und Liquidität zu seinen persönlichen Anforderungen passen. Ein höheres Risiko als breit gestreute Fonds bergen Direktinvestments, beispielsweise in einzelne Wasserkraftwerke, Solarparks oder Wälder. Das liegt daran, dass der Investor quasi (Mit-)Eigentümer der betreffenden Unternehmen wird und von möglichen Wertverlusten unmittelbar betroffen ist. Professionell gemanagte Fonds, die in eine Vielzahl von nachhaltigen Wertpapieren investieren, reduzieren dieses "Klumpenrisiko".

Welche Vor- und Nachteile bzw. Chancen und Risiken bergen nachhaltige Investments?

Nachhaltige Investitionen können Anlegern eine Chance bieten, gute Renditen zu erzielen. Denn Investitionen in nachhaltige Unternehmen statten diese mit Kapital aus, das hilft, die Unternehmensziele zu erreichen. Investitionen in nachhaltig handelnde Firmen können auch deswegen lohnenswert sein, weil der Markt zunehmend nach den Produkten solcher Unternehmen fragt. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen umweltschonende, soziale und ethische Aktivitäten der Unternehmen belohnen. So können Investoren mit nachhaltigen Anlagen positiven gesellschaftlichen und ökologischen Wandel unterstützen.

Was bringen Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen?

Viele auf dem Markt befindliche Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen bieten marktgerechte Renditechancen. Seriöse Anbieter wie die Deka strukturieren ihre Fonds auf Basis langjähriger Erfahrung. Das Marktinteresse an verlässlichen Nachhaltigkeitsanlagen ist daher weiterhin wachsend. Neben der persönlichen Rendite bieten Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen die Gewähr, mit dem Investment ökologische, soziale und ethische Ziele zu fördern. Die enormen Investitionen in nachhaltige Geldanlagen haben zudem einen positiven Einfluss auf die zukünftige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Entscheidung zu nachhaltigen Investments ist ein aktiver Beitrag dazu, dass auch spätere Generationen die Fähigkeit und Ressourcen haben, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Rechtliche Hinweise

Diese Inhalte wurden zu Werbezwecken erstellt. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten. Bitte lesen Sie diese, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte in deutscher Sprache inklusive weiterer Informationen zu Instrumenten der kollektiven Rechtsdurchsetzung erhalten Sie auf www.deka.de/beschwerdemanagement.
Die Verwaltungsgesellschaft des Investmentfonds kann jederzeit beschließen den Vertrieb zu widerrufen.

Aussagen gemäß aktueller Rechtslage, Stand: November 2021.

Die steuerliche Behandlung der Erträge hängt von den persönlichen Verhältnissen der Kundinnen und Kunden ab und kann künftig auch rückwirkenden Änderungen (z.B. durch Gesetzesänderung oder geänderte Auslegung durch die Finanzverwaltung) unterworfen sein.