Presseinformation

Deka erzielt 2017 Rekordabsatz

17.04.2018
  • Hohes Momentum im Wertpapiergeschäft hält an: Nettovertriebsleistung +52 Prozent auf 25,7 Mrd. Euro
  • 600.000 neue Sparpläne – Verdopplung zum Vorjahr
  • Wirtschaftliches Ergebnis +8 Prozent auf 449 Mio. Euro

Die Deka hat pünktlich zu ihrem 100-jährigen Jubiläum einen Rekordabsatz erzielt: Die Nettovertriebsleistung stieg im Berichtsjahr um über 50 Prozent auf 25,7 Mrd. Euro (2016: 16,9 Mrd. Euro). Davon entfallen 13,4 Mrd. Euro (9,2 Mrd. Euro) auf das institutionelle Geschäft und 12,3 Mrd. Euro (7,7 Mrd. Euro) auf die Retailkunden. Der Trend der Sparkassenkunden, weiter auf Wertpapiersparpläne zu setzen, hält an. Mit netto 600.000 neu abgeschlossenen Deka-Sparplänen entschieden sich doppelt so viele Menschen für das Wertpapiersparen wie im Jahr 2016 (rund 300.000 Verträge). Der Gesamtbestand an Sparplänen belief sich Ende 2017 auf 4,1 Millionen (inkl. Altersvorsorge und VL).

Der kräftige Nettoabsatz und eine solide Wertentwicklung der Fonds führten zu einem Anstieg der Total Assets um rund 26 Mrd. Euro auf 282,9 Mrd. Euro (256,8 Mrd. Euro). Die solide Wertenwicklung trug zu diesem Anstieg rund 9 Mrd. Euro bei. 265,3 Mrd. Euro (241,7 Mrd. Euro) der Total Assets entfallen auf die Fondsprodukte, 17,6 Mrd. Euro (15,1 Mrd. Euro) auf Zertifikate.

Michael Rüdiger, Vorstandsvorsitzender der DekaBank: „Dass wir pünktlich zu unserem Jubiläum einen Rekordabsatz ausweisen können, ist erfreulich. Besonders freue ich mich, dass die Sparer ihr Geld zunehmend in Wertpapier-Sparpläne anlegen. Das ist auch ein gutes Zeichen für die Wertpapierkultur in Deutschland. Dennoch dürfen diese guten Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass zum Jahresende 2017 laut Zahlen des Deutschen Aktieninstituts nur 15,7 Prozent der Menschen in Deutschland in Aktien- oder Aktienfonds investiert waren.“

Das Wirtschaftliche Ergebnis der Deka-Gruppe übertraf mit 449 Mio. Euro den Vorjahreswert (415 Mio. Euro) um 8 Prozent. Wesentliche Treiber waren ein gestiegenes Provisionsergebnis und verringerte Zuführungen in die Risikovorsorge im Kreditgeschäft.

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern lag mit 9,9 Prozent über der des Vorjahres (9,6 Prozent).

Die unter Berücksichtigung der CRR/CRD-IV-Anforderungen ohne Übergangsregelungen berechnete harte Kernkapitalquote (fully loaded) belief sich zum Jahresende unverändert auf 16,7 Prozent.

Auf der Grundlage dieser Entwicklung werden unverändert 155 Mio. Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet. Die Dividendenrendite liegt damit bei 3,2 Prozent.

Michael Rüdiger: „Die Deka liefert auch im 100. Jahr ihres Bestehens einen stabilen, verlässlichen Ergebnisbeitrag für ihre Anteilseigner, die Sparkassen. Mit unserer Wertpapierhaus-Strategie haben wir eine klare und zukunftsfähige Ausrichtung.“

Mit Blick auf die einzelnen Ergebniskennzahlen hat das um 8,6 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro gestiegene Provisionsergebnis (1,1 Mrd. Euro) am stärksten zum Wirtschaftlichen Ergebnis beigetragen. Der Risikovorsorgebedarf lag mit 18 Mio. Euro zudem deutlich unter dem des Vorjahres (210 Mio. Euro). Das Zinsergebnis in Höhe von 156 Mio. Euro nahm im Vergleich zum Vorjahr (139 Mio. Euro) um 11,8 Prozent zu. Wesentliche Bestandteile des Zinsergebnisses sind wie üblich die Ergebnisbeiträge des Geschäftsfelds Finanzierungen, der strategischen Anlagen und der Liquiditätsreserven. Positiv wirkten sich der im Vorjahresvergleich höhere Beitrag aus der kurzfristigen Liquiditätssteuerung sowie der geringere Zinsaufwand für Eigenkapitalinstrumente aus. Das Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen entsprach mit 252 Mio. Euro nahezu dem guten Vorjahreswert (253 Mio. Euro). Dagegen konnte das Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen mit -107 Mio. Euro den Vorjahreswert (79 Mio. Euro) nicht erreichen. Wesentlicher Grund dafür war die Erhöhung der pauschalen Vorsorge zur Abdeckung potenzieller Risiken um 95 Mio. Euro. Die pauschale Vorsorge betrifft potenzielle Risiken, die nach den IFRS-Buchungsregeln mangels Konkretheit noch nicht buchungsfähig sind. Sie können damit in der Regel auch noch keinem Geschäftsfeld ausreichend trennscharf zugeordnet werden. Ohne pauschale Vorsorge würde das Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen bei -12 Mio. Euro liegen. Hierin enthalten sind sowohl positive Bewertungsergebnisse aus Wertpapier¬anlagen der Liquiditätsreserve und der strategischen Anlagen, als auch negative Ergebnisse aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten, die zum Marktwert zu bewerten sind.

Die Erträge der Deka-Gruppe nahmen um 6,4 Prozent auf 1.494 Mio. Euro zu (1.404 Mio. Euro). Ihnen stand ein unterproportionaler Anstieg der Aufwendungen um 5,7 Prozent auf 1.045 Mio. Euro (989 Mio. Euro) gegenüber. Zur Erhöhung der Aufwendungen beigetragen haben unter anderem der Aufbau von Mitarbeiterkapazitäten, auch durch die ganzjährige Einbeziehung des S Brokers, der im Vorjahr nur mit sechs Monaten enthalten war, sowie spürbar höhere Aufwendungen für die Umsetzung regulatorischer Anforderungen. In den Aufwendungen enthalten sind auch die Bankenabgabe und die Institutssicherung in Höhe von insgesamt rund 44 Mio. Euro.

Beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr rechnet die DekaBank mit einem Wirtschaftlichen Ergebnis, das leicht über dem Wert des vergangenen Jahres liegt.

Wichtige Kennzahlen (nach IFRS)
2017
Mio. Euro
2016
Mio. Euro
Veränderung
in Prozent
Summe Erträge
1.494,1
1.403,7
6,4
  davon:
 
 
 
  Zinsergebnis
155,6
139,2
11,8
  Risikovorsorge 1)
-17,8
-209,8
91,5
  Provisionsergebnis
1.202,7
1.107,4
8,6
  Finanzergebnis aus Handelsbuch-Beständen
252,4
252,8
-0,2
  Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen
-106,8
78,9
-235,4
Summe Aufwendungen
1.045,2
988,6
5,7
Wirtschaftliches Ergebnis 2)
448,9
415,1
8,1
Nettovertriebsleistung 3)
25.671
16.914
51,8

1) Darin enthalten ist die Risikovorsorge auf Wertpapiere der Kategorien Loans and Receivables und Held to Maturity in Höhe von 10,7 Mio. Euro (Vorjahr -15,2 Mio. Euro).
2) Das Wirtschaftliche Ergebnis ist die zentrale Steuerungs- und Erfolgsgröße der Deka-Gruppe. Es beinhaltet neben dem IFRS-Ergebnis vor Steuern und der Veränderung der Neubewertungsrücklage vor Steuern insbesondere auch das zins- und währungsinduzierte Bewertungsergebnis aus dem originären Kredit- und Emissionsgeschäft, die nach den Vorschriften der IFRS nicht GuV-wirksam zu erfassen, jedoch für die Beurteilung der Ertragslage relevant sind. Ebenso wird der direkt im Eigenkapital erfasste Zinsaufwand der AT1-Anleihe (Additional Tier 1 Capital) im Wirtschaftlichen Ergebnis berücksichtigt.
3) Die in der Presseinformation und im Geschäftsbericht ausgewiesene Nettovertriebsleistung beinhaltet, wie auch die Total Assets, die Größen, die für das Wirtschaftliche Ergebnis ausschlaggebend sind. Diese Daten sind nicht mit dem vom BVI veröffentlichten Nettomittelaufkommen und Fondsvermögen vergleichbar. Die Nettovertriebsleistung und die Total Assets umfassen das gesamte Retail- sowie institutionelle Fonds- und Zertifikategeschäft inklusive Masterfonds und ETFs der Deka-Gruppe.

Über die Deka

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochter-gesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von rund 288 Mrd. Euro (per 30.06.2018) sowie rund 4,5 Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapiergeschäft aus. 2018 feiert die DekaBank Deutsche Girozentrale ihr 100-jähriges Jubiläum.

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