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Klimakrise und Nachhaltigkeit bestimmen nicht nur die politischen Debatten, sondern zunehmend auch die Finanzmärkte. In den letzten Jahren hat sich der Anteil an emittierten Green Bonds vervielfacht – genauso wie das Interesse der Anleger. Doch nicht für jeden sind die grünen Anleihen die richtige Wahl.

Was sind Green Bonds?

Green Bonds, deutsch: „grüne Anleihen“, sind festverzinsliche Wertpapiere, über welche Anleger in Umwelt- und Klimaprojekte investieren. Die Anleihen können von Unternehmen, Banken und Staaten herausgegeben werden. Das Finanzprodukt ist wie nachhaltige Aktien dem Bereich Green Finance zuzuordnen.

Wie qualifizieren sich Green Bonds?

Es haben sich mehrere Green-Bond-Standards etabliert, die jeweils unterschiedlich definieren, was eine Anleihe als Green Bond qualifiziert. Ein bekanntes Beispiel sind die „ICMA Green Bond Principles“. Die grünen Anleihen finanzieren unterschiedliche Projekte, zum Beispiel zur Klimaneutralität, Elektromobilität, Entwicklung energieeffizienter Technologien wie zum Beispiel erneuerbare Energien oder der Verringerung von Müll und Rohstoffen.

Der Green-Bond-Markt: Historie und aktuelle Entwicklungen

Grüne Anleihen sind kein neues Finanzprodukt. Den ersten Green Bond gab die Europäische Investment Bank bereits 2007 heraus. Kaufberechtigt waren damals nur institutionelle Anleger. Seitdem sind viele weitere Green Bonds von privaten und öffentlichen Institutionen auf den Markt gekommen.

Laut Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. hat sich das jährliche Emissionsvolumen von 2010 bis 2019 verhundertfacht: von 2,5 auf 250 Milliarden US-Dollar. Für 2021 werden Emittenten in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar erwartet. Die Nachfrage übersteigt Analysen des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge trotz dieses Anstiegs weiterhin das Angebot. Bis heute investieren besonders institutionelle Anleger in Green Bonds, allerdings steigt das Interesse privater Anleger an den grünen Anleihen zunehmend.

Green Bonds in Deutschland

Deutschland gehört zu den Pionieren der Green Bonds. Die KfW-Bank und die Landwirtschaftliche Rentenbank emittieren seit 2013 grüne Anleihen, das Land Nordrhein-Westfalen und die NRW-Bank seit 2014. Mittlerweile sind zahlreiche Finanzinstitute hinzugekommen. Auch die DekaBank bietet seit 2020 Green Bonds für private Kunden an.

Die Bundesrepublik treibt den Trend aktiv voran und hat 2020 eine grüne Staatsanleihe herausgegeben mit einem Volumen von 6,5 Milliarden Euro. Die Europäische Union setzt seit 2021 ebenfalls auf nachhaltige Finanzierung: Sie gab im Oktober grüne Anleihen im Wert von 12 Milliarden Euro heraus mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Das Interesse war enorm: Großinvestoren sicherten sich die Wertpapiere bereits am ersten Tag. Damit wurde die EU zum größten Emittenten von Green Bonds weltweit.

So investieren Sie in Green Bonds

Viele Green Bonds fordern ein Direktinvestment ab 100.000 Euro. Damit sind sie als Anlageprodukt für Privatinvestoren nur bedingt geeignet.

Dennoch gibt es einige Green Bonds, die ihre Emissionen stückeln und so auch für das Investment niedrigerer Summen infrage kommen. Beispielsweise können Green Bonds der DekaBank bereits ab einem Betrag von 25 EUR erworben werden.

Green Bonds der DekaBank können Privatanleger direkt zeichnen. Als privater Investor können Sie hierzu Ihre Sparkasse kontaktieren. Die Alternative sind grüne Fonds, die Aktien von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen bündeln.

Vor- und Nachteile bei dem Investment in Green Bonds

Green Bonds sind ein häufig diskutiertes Finanzprodukt, das Stärken und Schwächen mit sich bringt.

Vorteile

Privatanlegern bieten Green Bonds die Möglichkeit, mit ihrem Vermögen gezielt Projekte zu unterstützen, die Umwelt und Klima fördern. Vor allem wenn sich die Emittenten an Standards halten, lässt sich transparent nachvollziehen, was sich hinter dem Label „grün“ tatsächlich verbirgt.

Im Vergleich zu grünen Aktien bergen Öko-Anleihen ein relativ geringes Risiko. Denn das eingesetzte Kapital wird zum Nennbetrag zurückgezahlt – hier unterscheiden sich Green Bonds nicht von anderen Anleihen.

Nachteile

Einer der größten Kritikpunkte ist die fehlende einheitliche Klassifizierung: Welche Aktivitäten gelten als nachhaltig? In Deutschland gibt es mit dem Stufenkonzept der deutschen Finanzverbände (Verbändekonzept) seit 2021 klare Regelungen zur Nachhaltigkeitsbewertung. International herrscht weniger Einigkeit. Einige privatwirtschaftliche Initiativen geben hier Standards zur Qualitätseinschätzung von grünen Anleihen heraus. Eine von ihnen ist der Climate Bonds Standard der Climate Bond Initiative, eine andere sind die Green Bond Principles, der Capital Market Association (ICMA). 

Alternativen für verantwortungsbewusstes Investment

Immer mehr Menschen wollen ihr Geld mit gutem Gewissen anlegen. Sie wollen ihr Vermögen nutzen, um einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel zu leisten. Der Finanzmarkt reagiert und bietet immer mehr Möglichkeiten für Impact Investment.

Auch die Deka bietet Privatanlegern eine Reihe von Möglichkeiten für ein verantwortungsvolles Investment. Informieren Sie sich jetzt über unsere nachhaltigen Geldanlagen.

Grüne Aktien

Alternativ kommen grüne Aktien als Anlageform in Frage: Wie es um die Nachhaltigkeit der Unternehmen steht, die die Wertpapiere ausgeben, lässt sich aus ihren Nachhaltigkeitsberichten ableiten. Einige Rating-Agenturen geben spezielle Ratings heraus, die Aktien und Aktienfonds mithilfe von ESG-Kriterien auf ihre Nachhaltigkeit bewerten.

Nachhaltige Zertifikate

Auch Anlagezertifikate können in einer nachhaltigen Variante erworben werden. Für die Einstufung der Nachhaltigkeit eines Zertifikats müssen grundsätzlich zwei Ebenen betrachtet werden: Zum einen der Emittent und zum anderen der zugrundeliegende Basiswert, also zum Beispiel ein Index oder ein einzelnes Unternehmen.

Die Betrachtung des Emittenten ist notwendig, da Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen des Emittenten sind, die ihm zur Refinanzierung dienen. Oftmals beziehen sich nachhaltige Zertifikate auf einen Nachhaltigkeitsindex, wie zum Beispiel den MSCI World Climate Change ESG Select Index, der über 1.000 Unternehmen aus 23 Industrieländern bündelt.

Öko-ETFs

Um das Anlagerisiko in einzelne Aktien zu minimieren, bieten sich Öko-ETFs an. Anders als bei aktiv gemanagten Fonds ist die Investition über ETFs passiv und bildet den Kursverlauf der abgebildeten Aktien ab. Den ETFs liegt ein Nachhaltigkeitsindex zugrunde, zum Beispiel der MSCI World Climate Change ESG Select Index.

Je nachdem, welche Unternehmen im ETF berücksichtigt sind, schwanken die Renditechancen. Allen Öko-ETFs gemeinsam ist, dass die Emittenten der Wertpapiere auf eine umweltschonende und faire Arbeitsweise achten.

Fazit: Green Bonds verändern die (Finanz-)Welt

Green Bonds haben in den vergangenen Jahren eine dynamische Entwicklung erlebt: Mit dem steigenden Nachhaltigkeitsbewusstsein in Wirtschaft und Gesellschaft wechseln immer mehr Großanleger zu grünen Anlageprodukten.  

Auch für private Investoren sind Green Bonds eine ernst zu nehmende Alternative zu traditionellen Anleihen, die die Option eröffnen, Renditechancen in Einklang mit persönlichen Wertvorstellungen zu ergreifen.  Wer mit seiner Anlage einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel leisten möchte, sollte sich allerdings nicht von vermeintlich grünen Produktbezeichnungen blenden lassen, sondern immer die zugrundeliegenden Qualitätskriterien überprüfen.

Bitte beachten Sie auch die Risiken.

Die konkreten Risiken hängen von der Auswahl des Produktes ab. Kapitalmarktbedingte Wert- und Währungsschwankungen können nicht ausgeschlossen werden und zu Verlusten führen. Die Marktentwicklung hängt stark vom konjunkturellen Umfeld ab.

Neue Erkenntnisse bezüglich nachhaltiger Aspekte können evtl. erst nachträglich berücksichtigt werden.
Bei Zertifikaten bestehen Risiken, die zu Verlusten führen können. Insbesondere kann im Fall der Zahlungsunfähigkeit der Emittentin ein Totalverlust nicht ausgeschlossen werden.

Rechtliche Hinweise

Diese Inhalte wurden zu Werbezwecken erstellt. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten. Bitte lesen Sie diese, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte in deutscher Sprache inklusive weiterer Informationen zu Instrumenten der kollektiven Rechtsdurchsetzung erhalten Sie auf www.deka.de/beschwerdemanagement.
Die Verwaltungsgesellschaft des Investmentfonds kann jederzeit beschließen den Vertrieb zu widerrufen.

Aussagen gemäß aktueller Rechtslage, Stand: November 2021.

Die steuerliche Behandlung der Erträge hängt von den persönlichen Verhältnissen der Kundinnen und Kunden ab und kann künftig auch rückwirkenden Änderungen (z.B. durch Gesetzesänderung oder geänderte Auslegung durch die Finanzverwaltung) unterworfen sein.