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Umweltschutz, faire Arbeitsbedingungen und eine ethische Wirtschaftswelt – Nachhaltigkeit ist immer mehr Menschen wichtig. Auch bei der Geldanlage besteht die Möglichkeit, sich für Nachhaltigkeit zu entscheiden: mit einem Investment nach ESG-Kriterien.

Was sind ESG-Kriterien? Eine Definition

ESG ist eine Abkürzung für die englischen Begriffe Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Anhand der ESG-Kriterien werden Unternehmen nach ökologischen und sozialen Aspekten sowie ihrer verantwortungsvollen Unternehmensführung bewertet. Es werden nachprüfbare Kennwerte für jeden der drei Bereiche definiert, zum Beispiel zur emittierten Menge CO2, Zertifizierungen über Gesundheitsschutz oder Schaffung von Chancengleichheit. Dadurch ist Nachhaltigkeit von Unternehmen messbar.
In der Finanzwelt unterstützen ESG-Kriterien Anleger dabei, nachhaltige Unternehmen und Finanzprodukte zu erkennen. Neben einer auskömmlichen Renditeerwartung und einem guten Risikoprofil müssen diese Geldanlagen soziale und ökologische Standards erfüllen, um eine positive Bewertung zu erzielen.
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Wie sind die ESG-Kriterien entstanden?

Ethisches Investieren hat eine lange Tradition. In den Mainstream ist es allerdings erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts vorgedrungen. Vorreiter waren die USA und England. Dort wurden die ersten Fonds nach ethischen Standards aufgelegt. Meist wurden nur Aktien von Unternehmen gehalten, die nicht in der Rüstungsindustrie aktiv waren oder Rassendiskriminierung unterstützten.

Mit der einsetzenden Globalisierung und dem wachsenden Bewusstsein für soziale Ungleichheit und den Klimaschutz stieg die Nachfrage nach verantwortungsvollen Geldanlagen – und das Angebot. Laut  Forum Nachhaltige Geldanlage  ist die Summe der Privatinvestitionen in nachhaltige Aktienfonds und Mandate von 2019 auf 2020 um 117 Prozent gestiegen.

Die ESG-Kriterien wurden zunächst im angelsächsischen Raum etabliert. Zurzeit gehören sie zu den weltweit am häufigsten genutzten Frameworks, um nachhaltiges Investment nachvollziehbar zu machen.

Die ESG-Kriterien im Detail: Umweltschutz, Gesellschaft, Unternehmensführung

Es gibt keine festgelegten Standards, welche Maßnahmen Unternehmen in den jeweiligen Bereichen umsetzen müssen. Organisationen stehen viele Optionen zur Verfügung, um ihr Abschneiden in den verschiedenen Bereichen zu verbessern.

Environmental

Das Kriterium Umwelt nimmt in den Blick, inwieweit Unternehmen mit ihren Aktivitäten die Umwelt belasten oder sich für ihren Schutz einsetzen. Dabei erfassen Kennzahlen, ob sie sich um ein ökologisches Wirtschaften bemühen und Ressourcen so verwenden, dass zukünftige Generationen eine lebenswerte(re) Zukunft haben. Die folgenden Leitfragen geben darüber Aufschluss.

  • Bemüht sich das Unternehmen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren oder klimaneutral zu werden?
  • Gibt es Anstrengungen Energie zu sparen bzw. werden erneuerbare Energien genutzt?
  • Achtet das Unternehmen auf Umwelt- und Klimaschutz auf allen Stationen seiner Lieferkette?
  • Nutzt das Unternehmen selbst nachhaltige Produkte und Technologien?
  • Inwieweit integriert das Unternehmen Kreislaufwirtschaft in seine Prozesse?

Viele Unternehmen erfassen ihre Bemühungen im Bereich Umwelt proaktiv und lassen sich nach etablierten Standards zertifizieren. Ein Beispiel: Die Zertifizierung nach ISO 14001. Mit dieser zeigen Organisationen, dass sie bestimmte Kennzahlen regelmäßig messen und ein Umweltmanagementsystem führen. Viele Unternehmen veröffentlichen Reports nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative.

Social

Das Kriterium "Social" befasst sich mit der Unternehmensethik. Es prüft, ob Organisationen die Achtung der Menschenwürde in ihrem eigenen Betrieb und dem ihrer Zuliefererbetriebe sicherstellen. Auch Gleichstellung, Gesundheitsschutz und soziales Engagement sind Aspekte, die in diesem Zusammenhang untersucht werden.

  • Hält das Unternehmen und halten seine Zulieferer Menschen- und Arbeitnehmerrechte ein?
  • Verbietet das Unternehmen Kinderarbeit in seiner Lieferkette? 
  • Ergreift das Unternehmen Maßnahmen, um die Gesundheit seiner Angestellten zu fördern (ergonomische Arbeitsplätze, Schutzkleidung, Sicherungsmaßnahmen, Ruhezeiten etc.)?
  • Bietet das Unternehmen Angestellten Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung? 
  • Engagiert sich die Organisation sozial?

Im Bereich Unternehmensethik existieren viele Standards, an denen sich Organisationen und Prüfer orientieren. Zu den bekannten gehören der Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung (ISO 26000), die OECD-Leitsätze für multinationale Konzerne und der UN Global Compact.

Governance

Um die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung zu beurteilen, werden unter anderem Unternehmenswerte, Steuerungs- und Kontrollsysteme und das Risiko- und Reputationsmanagement betrachtet. Sowohl die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wird geprüft als auch freiwillige Maßnahmen zu Transparenz und Fairness. Auch für die Bewertung der Unternehmensführung können Leitfragen verwendet werden:

  • Welche Maßnahmen gegen Bestechung und Korruption werden umgesetzt?
  • Wie sorgt das Unternehmen für Chancengleichheit? 
  • Sind die Unternehmenswerte transparent festgehalten und kommuniziert? 
  • Existieren nachvollziehbare Prozesse zur Einhaltung der Compliance?

Von wem werden die ESG-Kriterien überprüft?

Die ESG-Kriterien werden von den Unternehmen und von Ratingagenturen überprüft.

  • Viele Unternehmen erheben und messen ihre Bemühungen zur Nachhaltigkeit mittlerweile selbst. Anleger auf der Suche nach nachhaltigen Investment-Optionen können daher prüfen, ob Unternehmen ESG-Berichte veröffentlichen. Kapitalmarktorientierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind in jedem Fall verpflichtet, Nachhaltigkeitsreports zu veröffentlichen. 
  • Mittlerweile evaluieren auch zahlreiche auf Nachhaltigkeit spezialisierte Ratingagenturen Unternehmen und erstellen basierend auf diesen ESG Scores Ratings für Aktien und Fonds. Zu den wichtigsten Anbietern gehören MSCI, Inrate, ISS oekom und Sustainalytics. Immer häufiger geben auch traditionelle Rating-Agenturen ESG-Ratings heraus.

Welche verwandten nachhaltigen Anlagestrategien gibt es?

Neben dem ESG-Ansatz gibt es verschiedene weitere Strategien für nachhaltiges Investieren

Wer ökologisch und sozial verantwortliche Investmentfonds finden will, kann sich an entsprechenden Gütesiegeln orientieren. Beispielsweise vergibt das Forum Nachhaltige Geldanlagen ein FNG-Siegel, das nur Publikumsfonds enthalten, die Mindeststandards in der Nachhaltigkeit erfüllen.

Nachhaltige Aktien finden Anleger auch beim Blick auf spezialisierte Indizes. Der Dow Jones Sustainability Index bildet fast 1000 Unternehmen ab, die ökologische, ethische und soziale Kriterien erfüllen müssen. Der Öko-Dax vereint eine Handvoll grüner deutscher Unternehmen. Der weltweit größte Indexanbieter MSCI bündelt mit seinen MSCI Climate Change Indexes Aktien von Unternehmen, die ihre Emissionen reduzieren und grüne Technologien verwenden.

Ein einheitliches Gütesiegel für nachhaltige Geldanlage gibt es noch nicht. Für die EU wird sich das allerdings ändern. Ab 2022 soll eine EU-weite Regelung in Kraft treten, die Kriterien für nachhaltige Finanzprodukte definiert.

Wie überprüft Deka Anlagemöglichkeiten in Bezug auf die Einhaltung der ESG-Kriterien?

Im Europäischen SRI Transparenz Kodex stellt die Deka Aktien bzw. Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen aus ihrem Portfolio vor und informiert im Hinblick auf die Erfüllung der ESG-Kriterien transparent darüber. Welche ESG-Kriterien werden angewendet? Wie sieht die ESG-Analyse und Evaluierungs-Methodik aus? Wie wird die ESG-Qualität der Fonds bewertet? All das sind Themen, welche innerhalb des Kodex beleuchtet und veröffentlicht werden.

Fazit: ESG-Kriterien bringen Transparenz in den „grünen Finanzmarkt“

Private Anleger haben heute viele Möglichkeiten, auf nachhaltige Art und Weise Vermögen aufzubauen. Das Angebot grüner Finanzprodukte zu durchblicken, ist allerdings nicht immer leicht. Häufig ist nicht nachvollziehbar, wie sozial und ökologisch die Unternehmen in einem Fonds wirklich arbeiten. Hier schaffen ESG-Kriterien Transparenz und bieten eine verlässliche Orientierung.

Wenn Sie sich für nachhaltige Geldanlage interessieren, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Sparkasse und informieren Sie sich, welche der vielfältigen ESG-Lösungen Ihren individuellen Anlagezielen bzw. Ihrer persönlichen Risikoneigung entsprechen.

Rechtliche Hinweise

Diese Inhalte wurden zu Werbezwecken erstellt. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten. Bitte lesen Sie diese, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
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Aussagen gemäß aktueller Rechtslage, Stand: November 2021.

Die steuerliche Behandlung der Erträge hängt von den persönlichen Verhältnissen der Kundinnen und Kunden ab und kann künftig auch rückwirkenden Änderungen (z.B. durch Gesetzesänderung oder geänderte Auslegung durch die Finanzverwaltung) unterworfen sein.