Mobilität

Was uns alle morgen bewegt

Das Auto ist eines der großen demokratischen Freiheitssymbole unserer Zeit. Und gerade in Deutschland hat es als Wachstumsmotor die Wirtschaft dynamisch vorangebracht. Jetzt steht nicht nur die individuelle Mobilität mitten in einer revolutionären Neuerfindung: Digitale Vernetzung, elektrifizierte Antriebe und autonomes Fahren machen Fortbewegung und Transport effizienter und sicherer – und sie bringen ganz neue Geschäftsmodelle hervor.


Zu Gast bei Future Candy in Hamburg. Innovationsberater Nick Sohnemann erläutert, an welchen Mobilitätskonzepten Starts-ups aktuell arbeiten.

Wo steht die deutsche Automobilindustrie: Moovel in Stuttgart beweist, dass auch etablierte Traditionsunternehmen First Mover sein können.


Neue Mobilitätskonzepte bringen Dynamik in Wirtschaft, Gesellschaft – und Ihr Depot.

Das Kraftfahrzeug ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es hat Menschen zusammengebracht, Grenzen überwunden und ist ein Motor für Innovation und Wohlstand – gerade in Deutschland. Als wichtiger Teil revolutionär  vernetzter Mobilität nimmt ein neuer Wachstumsschub gerade volle Fahrt auf. Auch Fondsanleger können daran partizipieren.
 
Die Fahrt in die Zukunft ist ein großes Abenteuer. Was, wenn eines der feinmechanischen Einzelstücke im Motor bei voller Fahrt bricht? Wird die Beschleunigung womöglich Adern im Kopf platzen lassen? Lässt sich das neuartige Gefährt überhaupt sicher durch die kurvige Strecke steuern? Kein Mann traut sich da eine Testfahrt zu – im Jahr 1886. Aber eine Frau. Von dieser mutigen Pionierin der individuellen Mobilität werden Sie im Folgenden mehr erfahren. Von einem Professor, der den Traum vom umweltfreundlichen Lieferverkehr wahrmacht. Und von einem Stadtentwickler, der die Smart-City mit integriertem Verkehrskonzept erbaut.
 
Drei Menschen, drei Meilensteine, drei Orte der mobilen Revolution. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft der Mobilität – und was die Macher über alle Zeiten verbindet. Eine Rundreise zu Kraftquellen des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und nachhaltigen Wandels.


Das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart

Bertha Benz gebührt zu Recht ein Ehrenplatz in der neunstöckig ansteigenden Doppelspirale des Museums. Zusammen mit ihren Söhnen Eugen und Richard hat die Frau des Autoerfinders Carl Benz an einem sonnigen Augusttag im Jahr 1886 die Welt bewegt – mit einem kutschenartigen Dreirad. Es steht unter den mehr als 1500 Ausstellungsstücken auf einem leuchtenden Podest im Zentrum des ersten Raums.
 
Von Mannheim nach Pforzheim ist die erste Autofahrerin der Weltgeschichte im lindgrünen, bodenlangen Kleid einfach einmal losgefahren. Was wird sie wohl gedacht haben vor der Abenteuerfahrt? “Hoffentlich reicht das Benzin bis zur ersten Apotheke” – denn nur da gab es zu dieser Zeit den Treibstoff. “Hoffentlich habe ich keine Panne.” Pech gehabt: Das Leder einer Bremsbacke riss ab – ein Schuhmacher musste helfen. “Hoffentlich merkt Carl nichts – oder gar die Polizei!” Autofahren war nämlich außerhalb Mannheims verboten.
 

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Die erste Autofahrt der Weltgeschichte.

Mangelnde Reichweite, eine skeptische Öffentlichkeit, fehlende Infrastruktur: Die Widrigkeiten, mit denen das erste Verbrennungsauto kämpfen musste, sind gewaltig. “Bertha Benz’ Pioniertat hat eine neue Welt erschlossen”, sagt Michael Schmidt, Geschäftsführer der Deka Investment und unter anderem für Nachhaltige Investments und Corporate Governance zuständig.“ Denn es ist vor allem das Auto, das ein großes Versprechen der Moderne einlöst: unabhängige Mobilität des Einzelnen.” Darum entsteht nach der benzschen Jungfernfahrt eine gewaltige Nachfrage – und ein industrieller Siegeszug.


Schneller, komfortabler, sicherer

Heute stehen die Visionäre der emissionsfreien, autonomen und vernetzten Mobilität und ihre Geldgeber vor ähnlichen Chancen, aber auch fast vor den gleichen Widerständen wie Bertha Benz – Reichweite, Infrastruktur, Bedenkenträger…

Da lohnt der Blick auf die Autogeschichte, wie sie im Stuttgarter Mercedes-Benz Museum in jedem Ausstellungsstück aufblitzt. Etwa die frühen Busse – zuweilen sogar schon elektrisch von tonnenschweren Batterien angetrieben –, der Mittelklassewagen, der in den 50ern mit der selbsttragenden Karosserie mehr Komfort und Raum ins Normalauto brachte; oder die Luxuslimousine von 1978, die als Erste den Schleuderschutz ABS an Bord hatte.
 
Schneller, komfortabler, sicherer an jeden Ort gelangen, den der Autofahrer wünscht. Das ist seit Bertha Benz’ Zeiten der Traum, aus dem immer bessere Produkte wurden. “ Aber Träume und konkrete Kundenwünsche wandeln sich. Die Unternehmen müssen ihr Angebot danach ausrichten. Und auch wir als Investoren mit Langzeitperspektive müssen das für unsere Anleger im Auge haben – bei der Auswahl der Firmen für unsere Fonds”, sagt Deka-Experte Schmidt.
 
Mobil zu sein, das erfüllt viele Wünsche. Etwa durch den regenbogenbunten Omnibus LO 1112 ein paar Stockwerke unter dem Ur-Auto. Er hat das Überwinden von Grenzen und Erschließen neuer Horizonte zur Massenbewegung gemacht – und Hunderttausende Urlauber an ihre Sehnsuchtsorte gebracht.

Lösungen für den Erfolg von morgen

Die frühen Mittelklassewagen waren übrigens auch große Exporterfolge – und stehen damit für den Siegeszug gerade der deutschen Hersteller rund um die Welt. Deutsche Konzerne wie BMW, Daimler, VW oder Porsche und Zulieferer wie Continental oder Hella stehen glänzend da, weil ihre Produkte

  • das Fahren sicherer gemacht haben – etwa durch die Sicherheitszelle, Gurte oder ESP,
  • mehr Komfort gebracht haben – durch Klimaanlage, Abstandsregeltempomat oder beheizbare Sitze,
  • mit neuen Funktionen wie LED-Licht oder Seitenwindassistent das Leben erleichtern, und
  • nicht zuletzt Spaß machen – vom Supersportwagen wie dem 300 SL über den familienfreundlichen Van bis zum City-Floh Smart. Auch sie haben ihren Platz im Museum.

Chancen auf neues und nachhaltiges Wachstum

Selbst Bertha Benz würde sich indes wohl im heutigen Verkehrsdickicht erst einmal erschrecken. Autofahren bedeutet heute oft eher stundenlange Staus, nervige Parkplatzsuche, Stress und Gefahr. Allein in Deutschland drängen sich geschätzte 40 Millionen Autos auf den Straßen. Die Umweltbelastung einzelner Fahrzeuge hat seit Jahren zwar stark abgenommen. Doch das reicht bei weitem nicht – von den Abgaswerte-Diskussionen der vergangenen Monate nicht zu reden. “Aber echte Innovatoren reden nicht nur über die Probleme, sondern arbeiten an den Lösungen” , sagt Schmidt. Ein faszinierendes Ziel neuer Mobilität heißt darum: unfallfreies, emissionsloses, autonomes Fahren. Tausende Unternehmen rund um den Globus arbeiten daran – auch aus Industrien, die bis vor Kurzem noch gar nichts mit der Autoproduktion am Hut hatten. Denn es gibt viele Chancen auf neues und nachhaltiges Wachstum. Ein Beispiel ist die nächste Station.

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Abgasfrei: Schon 1900 wurden elektrisch angetriebene Busse im Nahverkehr eingesetzt. Doch die tonnenschweren und schwachen Bleibatterien hatten gegen Verbrennungsmotoren auf Jahrzehnte keine Chance.

Die größte Elektrotransporter-Fabrik Deutschlands in Aachen

Der stärkste Antrieb ist für einen Unternehmer oft eine Nachfrage, die keiner sonst befriedigen kann – oder will. Eine der größten kommerziellen Lieferflotten mit mehr als 50.000 Fahrzeugen umweltfreundlich zu machen, das ist ein strategisches Ziel der Deutschen Post. Schon im vorigen Jahrzehnt hatte der Logistikkonzern daher bei Herstellern wie VW, Daimler oder Renault angefragt, ob sie einen emissionslosen Transporter nach Maß bieten könnten – ohne Erfolg.
 
Aber nicht alternativlos. Die Lösung rollt aus einem 158 Jahre alten Backsteinbau am Rande Aachens: der Streetscooter. Entwickelt von Universitätsingenieuren der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, hergestellt von der Deutschen Post selbst. Das DAX-Unternehmen hat die Firma mitsamt Know-how und dem Team um Chefentwickler Achim Kampker erworben. "Wir sind jetzt Marktführer für elektrische Nutzfahrzeuge in Deutschland", sagt der Ingenieur mit einem jungenhaften Lächeln. 10.000 Streetscooter haben die Hallen allein 2017 verlassen. Die meisten in Sonnengelb für die Post selbst, mehr und mehr aber auch für andere Kunden wie Energieversorger, Bäckereien, Fischhändler oder Handwerker.


Zur Nummer eins mit Komponentenbauweise

Kampker hat in nur sechs Jahren eine kostengünstige Produktion aufziehen können. Denn Streetscooter setzt konsequent auf die neue, vernetzte Entwicklungs- und Fertigungstechnik, mit der sich traditionelle Autohersteller mit ihren Multimillionen Euro teuren Fließbändern, Blechpressen und Lackierereien schwertun. Sein Fahrzeug ist wartungsfreundlich einfach in Modulen auf- und je nach Kundenwunsch umgebaut - fast wie ein Lego-Auto. Und wie das Spielzeug besteht das Mobil nach Maß ebenfalls aus durchgefärbtem Kunststoff; eine universitätseigene Erfindung. “Wir kaufen aber auch viele Komponenten kostengünstig zu”, sagt Kampker. Auf seiner Lieferantenliste steht darum neben Continental, Bosch und Hella auch BMW. Von dort kommen die Batteriepacks. In der Industrie 4.0 werden die Aufgaben und Möglichkeiten für alle neu verteilt.

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Revolutionär: Professor Achim Kampker macht den Lieferverkehr der Deutschen Post zu großen Teilen emissionslos - und bald auch autonom.

Auch andere deutsche Hersteller steuern um


Deka-Nachhaltigkeitsexperte Michael Schmidt will dazu beitragen, dass auch die traditionellen Fahrzeughersteller solche Chancen energischer nutzen. Das ist bitter nötig. Denn gerade in den stark wachsenden Großstädten müssen der öffentliche, gewerbliche und private Verkehr viel besser vernetzt und abgasfrei werden. Darum werde die Deka in diesem Jahr die Hauptversammlungen von deutschen Autokonzernen besuchen, um “die Unternehmen im Namen unserer Fondsanleger auf mehr Einsatz bei der Entwicklung emissionsfreier Autos und nachhaltiger Mobilitätskonzepte zu drängen”.

Die Konkurrenz ist schließlich längst hellwach. BYD und Geely aus China, Tesla aus den USA und das Bündnis von Nissan-Renault aus Europa und Japan haben schon ganze Elektroflotten im Markt. Deutsche Hersteller werden erst im kommenden Jahrzehnt so weit sein. Volkswagen etwa steuert dazu gerade um und wird in den kommenden fünf Jahren 34 Milliarden Euro in Elektroantriebe investieren. Bis 2025 sollen die Konzernmarken dann rund 50 reine E-Autos und 30 Plug-in-Hybride anbieten.
 

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Im Testbetrieb: autonom fahrende Streetscooter

Vom ersten Elektrotransporter der Wolfsburger sind aber gerade einmal ein paar Dutzend im Feldversuch. Da ist Achim Kampker schon weiter. In diesem Jahr will der Streetscooter-Chef den Ausstoß gleich auf 20.000 Fahrzeuge verdoppeln. Eine weitere Fabrik im nordrhein-westfälischen Düren ist bereits beschlossen. Kampker erklärt: "Mit der gesteigerten Produktionskapazität können wir die große Nachfrage von Drittkunden nach unseren E-Fahrzeugen besser und schneller bedienen.”
 
Zudem entwickelt der Professor den mobilen Service rund um die Fahrzeuge weiter. Auf dem Testgelände der Aachener zeigt etwa ein Transporter, rundum mit Sensoren gespickt, wie der Lieferverkehr in Zukunft aussehen könnte. Ein autonom fahrender Streetscooter folgt dem Paketzusteller dabei nach dem Ausladen selbsttätig. Ständiger Datenaustausch per Mobilfunk und Navigationsroute, Ultraschall, Radar und Laser sparen so Wege, Zeit, Kraft, Nerven und Emissionen. Ein Teil der Mobilität von morgen, heute schon fast Realität.
 
Bessere Autos allein reichen aber nicht für den Erfolg von morgen. Die Konzerne investieren darum in elektrische Ladeinfrastruktur, Batteriefertigung oder die Datenbasis für autonomes Fahren, oft gemeinsam mit Konkurrenten, IT-Firmen wie Nvidia, Amazon oder Tencent oder Energieversorgern wie EnBW und Eon. Denn die Zukunft der Mobilität ist nicht nur emissionsfrei, sondern auch vernetzt und digital. Was das bedeutet und welche neuen Chancen es erschließt, das zeigt unsere dritte Station.

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Marktführer: Aus dem Stand hat Streetscooter die etablierten Nutzfahrzeughersteller bei der Elektromobilität hinter sich gelassen – und verdoppelt in diesem Jahr die Produktion.

Die Smart-City Somerville bei Boston

Sieben Uhr morgens. Ein strahlend sonniger Frühlingstag in Somerville beginnt mit einem leichten Vibrieren am Handgelenk von Chris Weilminster . “Du solltest jetzt aufstehen”, sagt dazu sanft die Frauenstimme aus der Smartwatch des Stadtentwicklers bei einem noch leicht verschlafenen Blick auf das Display. “Dein Audi fährt um acht Uhr vor, um neun bist du in der City.” Weilminster sagt dem digitalen Assistenten: “Lege mir das 'Wall Street Journal' auf mein Tablet, lade die Präsentation für heute … ach, und halte noch bei Starbucks auf einen Latte und einen Brownie.”
 
Ein perfekter Arbeitstag kann entspannt beginnen. Schon im Jahr 2028 könnte sich der Dialog zwischen Mensch und Maschine so abspielen. Die neue Welt der urbanen Mobilität ist längst in Bau. Und Weilminster ist einer ihrer ganz realen Baumeister. Der Manager des Immobilienentwicklers Federal Realty Investment Trust errichtet ein Quartier mit Wohnungen, Büros, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangeboten und einem Hotel in der 80.000-Einwohner-Stadt. Seine Aktionäre investieren zugleich in die Smart-City der mobilen Zukunft. Heute.


Das intelligente Auto in einer intelligenten Stadt

Somerville ist nach dem Silicon Valley der am schnellsten wachsende Wirtschaftsraum Nordamerikas und nur eine Viertelstunde Fahrt von der City Bostons entfernt – wenn nicht gerade wieder Rushhour ist und die quälend langsame Zuckelei eine Stunde oder mehr dauert. Hier aber sollen sich schon bald die Hipster der Digital Economy in der Smart-City zu Hause fühlen und auf neue Art mobil sein.

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Netzwerker: Stadtentwickler Chris Weilminster erschafft in Somerville die Smart-City der Zukunft – mit Ideen und Technik von Audi.


Dazu investiert Weilminsters Firma Federal Realty Investment Trust (FRT) Millionen, im engen Schulterschluss mit Bürgermeister Joseph A. Curtatone – und Audi. Der Autohersteller hat sich wesentliche Teile des Verkehrskonzeptes ausgedacht, denn “das intelligente Auto kann seine enormen Potenziale erst in einer intelligenten Stadt voll entfalten”, sagt Audi-Chef Rupert Stadler. Gelingt das nicht, hat umgekehrt das Auto selbst womöglich bald keine Zukunft mehr in den Citys. “Solche integrierten Konzepte sind bitter nötig”, meint auch Deka-Geschäftsführer Michael Schmidt. “Mobilität muss die Menschen bewegen – und allen dabei einen Mehrwert bieten. Das erwartet gerade die junge Generation heute.”
 
An Lösungen gegen Megastau, Umweltverschmutzung und Zeitverlust arbeiten Tausende Unternehmen – und damit auch an den eigenen Geschäftsmodellen von morgen. Nissan etwa lässt Elektroautos im Getümmel der Londoner City fahrerlos ihren Weg suchen, Daimler eine S-Klasse autonom auf der Originalstrecke von Bertha Benz’ erster Autofahrt die Runde machen. Siemens-Busse oder Google-Kleinwagen holen emissions- und fahrerlos Passagiere in Singapur, Kalifornien oder Oberbayern vor der eigenen Haustür ab.

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Deka-Geschäftsführer Michael Schmidt. “Mobilität muss die Menschen bewegen – und allen dabei einen Mehrwert bieten. Das erwartet gerade die junge Generation heute.”

Wenn das Parkhaus mit dem Auto spricht

Was Somerville besonders macht: Dort arbeiten Stadtplaner, Kommune und Mobilitätsanbieter Hand in Hand - und nutzen durch das Internet der Dinge die Kraft der Datenanalyse. Die Ampel signalisiert dem Auto, Roller oder Bus also schon vorher die ideale Geschwindigkeit, um auf der grünen Welle zu surfen. Das Parkhaus mit der kürzesten Anfahrt hält den Platz schon frei, wenn der Fahrer die Route in sein Navigationsgerät eingibt.
 

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Wenn Mitte des kommenden Jahrzehnts die Fahrzeuge auch ohne menschlichen Lenker unterwegs sein dürfen, wachsen die Möglichkeiten. Audi etwa will dann wie viele andere Unternehmen solche Fahrzeuge als Teil der Shared-Economy anbieten. Das bedeutet konkret: Chris Weilminsters Fahrzeug fährt morgens von allein aus einem Parkhaus, holt ihn daheim ab, bringt ihn ins Büro. Dabei kann er einen Film anschauen, schlafen, arbeiten.
 
Sitzt Weilminster im Büro, kann das Fahrzeug zu einem anderen Nutzer des Sharing-Service fahren - und ihn abends wieder am Büro abholen. Geht der Arbeitsweg eher Richtung Boston-City, nach New York oder San Francisco, sind andere Verkehrsmittel nahtlos und mit einem Ticket oder einer App in diese Mobilität integriert – ob Flugzeug oder Fahrrad, Bahn, Bus oder Boot.
 

Nicht zuletzt, so Deka-Manager Schmidt, stecke darin ein gewaltiges wirtschaftliches Potenzial für alle Unternehmen, die diese neuen Möglichkeiten der Mobilität konsequent nutzen. „Wir investieren viel Zeit, unsere Portfolios darauf zu optimieren: chancenreiche Innovatoren aufzuspüren und auf eine Veränderung bei potenziellen Verlierern hinzuwirken”. Fondsmanager und Analysten besuchen dazu Unternehmen, Messen oder Orte wie Somerville und sprechen mit den Entscheidern, Konkurrenten und Wissenschaftlern.
 
Vernetzte, autonome und umweltfreundliche Mobilität kann die Menschen für neue, maßgeschneiderte Produkte begeistern und zudem Milliarden Stunden nutzlos vertaner Stauzeit in produktive Lebenszeit verwandeln. Somerville ist überall. Eine ganze Welt voll neuer mobiler Möglichkeiten.

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Sommerville-Bauprojekt Assembly Row – hier entsteht die vernetzte Smart-City.


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